Griechenland-Krise: Wer regiert eigentlich Europa?

21. Februar 2015 / Aufrufe: 9.162

Im Rahmen des Disputs um Griechenland stellt sich die Frage, ob Europa von der deutschen Rechten oder den Mitgliedstaaten regiert wird.

Im Mittelpunkt der ausländischen Presse befand sich auch gestern Griechenland angesichts der kritischen Eurogruppe, bei der über das Schicksal des Landes, aber vielleicht auch ganz Europas entschieden werden wird.

Laut dem Journalisten Paul Maison bei Channel 4, der den Vorschlag Moscovicis ans Licht brachte, steht bei der Eurogruppe des 20 Februar 2015 nicht nur Griechenland auf dem Spiel. „Am Freitag werden wir erfahren, ob die Eurozone von der deutschen, baltischen und spanischen Rechten oder den Mitgliedstaaten regiert wird„, schrieb der britische Journalist auf seinen persönlichen Twitter-Account.

Die Kommentare zu dem deutschen Nein

Die internationale Presse zeigt sich hinsichtlich der negativen Haltung Berlins gegenüber dem griechischen Ersuchen nach einer Verlängerung gespalten.

Die deutschen wehren das Trojanische Pferd ab„, lautet der Titel des Leitartikels der Financial Times, während Reuters gemäßigt anführt, „Deutschland zögert Griechenlands Antrag auf Verlängerung der Finanzierung hinaus„. „Deutschland verweigert Griechenland zugunsten der Austerität eine ehrenhafte Kapitulation„, lautet der Titel eines Artikels in Bezug auf Griechenland im Guardian, in dem angeführt wird, „Tsipras hat bei den Diskussionen am Freitag in Brüssel den ethischen und mentalen Vorsprung„.

Die „explosivste“ Veröffentlichung kommt von der deutschen populistischen Bild-Zeitung, die sich mit ihren Titelseiten wiederholt provokativ gegen Griechenland gerichtet hat. Mit dem Titel „Deutschland sagt: wir danken Herrn Schäuble“ erschien die gestrige Ausgabe der Zeitung, die dem deutschen Finanzminister zu dem Nein gegen das griechische Verlängerungs-Ersuchen gratuliert: „Endlich hat jemand zu den Pleite-Griechen nein gesagt.

Grexit ist erneut auf dem Tapet

Während die Verhandlung in der Luft hängt und die Zeit verrinnt, ohne dass Griechenland und Europa zu einer Einigung gelangen, kehrt das Thema Grexit auf die Bühne zurück.

Nobelpreisträger Paul Krugman bringt in einem Artikel in der New York Times die Ansicht zum Ausdruck, Deutschland versuche, Griechenland zu einem Ausscheiden aus der Eurozone zu zwingen, weil die neue Regierung sich der Austeritäts-Politik zu unterwerfen weigert.

Aus den Bewegungen auf den Anleihenmärkten, aber auch der großen Investment-Häuser urteilend betont die Agentur Bloomberg, die Märkte nehmen nicht einen griechischen Bankrott und Grexit vorweg.

Das Handelsblatt vertritt, ein Grexit werde in der Eurozone ein Chaos verursachen. „Die Einführung einer neuen Währung und die Umwandlung der alten Verschuldung in diese neue Währung in Griechenland wird zu einem wirtschaftlichen Chaos führen„, erklären deutsche Volkswirte im Handelsblatt.

Auf der anderen Seite die Telegraph mit Titel: „Keine Panik: Der Himmel wird nicht herabstürzen, wenn Griechenland aus dem Euro auszuscheiden beschließt„, schätzt sie ein, „niemand weiß, was bei der Eurogruppe geschehen wird – aber es besteht eine größere Wahrscheinlichkeit als früher, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheiden und bankrott gehen wird. Die Griechen und die Deutschen weigern sich nachzugeben, und das bedeutet, dass ein völliger Bruch sehr wahrscheinlich ist„, führt die Zeitung an und betont, „es wird keinen internationalen Untergang und auch keinen Krach geben … . Es ist viel zu klein um von Bedeutung zu sein.

Der geopolitische Faktor

Europäische Politiker beharren engstirnig auf der wirtschaftlichen Position Griechenlands und ignorieren seine ungeheure geopolitische Bedeutung. Es lohnt sich, den Preis zu zahlen, Athen innerhalb der europäischen politischen Ordnung und Sicherheit zu behalten„, schreibt Marc Chandler in der Financial Times. Wie der Redakteur betont, „dürfen keine übereilten Entscheidungen getroffen werden. So bedeutend die wirtschaftlichen Themen auch sind, sie dürfen die Politiker nicht bezüglich der riesigen geopolitischen Bedeutung Griechenlands blind machen.

