Rückwirkende Immobiliensteuer-Bescheide in Griechenland

21. März 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 1.546

Das Finanzamt in Griechenland hofft auf 350 Millionen Euro aus ausstehenden Raten der Immobilien-Sonderabgabe EETA des Jahres 2013.

Im griechischen Finanzministerium wurde eine unerwartete Steuereinnahme entdeckt, die der seit langem im roten Bereich befindlichen Staatskasse etwas Luft verschaffen wird. Es handelt sich um den Betrag von ungefähr 350 Millionen Euro aus der außerordentlichen Immobilienabgabe – also der sogenannten „Abzocke“ EETIDE, aus der 2013 die EETA hervorging – mit dessen Feststellung im umgehend kommenden Zeitraum gerechnet wird.

Die rückwirkende Beitreibung der Abgabe betrifft hauptsächlich Beträge der außerordentlichen Immobilienabgabe, die jedoch entweder überhaupt nicht oder auf einen falschen Namen festgestellt worden waren, oder die Steuerpflichtigen hatten die Stromrechnung nicht fristgerecht bezahlt, was zum Resultat hatte, dass Raten der Abgabe zur Beitreibung an das Finanzamt überstellt wurde.

Für über 1 Mio. Immobilien stehen Raten zur EETA aus

Die „Abzocke“ für 2013 werden konkreter zu zahlen aufgefordert sein:

  • Alle, die Immobilien in ihrem Besitz haben, bei denen der Stromzähler auf den Namen einer dritten Person (z. B. Mieter) läuft, die eine der Raten oder die Gesamtsumme der Abgabe für 2013 nicht zahlte. In diesen Fällen wurde die Abgabe an das Finanzamt überstellt und auf den Namen des Mieters oder des Eigentümers festgestellt, sofern dem Finanzamt Daten vorlagen, die zum tatsächlichen Eigentümer führten. In vielen Fällen begab sich der Mieter zum Finanzamt und reichte Unterlagen ein, mit denen er den tatsächlichen Eigentümer benannte.
  • Alle Eigentümer, die eine Rate der bis einschließlich Ende Juni 2014 über die Stromrechnungen erhobenen EETA unbezahlt ließen.
  • Alle, die den Stromanschluss abmeldeten, bevor alle Raten der EETA bezahlt wurden.

Die rückwirkende Beitreibung der Abgabe bezieht sich auf mehr als eine Million Immobilien, deren Eigentümer von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen bald eine einschlägige Benachrichtigung per E-Mail erhalten werden. Den auf ihren Namen festgestellten Betrag können sie mittels des Taxisnet-Systems in der Sektion „Angaben zu Verbindlichkeiten“ in Erfahrung bringen, wo ihnen auch Informationen über die Zählernummer und die Adresse gegeben werden, unter der sich die Immobilie befindet, für die sie mit der Abgabe belastet wurden. Für die Zahlung der Abgabe wird den Schuldnern eine Frist von ungefähr einem Monat (z. B. bis Ende April) gesetzt werden.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

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