Griechenland will 100 Mio Euro von deutschen Rüstungsfirmen

26. März 2015 / Aufrufe: 1.467
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Laut Reuters soll Griechenland von deutschen Rüstungsfirmen 100 Millionen Euro wegen Bestechungen bei Rüstungsprojekten fordern.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine höhere Quelle des griechischen Verteidigungsministeriums enthüllt, soll die griechische Regierung mehr als 100 Mio. Euro von deutschen Rüstungsfirmen verlangen, die in Bestechungsfälle bei Rüstungsvereinbarungen verwickelt sind.

Konkreter berichtet die deutsche Zeitung BILD, Eurocopter – sprich die Hubschrauber-Sparte von Airbus – soll Schmiergelder von 41 Mio. Euro an griechische Amtsträger gezahlt haben um 20 Hubschrauber NH-90 zu verkaufen.

Bestechungs-Fälle nicht nur, jedoch hauptsächlich deutscher Firmen

Laut BILD werden der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, STN und Atlas Elektronik ebenfalls beschuldigt, insgesamt 62 Mio. Euro an Schmiergeldern für U-Boot-Verträge gezahlt zu haben. Die Quelle des griechischen Verteidigungsministeriums bestätigte gegenüber Reuters, Griechenland werde anstreben, als Teil einer andere Angelegenheiten umfassenden Ermittlung von diesen Firmen 100 Mio. Euro zu bekommen.

Es geht um eine Reihe nicht nur, jedoch hauptsächlich deutscher Fälle, und Griechenland ist zuversichtlich, 500 – 800 Mio. Euro bekommen zu können„, erklärte die selbe Quelle und fügte an: „Jede Firma, die wegen Bestechung verurteilt werden wird und ihre Geschäftsbeziehungen zu Griechenland fortsetzen möchte, muss einen außergerichtlichen Vergleich schließen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. windjob
    26. März 2015, 12:48 | #1

    Dies wurde auch Zeit. Zumal man sagen muss, dass dies alles von der deutschen Regierung getragen wurde. An und für sich ist dies schon Grund genug das Geld auch bei dieser einzufordern. Diese Exporte waren schliesslich genehmigt. Zu einem Zeitpunkt als Griechenland bereits hoffnungslos überschuldet war. Man wollte hier nur Arbeitsplätze in Deutschland erhalten was Griechenland betrifft war alles egal.

  2. Volker
    26. März 2015, 13:23 | #2

    Gute Initiative. Der deutsche Staat sollte auf jeden Euro, den sich Griechenland von den Bestechern, aber auch von den Bestochenen (griechische Politiker, Parlamentarier, Beamte) noch einen drauflegen. Um ein Anreiz zu schaffen, die Korrupten auf allen Seiten endlich mal richtig in die Zange zu nehmen. Notfalls auch Erwzingungshaft der Konzernchefs, bis Ihre Firmen mit Milliarden bluten.

  3. Lischen Müller
    26. März 2015, 14:25 | #3

    Iwoo, dann liefern diese Firmen einfach anderswo. Die Griechische Armee hat jetzt eh kein Geld mehr für grossartige Einkäufe.

  4. Guido Stepken
    26. März 2015, 15:25 | #4

    Ich habe eine bessere Lösung: Deutschland nimmt – ausnahmslos – alle an Griechenland gelieferten Rüstungsgüter wieder zurück und Griechenland erhält sein Geld wieder. Das Schmiergeld dürfen sie behalten!

  5. jörg
    27. März 2015, 07:17 | #5

    Zum Thema Bestechlichkeit: dazu gehören immer zwei und ich willl jetzt hier wirklich keine Vorurteile schüren, aber einen Container in Griechenland von Bord eines Schiffes zu kriegen, nun das ist nicht so einfach. Entweder man zahlt etwas oder man versendet zu einem höheren Tarif bei einem örtlichen Reeder. Da sollten die Griechen mal daran arbeiten wenn Sie mit den Chinesen zusammen arbeiten wollen. Auch schadet das der Allgemeinheit, da man sich das zweimal überlegt wo man die Container entlädt.

  6. jensen
    27. März 2015, 09:33 | #6

    Ich will ja niemandem die Lust am Deutschland bashing nehmen, aber Airbus hat seinen Hauptsitz in touluse Frankreich, und gehört Deutschen, französischen und britischen Unternehmen. Also bitte konsequent sein und alle Anteilseigner bashen. Was soll man als Unternehmer tun, wenn man auf einem Markt ist, wo kaum ein Geschäft ohne Korruption zustande kommt? Mitmachen oder dichtmachen.

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