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Neue Kürzung der Krankenhaus-Etats in Griechenland

4. März 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.461

Die Krankenhäuser in Griechenland monieren eine neue Kürzung ihrer Etats um 50 Prozent, was das Gesundheitsministerium jedoch dementiert.

Laut einer Reportage der Sonntagsausgaube der griechischen Zeitung „To Vima“ werden als Teil der seit Februar begonnen „blutigen Einsparungen“ auf dem gesamten öffentlichen Sektor die Etats der öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland ab März um ungefähr 51% gekürzt.

Wie „To Vima“ unter Präsentierung einschlägiger Schriftstücke des Gesundheitsministeriums berichtet, wurde für März 2015 die Freigabe eines Betrags von insgesamt 43,353 Mio. Euro genehmigt, während die Gesamtmittel für die Finanzierung der Krankenhäuser im Januar sich auf 99,74 Mio. Euro belaufen hatten.  Im entsprechenden Etat ist laut „To Vima“ die Auszahlung von ungefähr 87,727 Mio. Euro vorgesehen.

Mittel reichen nicht einmal für die Deckung elementarer Bedürfnisse

Die größtmögliche Einschränkung der staatlichen Ausgaben, von der erwartet wird, dass sie auch bei anderen Ministerien zur Geltung kommen wird, hängt laut der Zeitung mit dem Ziel zusammen, die Periode zu verlängern, für die der Staat die Grundbedürfnisse decken können wird, ohne Kredite aufzunehmen. Gleichzeitig wird berichtet, es werden Bemühungen unternommen, die Milliarden Euro sicherzustellen, die demnächst an den IWF zu zahlen sind.

Die Verwaltungen der Krankenhäuser signalisieren dem Gesundheitsministerium bereits, mit dermaßen niedrigen Zuwendungen nicht in der Lage zu sein, selbst die elementaren Bedürfnisse zu decken: „Wir werden weder zu den grundsätzlichen Einkäufen schreiten noch Bereitschaften bezahlen können„, melden sie laut der Zeitung „To Vima“.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Gesundheitsminister: Krankenhäuser sollen Rücklagen aufbrauchen

Wir kürzen den Krankenhäusern keinen einzigen Euro, jedoch können sie ihre Rücklagen nicht nach Gutdünken der Direktoren handhaben„, erklärte Gesundheitsminister Panagiotis Kouroumplis gegenüber dem Radiosender Vima FM 99,5 und antwortete damit auf besagten Artikel in der Sonntagsausgabe des Zeitung „Vima“ wegen der Deckung der Aufwendungen der öffentlichen Krankenhäuser aus ihren Rücklagen.

Die Krankenhäuser sind keine Unternehmen. Sie müssen ihre Rücklagen aufbrauchen und das restliche Geld werden wir beisteuern. Im Januar betrugen die Aufwendungen 87 Mio. Euro und wir deckten 43 Mio. Euro, der Rest wurde aus Rücklagen bezahlt„, erklärte Herr Kouroumpkis und vertrat, die Bedürfnisse der Krankenhäuser werden nicht ungedeckt bleiben. Das Ministerium gab ebenfalls eine Bekanntmachung aus, in der es unter anderem lautet:

Die Etats der Krankenhäuser für das Jahr 2015 wurden von der vorherigen Regierung mit einem Betrag von insgesamt 1.388.587.994 Euro veranschlagt für: Medikamente, medizinisches Material, orthopädisches Material, Reagenzien, Entlohnung von Hilfspersonal, Dienstleistungen (Outsorcing) und sonstiges, und zwar in einem Moment, wo der entsprechende Betrag für den Haushalt 2014 bei 1.618.000.000 Euro lag.

Die Verteilung dieses Betrags auf die Gesundheits-Verwaltungsbezirke (DYPE) wurde in Beschluss 43 des Zentralrats der Gesundheits-Verwaltungsbezirke (KESYPE) am 06/10/2014 entschieden und per Beschluss der Verwaltungen der DYPE wurde er an die Krankenhäuser eines jeden DYPE aufgeteilt. Die Einkäufe der Krankenhäuser im Januar 2015 erreichten 87,7 Mio. Euro, worin nicht die Aufwendungen für Hilfspersonal und zusätzliche Vergütungen enthalten sind, welche die Einnahmen der Krankenhäuser belasten.

Aus den Abrechnungsberichten für Januar (Kontoguthaben bei Banken) geht hervor, dass die Krankenhäuser am 31/01/2015 Rücklagen von 258,5 Mio. Euro, wovon 93,4 Mio. Euro gebunden waren, also verfügbare Mittel von 165,1 Mio. Euro hatten. Die Kassenlage eines jeden Krankenhauses (Bankguthaben) bewertend, wurden für Einkäufe des Monats Januar 2015 Krankenhäuser mit geringen Kassenbeständen in der Summe ihrer Aufwendungen finanziert, wie das Allgemeine Krankenhaus Attikas (KAT), das Krankenhaus in Mytilini, das ‚Chatzikosta‘ in Ioannina und andere. Folglich gibt es kein Krankenhaus, das hinsichtlich seiner Verbindlichkeiten an Lieferanten nicht gedeckt ist.

(Quelle: Büchse der Pandora)

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  1. V 99%
    4. März 2015, 11:22 | #1

    Hmm, das hat die neue Regierung anscheinend uebersehen, oder verschwiegen. War da nicht noch was anderes offen? „Die fälligen Verbindlichkeiten an Finanzämter und Versicherungsträger in Griechenland haben inzwischen rund 90 Milliarden Euro erreicht.“ Der Zusammenbruch dieser Systeme wurd bis Mitte diesen Jahres prognostiziert und ich fuerchte das wird stimmen. Varoufakis, wo bist du?

  2. Manu
    4. März 2015, 19:06 | #2

    Griechenland soll endlich die Kredite einseitig kündigen, ausser dem IWF und zur drachme zurück.

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