Und Chandler erklärt: „Es handelt sich um ein Land, das wie kein anderes den Norden mit dem Süden und den Osten mit dem Westen verbindet. Es stellt das südliche Ende der NATO dar und das Verhältnis, dass es zu Russland, Iran, China und anderen genießt, ist innerhalb der Allianz einmalig. Sogar auch wenn der Preis für die sichere Erhaltung Athens innerhalb der europäischen Ordnung und Sicherheit hoch ist, ist er es wert, gezahlt zu werden.

Griechenland ist für die Absicherung eines großen und instabilen Teils der Außengrenzen der EU verantwortlich. Und diese Rolle wird mit den in Nordafrika und im Mittleren Osten herrschenden Konflikten noch signifikanter werden„, merkt der Redakteur der Financial Times an und endet: „Es ist verständlich, dass die Politiker des übrigen Europas beunruhigt sind, dass ihre Steuerzahler verpflichtet sein werden, für die alten fiskalischen Unregelmäßigkeiten Griechenlands zu bezahlen. Sie müssen sich jedoch ebenfalls in Erinnerung rufen, dass das Land für seinen wertvollen Beitrag zur Verteidigung Europas nicht ausreichend belohnt wird.

Die verpasste Gelegenheit

Griechenland hatte eine Gelegenheit, die Eurozone zu einem besseren Funktionieren zu bringen. Es hat es verpatzt„, ist der Titel des Beitrags der Zeitschrift Economist, in dem ein ausführlicher Bericht zu den harten Verhandlungen Griechenlands – Deutschlands erfolgt. Der Artikel ist sogar von einer Skizze begleitet, in der Yanis Varoufakis eine Waffe hält und sich mit dem Euro duelliert. Im Text werden die letzten Handlungen der griechischen Regierung analysiert. Es wird betont, dass es von griechischer Seite wegen der geringen Erfahrung Fehler bei den Verlautbarungen der letzten Tage gab.

Die Zeitschrift schreibt jedoch charakteristisch, „mit etwas mehr politischem Geschick hätte Herr Tsipras Europa auf einen angenehmeren Weg drängen können“, da „die Eurozone verzweifelt eine alternative Legende gegenüber der fehlgeschlagenen Austeritäts-Politik deutscher Inspiration braucht.“ Stattdessen lastet der Artikel Alexis Tsipras Isolierung an und endet: „Mit Kleineinwänden gegen die Prolongierung der Verschuldung und ostentativen Rückschritten bei logischen Reformen hat Herr Tsipras alle entfernt, manche mehr und manche weniger. Das ist tatsächlich eine Errungenschaft.

Griechenland darf sich dem Bullying der Deutschen nicht beugen

Mit dem Begriff Bullying charakterisiert die Zeitschrift Foreign Policy den erstickenden Druck, den Deutschland auch nach seiner letzter Bekanntmachung der Absicht auf Griechenland ausübt, das revidierte Ersuchen auf eine Verlängerung des griechischen Kreditabkommens nicht akzeptieren zu werden. In dem Artikel wird Griechenland vorgeschlagen, sich nicht dem deutschen Bullying zu beugen, da sein Thema nicht nur eine ethische, sondern auch absolut wirtschaftliche Dimension hat.

(Quelle: tvxs.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Mark
    21. Februar 2015, 05:16 | #1

