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Deutsche „Rakete“ gegen Griechenlands Beziehungen zu Russland

11. Februar 2015 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.981

Die deutsche Zeit publizierte zu einem alles andere als unverfänglichen Zeitpunkt einen merkwürdigen Artikel über Beziehungen zwischen Griechenland und Russland.

Ein recht „merkwürdiger“ Artikel, von dem gerechnet wird, dass er heftige Reaktionen hervorrufen wird, erschien am 06 Februar 2015 in der deutschen Zeitung „Die Zeit“, die ungefähr 700 vertrauliche E-Mails präsentiert, die aus einem Datendiebstahl stammen.

Die elektronischen Mitteilungen beziehen sich auf Beziehungen zwischen Griechen und Russen und der Titel des Beitrags ist bezeichnend: „Im Netz der russischen Ideologen“ und Untertitel „Mächtige Russen wollen die EU spalten und kämpfen für eine Vorherrschaft Moskaus. Wie sie die griechische Regierung beeinflussen …„.

Strategische und wirtschaftliche Alternative zu der EU

Laut der Zeitung spricht in den E-Mails ein ehemaliger Funktionär der russischen Botschaft in Athen die engen Beziehungen an, welche russische Oligarchen – wie Malofejew – und Ideologen – wie Alexander Dugin – zu signifikanten griechischen Politikern pflegen. Laut dem Artikel haben die Russen zum Ziel, als einen alternativen Vorschlag gegenüber der EU strategische und ideologische Allianzen mit europäischen Entscheidungsträgern einzugehen. Die „gehackten“ E-Mails liefern Informationen darüber, wie anti-europäische russische Ideologen Kontakte aufnehmen und Politiker in EU-Ländern zu beeinflussen versuchen. Ganz oben auf der Liste ist der Vorsitzende der Unabhängigen Hellenen (ANEL) und neue griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos enthalten. Das Dokument mit Titel „finale Liste der Griechen“ umfasst 90 Namen.

Zusammen mit dem Namen des Panos Kammenos erscheinen Namen von Rechtsanwälten Unternehmern und Politikern. Die gestohlenen E-Mails stammen aus dem elektronischen Postfach des Georgi Gawrisch, der dem engen Kreis des Russen Alexander Dugin, sprich des Ideologen des neu-eurasischen Russlands angehört, der von 2009 bis 2013 als 3. Sekretär der russischen Botschaft in Athen bedienstet war. In diesem Zeitraum schuf er in Griechenland ein großes Netzwerk mit vielen bis hin zu Mitarbeitern der amerikanischen Botschaft reichenden Personen, Unternehmern, Journalisten und unterhielt laut der Zeitung Kontakte sowohl zu der SYRIZA als auch den ANEL. Laut der Zeit suchte Garwisch auch bei der rechtsextremistischen Chrysi Avgi bzw. Goldenen Morgenröte nach „Freunden“.

Welches Land steht Griechenland am nächsten?

Im Februar 2014 fügte Dugin einer E-Mail an Gawrisch eine Liste mit Personen bei, die in der Lage sein würden, einen „Elite-Club“ oder „eine Gruppe zur Beeinflussung der Berichterstattung zu Gunsten Russlands“ zu bilden. Laut der E-Mail trafen sich mit diesen Personen Dugin persönlich oder jemand seiner Vertreter.

Signifikant ist gemäß der deutschen Zeitung „Die Zeit“ der Kontakt Dugins auch zu dem heutigen Außenminister Nikos Kotzias. Die deutsche Zeitung schreibt, Kotzias habe viele Arbeiten in Auftrag gegeben, in denen die Beziehung des griechischen Volkes in Bezug auf Russland analysiert wird, und die er danach im Juni 2013 direkt an Garwisch schickte.

In einer Erhebung mit der Frage: „Welches Land steht Griechenland am nächsten“ wird für das Jahr 2012 verzeichnet, dass fast 40% annehmen, Russland sei der größte Freund Griechenlands, 24% nennen Frankreich und etwas über 1% Deutschland. Kotzias schrieb als Schlussfolgerung: „Russland ist für die Griechen ein möglicher strategischer und wirtschaftlicher Verbündeter, den sie respektieren und relativ gut kennen.

(Quellen: Imerisia, Im Netz der russischen Ideologen)

Relevante Beiträge:

  1. PavelTrojan
    11. Februar 2015, 10:47 | #1

    Lasst doch die Griechen und Russen machen was sie wollen.
    Griechenland hat nicht umsonst so eine Regierung gewählt. Ich kann mir vorstellen, dass sie die Schnauze voll haben von der EUSA …
    Dazu sei gesagt, dass ich es sogar gut finden würde wenn Griechenland mit Russland (+China) gute Kontakte pflegen würden. Mein Gott wir leben in einer Welt alle zusammen, da kann jedes Land selbst entscheiden… merkt man denn nicht wie abhängig wir hier in der EU von der EU und der USA langsam sind? Traurig …

  2. Ronald
    11. Februar 2015, 14:57 | #2

    Die ganze Diskussion um den Schuldenschnitt, den Grexit, die Fortführung des Sparprogramms zu Lasten des griechischen Volkes ist nur ein zwischen Merkel, Steinmeier und den Falken im US-Senat abgekartertes Spiel um Griechenland in die Arme der Russen zu treiben. Hierdurch hoffen die Beteiligten die finanzielle Leistungsfähigkeit und damit die Wirtschaft der Russischen Föderation nachhaltiger zu schädigen, als es Wirtschaftssanktionen jemals könnten.

  3. LiFe
    11. Februar 2015, 21:13 | #3

    Ohne Ressentiments gegen Russland hegen zu wollen, aber ein Land wie Griechenland, das einige Jahre Sparprogramme umgesetzt hatte sollte sich schon gründlich überlegen, ob es sich von einer Abhängigkeit in die nächste manövrieren möchte. Besser zwei Schritte zurück als Schritte nach vorne ins ungewisse. Tsirpas und Varoufakis können Ideen entwickeln, aber Mut zu Zugeständnisse, wenn diese sich nicht erfüllen lassen wäre schon angebracht. Es verliert niemand sein Gesicht, wenn Optionen gestrichen werden müssen. Eitelkeit ist m. E. völlig fehl am Platz. Die Lage ist ernst, auch Russland hat Probleme und ich denke die größeren Sorgen hat Griechenland. Ich begreife nicht, warum Reeder und andere Entreprenneur nicht über ihre Schatten springen können / wollen, um Schwung im eigenen Land zu bringen.

  4. george
    13. März 2015, 15:08 | #4

    griechenland ist reich an gas und erdöl und das ist fakt! das sind die hauptgründe warum man griechenland wirtschaftlich in einem chaos gebracht hat. deutschland erhofft sich alles zum spotpreis zu erkaufen, flughäfen u.s.w. aber wenn die neuen politiker eier haben, dann tun die sich mit den russen und anderen brics länder zusammen tun. raus aus dem euro nato geschwür!

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