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Zweite Fremdsprache gilt in Griechenland als Muss

13. November 2014 / Aufrufe: 1.774

Die Kenntnis einer zweiten Fremdsprache neben Englisch ist in Griechenland ein Muss, zumal Arbeitgeber Sprachkenntnisse zum Teil höher als IT-Kenntnisse bewerten.

Lernt Französisch, Deutsch, Arabisch, Türkisch, Spanisch, Rumänisch, Koreanisch, Chinesisch … . Praktisch ist das, was die Unternehmen hinsichtlich der Fremdsprachen von ihren Beschäftigten verlangen, die gute Kenntnis einer zweiten Fremdsprache. Und dies, weil die Kenntnis des Englischen in dem globalisierten Umfeld nicht nur bezüglich der Verwendung im beruflichen Raum, sondern auch für Informierung, Reisen und unserer aller Vernetzung im Internet als selbstverständlich gilt.

Vor dieser Forderung der Epoche präsentiert sich das griechische Bildungssystem als mangelhaft. Wie in einer paneuropäischen Untersuchung verzeichnet wurde, verlassen nur vier von zehn griechischen Schülern das Gymnasium mit zufriedenstellenden sprachlichen Fertigkeiten in der ersten und nur gerade einmal ein Viertel in der zweiten Fremdsprache. Laut Panagiotis Elevantis, Leiter der Übersetzungsabteilung der Delegation der Europäischen Kommission in Athen, vermögen im selben Moment 50% der Griechen keine fremde Sprache zu lesen, während die Effizienz der Erlernung einer fremden Sprache an den öffentlichen Schulen mit 15% bewertet wird, gegenüber 65% bei privaten Trägern.

Französisch und Deutsch gelten als wichtigste Zweitfremdsprachen

Spezieller führte die Abteilung für Internationale und Europäische Studiengänge der Schule für Wirtschafts-, Unternehmens- und internationale Studiengänge der Universität Piräus in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Übersetzungen der Europäischen Kommission eine Untersuchung zur Ermittlung der Bedürfnisse der Unternehmen hinsichtlich der sprachlichen Kenntnisse der Arbeitnehmer durch.

Bei der Untersuchung antworteten Vertreter rein griechischer (67%) und internationaler (33%) Unternehmen in Griechenland. Gemäß den Ergebnissen, die von der „Kathimerini“ präsentiert und am 08 November 2014 im Rahmen der Konferenz „Über die Zukunft der Sprachberufe“ veröffentlicht wurden, wird eine zweite Fremdsprache von den griechischen Unternehmen für erforderlich gehalten, wobei deren Vertreter Französisch und Deutsch (mit 18% und 17% der entsprechenden Antworten) favorisieren, gefolgt von anderen Sprachen wie Arabisch, Koreanisch, Chinesisch.

51% der Unternehmen sind Fremdsprachen wichtiger als IT-Kenntnisse

Eine von zwei Firmen (konkret 51%) betrachtet die Kenntnis fremder Sprachen als die am meisten erforderliche Qualifizierung eines Arbeitnehmers, gefolgt von Informatik-Kenntnissen (mit einem Anteil von knapp 25% der Antworten). Zwei von drei Firmen (Anteil von 67%) bewerten das Niveau eines jeden Angestellten hinsichtlich der Beherrschung einer Fremdsprache anhand des Kriteriums der jeweils vorhandenen Bescheinigungen über Fremdsprachenkenntnisse (Proficiency, Toefl, Zertifikat Deutsch u. a.), wogegen 19% der Unternehmen ein akademisches Abschlusszeugnis einer Abteilung für Fremdsprachen und 13% eine Bescheinigung über Unterricht in fremdsprachiger Terminologie auf pro-gradualem Niveau als ausreichenden Qualifikationsnachweis bewerten.

Hinsichtlich der mehrsprachigen Fertigkeiten verlangen die Firmen von ihren Angestellten grundsätzlich, in einer Fremdsprache lesen und schreiben zu können. Da jedoch die Terminologie in Bezug auf den Unternehmensgegenstand erforderlich ist, bemühen sich bereits viele Universitäten, die Sprachfähigkeiten ihrer Studenten zu stärken. Beispielsweise gibt es an der Universität Athen das Lehrerfortbildungsinstitut für Fremdsprachen, während die Schule für Wirtschafts-, Internationale und Unternehmens-Studiengänge der Universität Piräus den Studenten Englisch, Französisch, Deutsch, Arabisch und Chinesisch mit Schwerpunkt auf der Terminologie internationaler Beziehungen und des Handels anbietet.

Die eingangs erwähnte Konferenz fand von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr in den Einrichtungen der Universität Piräus (Karaoli & Dimitriou 80, Piräus) statt, und laut den Organisatoren waren Vertreter aus allen Kategorien der Sprachberufe eingeladen worden (Übersetzer aus dem allgemeinen öffentlichen Sektor und den institutionellen Organen der EU und von Übersetzungs- und Dolmetscher-Agenturen, Übersetzer technischer und literarischer Texte, Untertitel-Übersetzer und „Lokalisierer“, Informatik-Sprachwissenschaftler, Hersteller bzw. Repräsentanten für Übersetzungs-Tools).

(Quelle: Kathimerini)

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