Griechenland geht gegen Lotterie-Geldwäsche vor

25. November 2014 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 599

Zur Bekämpfung der Geldwäsche müssen sich in Griechenland auch Empfänger geringfügiger und fortan nur noch per Bank auszuzahlender Lotteriegewinne ausweisen.

Das Gremium für Beaufsichtigung und Kontrolle von (Glück-) Spielen gebietet der „Wäsche schmutzigen Geldes“ mittels diverser Glückspiele Einhalt, indem es als Voraussetzung für die Auszahlung die Vorlage eines Personalausweises einführt.

Wie der Generalsekretär für Transparenz, Giorgos Sourlas, anführte, kann sich mit der neuen Regelung niemand mehr Gewinne aus Glückspielen auszahlen lassen, ohne seinen Namen bekannt zu geben, da die Auszahlung per Bank erfolgt, während parallel das Phänomen der „Geldwäsche“ mit den „anonymen“ Losen mit geringen Gewinnen unterhalb eines konkreten Betrags bekämpft wird, da für diese (Gewinne) fortan keine Gewinnbescheinigung mehr ausgestellt werden wird.

Kleingewinne lohnen sich nicht mehr …

Für „umtriebige“ Spezies macht es folglich keinen Sinn mehr, als Gewinner jährlich hunderter oder gar tausender solcher (auf welche Weise auch immer in ihren Besitz gelangter) „anonymer“ Lose mit niedrigen Gewinnen aufzutreten, wie es gemäß den offiziellen Angaben für das Jahr 2013 geschah. In dieser Auflistung werden unter anderem die zehn „Spieler“ mit den meisten (insgesamt 39.333) deklarierten Gewinnlosen präsentiert, für die Gewinnbescheinigungen verlangt wurden, wobei der „Champion“ sogar mit sage und schreibe 8.654 Gewinnlosen erscheint!

Andererseits wird damit jedoch fortan auch „realen“ Gewinnern kleinerer Lotteriegewinne verwehrt, sich diese nach dem Motto „Kleinvieh macht schließlich auch Mist“ bescheinigen lassen und in ihren Steuererklärungen geltend machen zu können. Wer also hin und wieder einen Hunderter im Lotto, Toto oder sonst einem (legalen) Glückspiel „abgreift“, sollte sich darauf einstellen, abgesehen von einer – praktisch durch die Hintertür eingeführten – bis zu 50%igen Besteuerung seines „Vermögenszuwachses“ schlimmstenfalls auch noch von der Steuerfahndung ins Visier genommen zu werden …

(Quelle: in.gr)

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