    JEDES MAL DAS GLEICHE, ABER ECHT EY … 2010, 2012 und jetzt 2015 schon wieder. Das Thema des Grexits wieder einmal. Wir Griechen haben eigentlich kein so großes Problem damit, in der Eurozone zu bleiben, und auch möchten wir unsere Schulden natürlich begleichen, doch mit der Finanzpolitik, die in den letzten Jahre betrieben worden ist, machten dies unmöglich. Die Mehrheit aller EU-Gelder floss an die Banken und nicht in die griechische Wirtschaft direkt. Das einfache Volk wurde vollends zerstört und wir liehen uns Geld und machten so noch mehr Schulden um alte Schulden zu begleichen = ALLES NOCH MEHR SCHULDEN ALSO.
    Aber mit der Syriza-Regierung gibt es endlich Hoffnung. Zu einem Grexit ist es doch nicht gekommen (ein logisch denkender Mensch wusste, dass dies nie passieren würde, wenn man die sehr wichtige geopolitische Lage Griechenlands bedenkt – da will man solch einen Verbündeten und auch guten Importeur schon mal als Deutschland oder EU nicht verlieren) und endlich wird es dem Volk eventuell besser ergehen. Die Würde ist ebenfalls zurückgekommen und jetzt wartet man auch innerlands auf Gerechtigkeit und ein Aufatmen des Volkes (bessere und gerechtere Steuerpolitik, Hilfe für die Krisen-Opfer), was vielleicht auch zu einem kleinen Wirtschaftswunder führen könnte und es so den Menschen besser ergeht und Europa langsam auch sein Geld zurück bekommt. Endlich gibt es eine Regierung, die für ihr Volk – zumindest bis jetzt und größtenteils – arbeitet. Mal sehen was sie so alles erzielen wird.
    Was die Deutschen angeht, sag ich als junger Grieche nur 3 Dinge: Bild-Zeitung aufhören zu lesen, Deutschenhass unsererseits gibt es nicht (ausgenommen sind eure Politiker und ein paar Nazi- und Bild-Schweine, so wie unsere auch), versucht auch Druck auf eure Regierung auszuüben, denn Merkel schaut über eure Probleme konkret weg und versucht euch mit Themen wie die Ukraine und Griechenland abzulenken (z.b. 15,5 % der Deutschen leben unter der Armutsgrenze, Arbeitslosigkeit mit steigender Tendenz, Immigrantenproblem, Wachstums- und Exportstagnierung, Haushaltkürzungen, überbesteuerte kleine und mittlere Unternehmen usw.).

  2. Petrusy
    21. Februar 2015, 10:25 | #2

    Wollt ihr wissen wer Europa politisch lenkt? Das ist die Rothschildbande, von dort kommen die Befehle über Washington DC an Die Geschäftsführung der EU! Dann weitergeleitet an unsere Geschäftsführerin der BRiD GmbH. Aber das weiß man doch oder?

  3. gr-klaus
    21. Februar 2015, 10:34 | #3

    Dem Kommentar von Mark als jungem Griechen (in D?) kann ich als alter Deutscher in GR seit 30 Jahren zusammenfassend beipflichten: „Endlich Hoffnung; endlich eine Regierung für das (kleine) Volk; endlich Hilfe für die (ärmsten) Krisen-Opfer“.
    Erste Priorität ab Mittwochmorgen ist die Bekämpfung der humanitären Krise“ (Punkt 1 der Regierungserklärung in Übersetzung des gr.blog 10.2.15). Das Wahl-Volk hat 25.1.15 die persönliche Integrität des Syriza-Kabinetts gewählt. Die klephtokratischen Strukturen der systemischen Alt-Parteien wurden abgewählt. ND + Pasok haben sich seit dem Ende der Junta 1974 wechselseitig den Staat zur eigenen Beute gemacht, das Volk ausgebeutet.

    • Mark
      21. Februar 2015, 18:31 | #4

      „In D?“. Nun ja würd sagen ein Grieche zwischen zwei Ländern irgendwie. Bin nicht halb-halb sondern bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und studiere seit ein paar Jahren in Griechenland. Deswegen kann ich mir zumeist ein besseres Bild vom ganzem Thema machen da ich es von beiden Seiten anbetrachten kann. Etwas was viele Griechen und Deutsche nicht können da sie sich gegenseitig nie mal begegneten (auch nicht im Sommer) oder als Touristen deren Länder nie gegenseitig besuchten. Solche Menschen sind häufig Target-Groups der Bild-Zeitung oder anderer GR Hasser. Das gleiche hier in GR auch was euch angeht.

