if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Kinderarmut in Griechenland bei 40 Prozent

22. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.488

Laut dem Ombudsmann für die Rechte des Kindes sind in Griechenland fast 40 Prozent aller Kinder von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht.

Beunruhigend sind die Ergebnisse einer Untersuchung des Ombudsmann für die Rechte des Kindes, die zeigt, dass der Anteil der Kinder in Griechenland, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, 40% tangiert. Weiter zeigt die Untersuchung, dass immer mehr Familien für die Ernährung ihrer Kinder Zuflucht bei Heimstrukturen suchen.

Über diese Fakten informierte den ständigen parlamentarischen Sonderausschuss für Gleichberechtigung der Jugendlichen und Menschenrechte der griechische Kinderombudsmann Giorgos Moschos.

Kinderarmut in Griechenland gilt als bedrohliches Phänomen

In diesem Klima gibt es inzwischen viele Eltern, die sich an verschiedene Einrichtungen wenden und ihr Unvermögen erklären, ihre Kinder zu ernähren, und um die Unterbringung sogar auch nebst Übernachtung oder zumindest tagsüber bitten, also die Betreuung ihrer Kinder und deren Rückkehr nach Hause zum Schlafen.

Für die Kinder ist es wichtig, aus Gründen der Armut nicht aus der Familie entfernt zu werden. Wir müssen andere Mechanismen zur Stützung der Familie aktivieren, die nicht vermag, wirtschaftlich über die Runden zu kommen, und das System der Pflegefamilien stärken, damit die Kinder in einem Familienumfeld leben, anstatt das Heimwesen voranzustellen„, sagte Herr Moschos und führte an: „Wir müssen auf jeden Fall die Pflegeunterbringung und den Prozess des Abbaus des Heimwesens, die Schaffung von Unterkünften für Kinder mit psychologischen Problemen und Kinder mit deliktischem Verhalten betrachten.

Der Kinder-Ombudsmann hat bereits mit der Erfassung der Kinder begonnen, die derzeit in Heimen leben, deren Anzahl 3.000 zu erreichen scheint, ohne dass darin die Kinder umfasst sind, die aus Gründen der Armut in Heimen leben. Wird auch diese Kategorie hinzugezählt, ist die Anzahl sehr viel größer.

Aufzeigend für die wirtschaftliche und humanitäre Krise sind Daten, auf die sich in dem Parlamentsausschuss die DIMAR-Abgeordnete Maria Repousi bezog und die zeigen, dass die Hatzikyriakio-Stiftung sich derzeit außer Stande erklärt, den von Familien gestellten Anträgen auf armutsbedingte Unterbringung ihrer Kinder nachzukommen, und zwar nicht nur wegen der Unterfinanzierung, sondern auch wegen des gestiegenen Rhythmus, mit dem sich Eltern an die Leitung der Stiftung wenden.

Immer mehr Kinder bekommen keine Schutzimpfungen

Der Ombudsmann für die Rechte des Kindes stellt die Notwendigkeit zur Aktivierung der Sozialämter der Kommunen bzw. lokalen Selbstverwaltung (OTA) in den Vordergrund und warnt, ernsthafte Dimensionen nehme auch das Phänomen an, gemäß dem heutzutage immer mehr Kinder nicht mehr geimpft werden – mit der Gefahr, dass wir in Griechenland  wieder Krankheiten sehen werden, die ausgerottet worden waren. Das Problem wird hauptsächlich bei Kindern von Roma und Immigranten lokalisiert, scheint jedoch auch in den Fällen Dimensionen angenommen zu haben, wo die Eltern die Impfstoffe nicht zu kaufen vermögen.

Bei der Sitzung des parlamentarischen Ausschusses informierte der Generalsekretär für Transparenz und Menschenrechte, Giorgos Sourlas, die Abgeordneten über die Koordinierung der Schritte mit Ziel die Ausarbeitung eines nationalen Aktionsplans für die Rechte der Kinder. An der im Januar 2015 zum Abschluss kommenden Beratung nehmen alle Ministerien mit in Themen der Menschenrechte und Rechte der Kinder spezialisierten Wissenschaftlern als Vertreter, unabhängige Behörden, Nicht-Regierungsorganisationen und der Ombudsmann der Kinder teil.

Die Position, die Rechte der Kinder erfordern eine eigenständige wissenschaftlich Körperschaft, brachte der Vorsitzende des griechischen nationalen Gremiums der UNICEF, Lampros Kanellopoulos, zum Ausdruck, der anführte, die wirtschaftliche und humanitäre Krise in Griechenland habe eine unkontrollierbare Dimension angenommen. In diesem Klima kommt auch die Zunahme des Phänomens der Kinderprostitution und der Ausnutzung von Kindern hinzu, das inzwischen Europa und Griechenland umarmt. Wie Herr Kanellopoulos anführte, ist die Tatsache beunruhigend, dass es in Griechenland kein konkretes Forschungs- und Studienzentrum für diese Vorfälle gibt.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. LiFe
    23. Dezember 2014, 20:48 | #1

    Ich denke, die Hatzikyiriakio-Stiftung sollte auf internationaler Ebene arbeiten. Ich bin auf die Seite gegangen und ich kann kein Griechisch lesen. Ich denke, sogar Griechen der 3. und 4. Generation, die in London und New York leben, können auch kein Griechisch lesen. Armut der Kinder in Griechenland ist ein europäisches Anliegen, die allen von Bürger der EU und Politiker angehen sollte. Kinderarmut hat in Europa seit der Finanzkrise 2008 zugenommen. Allein in Berlin sollen nach einem mir letzten bekannten Stand 30 % der Kinder von Armut betroffen sein. Wenn niemand von der Armut der Kinder erfährt, so wird Armut stetig wachsen. Kinder können keine Initiative gegen ihre Armut ergreifen. Kinder sind auf Gedeih und Verderb auf Handeln von Erwachsenen angewiesen, die etwa dagegen tun.

Kommentare sind geschlossen