Burger King wirft Auge auf Griechenland

8. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.623

Die zweitgrößte US-amerikanische Fastfood-Kette Burger King plant ein aggressives Eindringen auch in den Markt in Griechenland.

Den Blick auch auf den griechischen gerichtet haben die aggressiven Erweiterungspläne der US-amerikanischen Kette Burger King, von der die Gründung eines Konsortiums mit der Firmierung Burger King SEE SA bekannt gegeben wurde, das die Entwicklung der Marke in Italien, Polen, Griechenland und Rumänien übernehmen wird.

Spezieller hat die Burger King SEE SA einen langfristigen „Master Franchise Vertrag“ unterzeichnet und die Franchise-Rechte in allen diesen Ländern inne, wobei sie in diesen – unter Ausnahme von Griechenland – bereits präsent ist.

Griechische Ketten haben sich als mächtige Gegner erwiesen

Jose Cil, geschäftsführender Vorstand der Burger King Worldwide in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika, sprach mit Begeisterung über seine Entscheidung, die Marke in Zusammenarbeit mit dem seit über 18 Jahren der Burger-King-Familie angehörenden CEO der Burger King SEE SA, Leo Leon, in Griechenland einzuführen.

In den Plänen der Gesellschaft liegt die aggressive Entwicklung der Marke in dem gesamten Spektrum Süd- und Osteuropas, bei Schaffung von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen in fünf bis sieben Jahren. Natürlich stellt für sie sowohl das Eindringen in den griechischen Markt, wo die einheimischen Formationen sich als außerordentlich mächtige Gegner multinationaler Kolosse erwiesen haben, aber auch in die übrigen Märkte, wo praktisch eine Neuplatzierung der Marke angestrebt wird, eine Wette dar.

Aufzeigend sei in Erinnerung gerufen, dass in Rumänien die letzten King Burger 2012 von der damals die Franchise-Rechte inne habenden Atlantic Restaurant System geschlossen wurden. Weiter sei angemerkt, dass die 1954 gegründete Burger King mit über 14.000 Standorten die zweitgrößte Fast-Food-Kette in den USA ist, während sie vor wenigen Monaten in einem Versuch, die weltweit drittgrößte Fast-Food-Kette zu werden, den Aufkauf der Tim Hortons für 11 Mrd. Dollar vereinbarte.

(Quelle: Naftemporiki)

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  1. GR-Block
    8. Dezember 2014, 03:45 | #1

    … bei Schaffung von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen in fünf bis sieben Jahren.“ – Hm, mal sehen, ob der griechische Imbissbudenbesitzer jetzt in der Krise seinen Laden schließen und lieber als Küchenjunge bei Burger King arbeiten möchte. Jedenfalls konnte der Platzhirsch McDonalds dies in der Vergangenheit nicht erreichen. Ich glaube, es wird auch jetzt nicht klappen. Solange Fleisch, Brot, Salat diese gleichbleibend internationale „Qualität“ haben, bleibt der Grieche wohl lieber bei Souvlaki und Gyros. Wetten?

  2. Ottfried Storz
    8. Dezember 2014, 13:35 | #2

    Seitdem 2010 die Beteiligungsgesellschaft 3G Capital die Burger King-Mehrheit übernommen hat, wurden massiv unternehmenseigene Restaurants an Franchisenehmer verkauft. Dies geschah zur Maximierung der Eigenkapitalrendite (ROCE). Expansion findet daher ebenfalls fast nur über Franchisenehmer statt. Ich gehe jedoch jede Wette ein, dass sich in Griechenland kaum Menschen finden, die so ein hohes Finanzrisiko eingehen, Burger King-Restaurants zu eröffnen.

  3. VD
    8. Dezember 2014, 17:47 | #3

    Wer braucht in GRC McDonald bzw. Burger King. Wir waren am WE in einem neu aufgemachten „Souvlistas“ in Glyfada. Dürfte ähnlich mit Franchise-Unternehmen (s. McDonald) funktionieren, weiß es aber nicht genau. Was uns sehr verwundert hat, war das „Souvlistas“ in Sachen Qualität und Quantität nochmal besser war als unsere Tavernaki um die Ecke und nochmal etwas günstiger, was kaum vorstellbar war. Aufgrund des hohen Anteils von kleineren Tavernen ist bei uns ein regelrechter Preiskrieg entbrannt. Ein Gyros-Pita kostet im Normalfall 2,- EUR und da habe ich im Gegensatz zu einem Plastik-Burger etwas in der Hand und bin nach dem Essen auch satt.

  4. Ottfried Storz
    9. Dezember 2014, 14:45 | #4

    Die Diskussion, ob man die Burgerbuden McDonalds oder Burger King „braucht“, ist überflüssig. Diese Frage beantwortet der Markt. Genausowenig „braucht“ Griechenland weitere Boutiquen. Asien „braucht“ keine Burgerbuden, denn man kann sich deutlich preiswerterer und leckerer an jeder Ecke ernähren. Trotzdem gibt es auch dort tausende Burgerbuden.

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