  4. Falkenauge
    21. Februar 2015, 11:20 | #5

    Die Griechen haben völlig Recht, die entwürdigende Ausbeutung des Volkes einfach nicht mehr mitzumachen. Der gesamte Gesundheitsetat wurde z. B. von 14 Mrd. im Jahr 2009 um ein Drittel auf 9,5 Mrd. Euro im Jahr 2012 gesenkt mit dem Ergebnis, dass 46 der insgesamt 130 Hospitäler geschlossen, die Budgets der restlichen um 40 % gekürzt und 26.000 Bedienstete, darunter 9.100 Ärzte, entlassen werden mussten. Die Suizidrate stieg von 2008 – 2013 um 40 %, die Zahl der HIV-infizierten Drogenabhängigen um mehr als das Zwanzigfache, Die erschütterndsten Zahlen dürften die 19-prozentige Zunahme von untergewichtigen Neugeborenen zwischen 2008 und 2010, der 21-prozentige Anstieg von Totgeburten zwischen 2008 und 2011 und die Zunahme der Kindersterblichkeit um 43 % zwischen 2008 und 2010 sein.“
    Das Finanzsystem hat eine Eigendynamik entwickelt, die sich in einer abstrakten Ebene von Macht, Gesetzen und Verträgen abspielt, in der der reale Mensch nicht mehr vorkommt, Not und Leid gar nicht mehr wahrgenommen und empfunden werden. Das Geld ist dazu da, dem Wohl der Menschen zu dienen, nicht sind die Menschen dazu da, dem Geld und seinen Besitzern zu dienen und ihnen geopfert zu werden. Menschen wegen Geldschulden in noch größere Armut, fehlende medizinische Hilfeleistung und menschenunwürdiges Elend zu pressen, das Menschenleben kostet, ist mit keinem rechtlichen oder moralischen Argument zu rechtfertigen, mit keinem! Es ist Barbarei:
    Die Raubzüge des IWF in Europa

  5. Dudley
    21. Februar 2015, 11:26 | #6

    Ich hatte von den Griechen etwas mehr Kampfeswillen erwartet, so in Richtung Geschichte des Klosters Arkadi. Selbstverständlich muß Griechenland geholfen werden, aber ich sehe nur, dass den Banken außerhalb Griechenlands mit all dem Geld geholfen wird und die Griechische Bevölkerung auf hartnäckiges Betreiben Merkels und Schäubles ausblutet, was mir grundpeinlich ist. Sicherlich ist ein einiges Europa erstrebenswert, aber bitte nicht um diesen Preis und nicht nur für Wirtschaft und Politik, sondern auch zum Wohle der Bürger …

  6. hubi stendahl
    21. Februar 2015, 12:35 | #7

    Viele machen immer die gleichen Fehler bei der Bewertung der vorliegenden Problematik. Da wird lamentiert, dass ja die Banken das Geld bekommen und nicht die Wirtschaft. Da wird kolportiert, dass die Austeritätspolitik die griechische Wirtschaft vollends zerstört. Dabei werden leider Ursache und Wirkung aus den Augen verloren. Die Beschreibungen auch im Artikel sind letztlich nur Wirkungen. über die Ursache also soviel:
    Die Wachstumshysterie, die von Politikern und Wirtschaftsweisen gleichermaßen geschürt wird, beruht einzig auf der Annahme, es sei dauerhaft möglich, den wachsenden Zinsanspruch des Vermögens aus dem Wachstum des Volumens der Realwirtschaft zu befriedigen. Weil reale Wirtschaft aber eher linear wächst, während die Wachstumskurven des Geldes exponentiell verlaufen, ist die grundsätzliche Unmöglichkeit dieses Gedankens hinlänglich bekannt, wird aber dessenungeachtet von den Verantwortlichen solange geleugnet, wie die Schere zwischen Geldmengenwachstum und Leistungswachstum mit aller Gewalt noch geschlossen werden kann. Der als „Sparen“ bezeichnete Raubbau in den öffentlichen Haushalten und Sozialsystemen, den wir derzeit erleben, ist nichts als der Versuch, den Geldhunger von Zins- und Zinseszins auf Kosten des Lebensstandards der Bevölkerung zu befriedigen. Dies wird natürlich bestritten.
    Die wichtigste Ursache liegt also in unserem fehlerhaften Geldkonstrukt, das die Mafia, bestehend aus den Zentralbanken, den Geldhäusern und den gekauften Medien mithilfe korrupter Politiker bis auf´s Messer verteidigt. Deshalb sind Auslassungen von sogenannten Ökonomen nichts anderes als die Verteidigung der eigenen Vorteile und Privilegien. Das gilt leider auch für Varoufakis, dessen Lebenslauf als glühender Verehrer der Globalisierung zur Bewertung ausreicht.
    Ich wünsche den Griechen, dass sie wie vor 2500 Jahren ihr Hirn nicht mehr nur zum zählen von Geld, sondern vorallem zur Entwicklung einer neuen Ära nutzen. Dafür wäre zunächst einmal die Erkenntnis erforderlich, dass linke oder rechte politische Richtungen keine zwei Medaillen sind, sondern nur die beiden Seiten, was bedeutet, dass innerhalb dieses Geldkonstrukts nur Verteilungskämpfe stattfinden, die den Fehler der Zinsumverteilung mehr oder weniger abmildern soll. Und hier sind Tsipras und Varoufakis keinen Deut besser, als die Protagonisten in Berlin, Paris oder London. Griechenland wird weiter verarmen (ohne die angebliche Schuld Deutschlands) und den Weg gehen, den derzeit Venezuela geht. IN RICHTUNG DIKTATUR. Und das ist die Schuld der Syriza.

