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Archiv für November, 2014

Neue Provokation der Troika in Griechenland!

30. November 2014 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 1.348 1 Kommentar

Die Troika brüskierte Griechenland erneut, indem sie der Regierung ein laminiertes Memorandum zuschickte, damit es nicht alle Nase lang zerrissen wird!

Bei der griechischen Regierung herrscht in den letzten Stunden intensives Missfallen, da im Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) gestern ein neues Exemplar der Vereinbarung mit den Gläubigern mit der Anmerkung eintraf, es habe „technische Verbesserungen“ erfahren um nicht zu verschleißen.

Reißfeste laminierte Ausgabe des Memorandums für Griechenland
Das neue technisch verbesserte Memorandum traf in vielen Farben ein, damit jeder politische Führer sich den am besten zu ihm passenden Farbton aussuchen kann.


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Mammut-Prozess wegen Siemens-Schmiergeldern in Griechenland

29. November 2014 / Aktualisiert: 02. Februar 2017 / Aufrufe: 1.434 3 Kommentare

Nach jahrelangen Ermittlungen in der bekannten Siemens-Schmiergeldaffäre soll nun in Griechenland gegen 64 Beschuldigte, darunter 17 Deutsche,  Anklage erhoben werden.

Der Staatsanwalt „zeigt“ wegen des aufsehenerregenden Siemens-Falls in Griechenland vierundsechzig Beschuldigten die Anklagebank der dreisitzigen Strafkammer des Berufungsstrafgerichts. Damit die staatsanwaltschaftlichen Behörden zu ihrem endgültigen Bericht gelangen, waren acht Jahre dauernde Ermittlungen und die Öffnung hunderter „verdächtiger“ Bankkonten nötig.

Es handelt sich um einen Antrag, der 2.368 Seiten zählt, der es bedurfte, um die labyrinthischen Wege des Schmiergelds für den Vertrag Nr. 8002 der deutschen Firma mit der griechischen Telekommunikationsgesellschaft OTE wiederzugeben, das auf über 69.942.000 Euro geschätzt wird – also so viel, wie auch der Schaden veranschlagt wird, den der griechische Fiskus erlitt.
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Griechenland: Was die Sackgasse mit der Troika verbirgt

29. November 2014 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.466 Kommentare ausgeschaltet

Mit ihrer Anklammerung an Berlin hat die Regierung Griechenlands es geschafft, ohne jegliche Verbündete mit der Troika verhandeln zu müssen.

Sogar auch nach „Paris No 2“ erinnern die festgefahrenen Gespräche der griechischen Regierung mit der Troika eher an ein Theater der Absurditäten und nicht an ernsthafte internationale Verhandlungen.

Das Beharren der Troika auf außerordentlich unheilverkündenden Prognosen bezüglich der volkswirtschaftlichen Lücke des Jahres 2015 erweist sich bisher als unüberwindliches Hindernis für eine Einigung, und die wenigsten begreifen die Haltung der Kontrolleure. Diejenigen, die über die Hintergründe Bescheid wissen, meinen jedoch, die Erklärung für das ganze Geschehen seien in Washington zu suchen.
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Griechenland: Lässt Merkel Samaras fallen?

28. November 2014 / Aufrufe: 1.693 5 Kommentare

Weder den IWF noch Berlin scheinen die politischen Entwicklungen in Griechenland zu kümmern, die ihre harte Linie in den Verhandlungen mit der Troika auslösen könnte.

Nach der Sackgasse bei den Verhandlungen in Paris und der weiterhin beibehaltenen harten Haltung der Gläubiger hinsichtlich ihrer Forderungen an Griechenland versucht die griechische Regierung die Strategie für den „Tag danach“ festzulegen.

Nach auch der morgendlichen Konferenz Samaras – Venizelos am 27 November 2014 scheint, dass die Regierung Samaras sich auf zwei Verhandlungsachsen bewegen wird, wobei die Möglichkeit der (als „technisch“ getauften) Verlängerung des Memorandums um einige Wochen etwas ist, das im Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) akzeptiert zu werden scheint.
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Der stille Putsch der Troika in Griechenland

28. November 2014 / Aktualisiert: 12. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.574 Kommentare ausgeschaltet

Der deutsche Journalist Jürgen Roth beschuldigt die Troika sozialer Analgesie und erpresserischer Handhabungen in Griechenland und den übrigen Krisenländern.

Als „Stillen Putsch der Troika“ bezeichnet in seinem jüngst in der vierten Auflage erschienenen gleichnamigen Buch der deutsche Journalist Jürgen Roth die Intervention der Troika in Griechenland und den anderen Krisenländern.

