Griechenland muss 2015 fast 30 Mrd Euro auftreiben

25. Februar 2015 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.332

Für die Bedienung seiner öffentlichen Verschuldung muss Griechenland allein bis Ende 2015 über 29 Milliarden Euro aufbringen.

Griechenland und seine Regierung sind mit einem … Berg von Schulden konfrontiert, da es gilt, innerhalb des Jahres 2015 fast … 30 Mrd. Euro aufzutreiben, um die Gläubiger zu bezahlen. Speziell mit dem Auslaufen der viermonatigen Verlängerung (des aktuellen Hilfsprogramms), also in den Sommermonaten sind die Schulden dermaßen viele, dass sie Schwindel erregen.

Laut dem Wall Street Journal, dass eine Bilanz zog, beginnt der Leidensweg in den kommenden Tagen, da ab dem 06 März bis zum 08 Mai 10.378.729.024 Euro gezahlt werden müssen. Ab dem 12 Mai bis zum 20 Juli sind 11.606.843.685 Euro zu entrichten. Ab dem 07 August bis zum 21 Dezember müssen 7.361.733.340 Euro gezahlt werden. Bis Ende des Jahres 2015 ist also insgesamt eine Schuld von rund 29 Mrd. Euro zu begleichen.

Die größte Last ist Ende Juli – Anfang August zu stemmen

Und all dies – wie der Artikel anführt -, während die griechische Regierung versuchen wird, auch von ihr versprochene Maßnahmen umzusetzen, die sie jedoch letztendlich schwer in die Praxis umsetzen schaffen wird.

Laut dem Zeitplan der Zahlungen beginnen die fälligen Raten am 06 März und enden am 08 Mai. Nach einer kleinen „Atempause“ von wenigen Wochen werden sich die fällig werdenden Schulden bis zum 20 Juli und im weiteren Verlauf ab Anfang August und bis Heiligabend wieder einstellen.

Die signifikanteste und größte dieser Zahlungen ist die am 20 August zu entrichtende. Die konkrete (Zahlung) bezieht sich auf die Auslösung griechischer Staatsanleihen, welche die Europäische Zentralbank hält und 3 Milliarden Euro tangieren.

Unbezahlbare Verschuldung

Die europäischen Amtsträger werden akzeptieren müssen, dass Griechenland seine Verschuldung von 320 Mrd. Euro wahrscheinlich niemals tilgen können wird, selbst wenn seine problematische Wirtschaft heute (23 Februar 2015) auch offiziell die viermonatige Verlängerung des Rettungsprogramms sicherstellt. Dies vertraten vor kurzem im amerikanischen Netz CNBC namhafte Wirtschaftsanalytiker aus den USA und Britannien.

Wir müssen Realisten sein. Die griechische Verschuldung tangiert in diesem Augenblick, wo wir sprechen, 175% des BIP. Sie ist höher als damals, als das ganze (Rettungs-) Unternehmen begann„, erklärte Kingsley Jones, Gründer und Generaldirektor der Investment-Beratungsgesellschaft Jevons Global. „Nehmen Sie Japan als Beispiel. Es hat eine Verschuldung, die sich mit zügigen Rhythmen 300% des BIP nähert. Eines Tages wird diese Verschuldung einfach kollabieren. Sie kann niemals getilgt werden können, wie natürlich auch die griechische Verschuldung nicht. Es hat keinerlei Nutzen, auf der Moral der Sache zu beharren„, vertritt der amerikanische Großinvestor.

Wie außerdem auch die Journalistin Nyshka Chandran beim CNBC schreibt, fordert das laufende Rettungsprogramm von Athen, seine Verschuldung bis 2022 auf unter 110% des BIP zu senken. Und am Freitag mag vereinbart worden sein, das Programm um weitere vier Monate zu verlängern, der SYRIZA misslang jedoch, einen Schuldenerlass zu erreichen, welches Wahlkampfversprechen zu seinem Sieg bei den nationalen Wahlen beitrug. Die Journalistin betont jedenfalls, der finale Schluss der Entscheidung über eine viermonatige Verlängerung werde heute getroffen werden, wenn die europäischen Partner die Liste der Reformen akzeptieren, welche die griechische Regierung übersenden wird.

Die Europäer stellen Griechenland unrealistische Bedingungen

Im Gespräch mit der Journalistin Nyshka Chandran vertritt Jones, die Europäer stellen Griechenland unrealistische Bedingungen, und dies sei einer der Gründe, aus denen sie niemals ihr Geld bekommen werden. Konkret erklärte er: „Die Bedingungen der laufenden Vereinbarung verlangen von Griechenland mehr oder weniger, für über ein Jahrzehnt einen Haushalt mit einem Primärüberschuss von 4% einzuhalten. Kein Land mit einer problematischen Wirtschaft hat jemals geschafft, etwas solches zu erreichen. Somit urteilen wir, dass die an Griechenland gestellten bestehenden Bedingungen ehrlich gesagt unrealistisch sind.

Und während – wie die Journalistin des CNBC kommentiert – Alexis Tsipras angesichts der Tatsache seiner eingeschränkten Verhandlungsmacht mittlerweile keinen Schuldenschnitt mehr verlangt, vertreten die Spezialisten, die europäischen Gläubiger müssen begreifen, dass es keine andere Lösung als diesen gibt, wenn sie wünschen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, zumal zu einer Stunde, wo seine öffentliche Finanzwirtschaft sehr schwach ist.

Die Eurogruppe muss akzeptieren, dass Griechenland nicht zu tilgen vermag und einen wirklichen Schuldenschnitt braucht. Sie hätten es seit 2010 tun müssen, wählten jedoch, Griechenland noch mehr Kredite zu geben und das Problem wegzuschieben„, erklärt gegenüber dem CNBC Nicholas Ferres, Investment-Direktor der Investment-Gesellschaft Eastspring Investments, und fügte an: „Griechenland hat einen Rückgang seiner Produktion um 30%, einen Rückgang, der dem der Großen Rezession des Jahrzehnts 1930 entspricht, und die Austerität ist einfach nicht tragbar.

Die europäischen Institutionen scheinen jedoch darauf zu beharren, die Option eines Schuldenschnitts abzulehnen, und wollen stattdessen, dass Griechenland es schafft, seine öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen, vertrat seinerseits Ivan Loucas, strategischer Marktanalyst bei der britischen Gesellschaft IG. Er erklärt sogar, die Europäer seien bereit, jedes beliebige Zugeständnis an Griechenland zu machen – außer einem Schuldenschnitt.

(Quelle: Imerisia)

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