  7. Drusius
    21. Februar 2015, 12:57 | #8

    Die privaten Zentralbanken werden von der exterritorialen und juristisch nicht belangbaren BIZ gesteuert. Die BIZ wurde, wie alle wichtigen Banken vor einem Krieg oder sollte man sagen zur Finanzierung eines Weltkrieges, 1930 gegründet. Dahinter dürfte das Komitee der 300 und der Round Table stehen mit den CFR-Ablegern, die sich über ganz Europa ausgebreitet haben. Es geht um das gleichschalten aller Länder für die Neue Weltordnung, dazu wurden die Länder, die noch keine private Rothschild-Zentralbank hatten, auf die Liste der „Terrorstaaten“ gesetzt und sind jetzt auch mit privaten Rothschild-Zentralbanken versehen, wie z.B. Syrien im vorigen Jahr. In Griechenland gab es vermutlich noch zuviel Grund und Boden in Privathand.

  8. happy
    21. Februar 2015, 13:59 | #9

    Es geht nicht allein um Griechenland. Es geht um die Zukunft Europas. Es geht um die Errichtung eines Dauerschuldsystems aus dem Griechenland bzw. Europa NIEMALS herauskommt. Die „Rettungen“ sind keine Rettung, sie sind LEBENSLÄNGLICHE Schulden bis ins Nirvana. Europa wach auf!

  9. hope
    21. Februar 2015, 18:03 | #10

    Es geht den Bürokraten in Brüssel um die Entstaatlichung Griechenlands. Das vagabundierende Kapital wartet auf den Verkauf von Inseln und großen Ländereien, auf die Versorger. Deshalb wird Griechenland nicht entlassen und deshalb gibt es das Eurokorsett. Das Eurokorsett ist deshalb starr konstruiert, damit es auf die wirtschaftlich Schwachen Druck ausübt, bis sie implodieren. Es wäre ja ganz einfach, Gerechtigkeit herzustellen, würde parallel zum Euro als Verrechnungswährung die nationale Währung eingeführt, damit bei Bedarf reguliert abgewertet werden kann. Alle Europäer in derselben Verrechnungswährung würde Europa mehr zusammenbringen als ein Korsett. Das ist eben nicht gewollt. Der andere, schleichend eingeführte Zwang ist der Investorenschutz. Es ist erst 3 Jahrzehnte her, da war das Geld eben futsch, wenn dem Spekulanten die Dollarzeichen in den Augen rollten wegen abwegiger Zinsen und er auf CCC gesetzt hat.

  10. cource
    21. Februar 2015, 19:33 | #11

    glaubt hier tatsächlich jemand, dass die an die öffentlichkeit gelangten informationen die ausschlaggebenden sind –ich hoffe mal nicht–also gebt bitte mit euren kommentaren, dem volk nicht das gefühl, dass wir noch demokratische verhältnisse haben

  11. Maria
    12. Juli 2015, 02:05 | #12

    Ich heisse Maria. Ich bin eine 26-jaehrige Griechin und beobachte das aktuelle Geschehen mit grossem Interesse und Eifer, weil ich mich fuer die Zukunft meiner Heimat interessiere. Am 25. Januar 2015 habe ich fuer die heutige Regierung gestimmt und bin davon ueberzeugt, dass ich mich dafuer mit richtigem Kriterium entschieden habe. Das hat sich unter Beweis gestellt, sowie sich Herr Tsipras jeden Tag Muehe gibt, uns Griechen daran zu erinnern, dass wir ein stolzes Volk sind. Wir kaemften immer fuer unsere Wuerde und Ehre. Wir haben auch niemals bedingungslos oder ohne eine Art von Schlacht kapituliert. Deshalb vereinigten wir uns am 5.Juli, um ein lautstarkes „NEIN“ erklingen zu lassen. Trotz der Schwierigkeiten, auf die wir stiessen und noch stossen werden, haben wir es nicht bereut! Wir sollen auf unseren eigenen Beinen stehen. Ob Griechenland aus der Eurozone ausscheidet oder nicht, wir hoeren nicht auf, auf ein besseres Morgen zu hoffen! So sind die Griechen! Sie fuerchteten sich niemals und das wird auch nie passieren!

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