Dijsselbloem signalisiert konstruktive Zusammenarbeit mit Griechenland

1. Januar 2015 / Aufrufe: 782

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sieht eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Regierung in Griechenland.

Nach dem Misslingen der Wahl eines neuen Staatspräsidenten durch das Parlament und der Ausrufung vorgezogener Neuwahlen schickte der Leiter der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, ein Signal zur Zusammenarbeit mit der neuen griechischen Regierung.

Nach einem Kommentar zu den politischen Entwicklungen in Griechenland gefragt brachte Dijsselbloem die Hoffnung zum Ausdruck, mit der neuen griechischen Regierung werde es eine konstruktive Zusammenarbeit geben.

Moscovici: Griechenland muss sich zum Verbleib in Europa verpflichten

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici schritt dagegen zu einer neuen Intervention und meinte, „Griechenland hat sich zu verpflichten, in Europa zu bleiben und die konjunkturellen Reformen stützen, um innerhalb der Eurozone wieder gedeihen zu können„. Zu den Wahlen meinte er, „mittels dieses demokratischen Verfahrens wird das griechische Volk wieder einmal über seine Zukunft entscheiden„.

Die starke Polarisierung in Europa und die breitere Unterstützung der griechischen Wähler und der Politiker für den notwendigen Reformprozess zugunsten des Aufschwungs wird substantiell sein, damit Griechenland innerhalb der Eurozone wieder blüht und gedeiht„, wird in der Bekanntmachung des EU-Kommissars angefügt.

(Quelle: tvxs.gr)

  1. GR-Block
    1. Januar 2015, 16:36 | #1

    Endlich … nach 5 Jahren destruktiver Zusammenarbeit zwischen Athen und Brüssel …
    Dijsselbloem signalisiert konstruktive Zusammenarbeit mit Griechenland“ – Aha, da ist der Herr Kommissar seiner Zeit voraus – „Griechenland muss sich zum Verbleib in Europa verpflichten“ – nämlich genau um vier Monate. April, April!

    • PeterPoly
      1. Januar 2015, 17:58 | #2

      Die Äußerungen seitens der EU sollte jedem vernünftigem Wähler innerhalb der EU doch zu denken geben. Kam jetzt plötzlich die Erleuchtung? Ich glaube eher das die Zeichen der Zeit für sich sprechen! Es wird jetzt alles versucht werden um die Finanzmafia und die eigenen Pfründe zu schützen. Politische Wendehälse, die nicht sauber sind, gab es immer und wird es immer geben. Das wichtige dabei ist, das diese sich jetzt in der Defensive befinden. Entweder sie gestehen ihrem Wahlvolk all die Schweinereien ein, die gelaufen sind, oder sie werden durch die Entscheidung des Wählers dazu gezwungen. Und zwar so, das selbst der dümmste begreift, was da seit Einführung des Euros gelaufen ist.
      Es ist nicht korrekt, wenn man jetzt Frau Merkel und Ihre Marionetten für den jetzigen Zustand beschuldigt – sie sind doch von vielen narkotisierten Wählern in D gewählt
      worden. Wen wundert es dann, das diese gewählten Politiker genau das machen, was Politiker immer machen – nämlich das vor der Wahl Versprochene zu brechen. Das griechische Volk hat jetzt die Möglichkeit, zukunftorientiert zu wählen. Ich für meinen Teil wünsche Herr Tsipras einen Wahlerfolg mit überwältigender Mehrheit. Manchmal braucht es eben den sogenannten Wink mit dem Zaunpfahl um den Stein ins Rollen zu bringen.
      Ich wünsche allen EU Bürgern ein stabiles und humanes 2015.

  2. Ronald
    1. Januar 2015, 20:26 | #3

    Dass der Chef der Eurogruppe mit der Regierung eines EU-Mitgliedsstaates zusammenarbeiten will, ist doch wohl selbstverständlich. Wenn das der Kommentar Dijsselbloems zu den politischen Entwicklungen in Griechenland ist, muss man einfach konstatieren: „Er hat nichts gesagt“ wer da etwas hereininterpretieren will: Viel Erfolg …

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