Wenn ich ’stiller Putsch‘ sage, meine ich, dass ohne demokratische Legitimierung, ohne die Beteiligung der Bevölkerung an den Verfahren Änderungen in einem politischen und gesellschaftlichen System erfolgen. Ich sprach ich mit vielen Wissenschaftlern und Gewerkschaftlern, bevor ich zu dem Begriff ’stiller Putsch‘ gelangte, und alle sagten mir, dass es sich um einen solchen handelt, dass dies praktisch in den letzten Jahren in Griechenland, Portugal, Spanien stattfindet. Eine Änderung in selbiger Gesellschaft„, betont – wie von der Deutschen Welle berichtet – der deutsche Journalist.
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Alte Moped-Führerscheine in Griechenland werden ungültig

27. November 2014 / Aktualisiert: 14. Januar 2015 / Aufrufe: 880 1 Kommentar

Die von der Verkehrspolizei in Griechenland ausgestellten alten Moped-Führerscheine verlieren im Januar 2015 ihre Gültigkeit.

Inhaber von Moped-Führerscheinen, die noch von den Dienststellen der Verkehrspolizei der griechischen Polizei ausgestellt wurden, müssen innerhalb von zwei Jahren ab dem Inkrafttreten des Präsidialdekrets PD 51/2012 (also bis zum 18-01-2015) die in Rede stehenden Führerscheine bei den zuständigen Verkehrsämtern zum Umtausch gegen ein neues Dokument einreichen, wobei nur die Gebühr für dessen Ausdruck zu entrichten ist.

Somit müssen die alten Moped-Führerscheine (Άδεια οδήγησης μοτοποδηλάτου), die von den Abteilungen der Verkehrspolizei der griechischen Polizei ausgestellt worden sind, gegen die neuen Führerscheindokumente umgetauscht werden, die nunmehr von der „Direktion für Verkehrs- und Kommunikationswesen“ ausgestellt werden.
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Griechenland: Waffen, Schmiergelder, Erpressungen und Verschuldung

27. November 2014 / Aufrufe: 2.568 3 Kommentare

Im Vorfeld wahrscheinlicher Neuwahlen in Griechenland scheint den Politikern ihre Erpressbarkeit vor Augen geführt werden zu sollen, um sie von Flausen abzuhalten.

Es ist ein Zusammentreffen, das nicht unbemerkt abgehakt werden darf: der Fall des (ehemaligen Verteidigungsministers) Akis Tsochatzopoulos „schlug“ kurz vor den Wahlen des Jahres 2012 ein. In einer Epoche, in der es (wieder) nach Wahlen riecht, „platzt“ auch der Fall des Georgios Karatzaferis. (Anmerkung: gegen den Vorsitzenden der LAOS Partei wird neuerdings – sprich mehr oder weniger aus heiterem Himmel – wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption in Zusammenhang mit Rüstungsprogrammen ermittelt … .)

Gleichzeitig wird genau in dieser Periode auch wieder allgemein das Thema der Rüstungs-Schmiergelder aufs Tapet gebracht. Wer bösgläubig ist und sich schwer tut, die Zufälle zu akzeptieren, würde sagen, es gehe um die Äußerung einer Erpressung, die sich in allgemeinen Linien folgendermaßen formuliert: „schau mal, was Dir passieren könnte …
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Warnung vor Antibiotika-Missbrauch in Griechenland

26. November 2014 / Aufrufe: 3.836 1 Kommentar

Bei dem Konsum von Antibiotika liegt Griechenland in ganz Europa auf dem ersten Platz, gefolgt von Frankreich und Italien.

Griechenland wird bei der Resistenz vieler Bakterien gegen Antibiotika zum „Champion“ Europas erklärt und es ist absolut notwendig, dass es umgehend eine richtige Informierung und Verhaltensanpassung sowohl der Patienten als auch der Ärzte gibt, da anderenfalls Menschen hilflos durch Superbakterien sterben werden, die nicht „gezähmt“ werden können.

Dieses düstere Bild umreißt der – Daten aus 30 europäischen Ländern, darunter auch Griechenland umfassende – letzte Bericht des Europäischen Zentrums für Prävention von Krankheiten in Zusammenhang mit der Resistenz der Mikroben gegen die Antibiotika. Im Gespräch mit der Zeitung „Vima“ betont der Generaldirektor des ECDC, Dr. Marc Sprenger, Griechenland zeige bezüglich gefährlicher Bakterien wie Escherichia coli (E.coli), aber auch Klebsiella pneumoniaeein im Vergleich zu dem übrigen Europa ein Bild größerer Resistenz, was äußerst beunruhigend ist.
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Griechenland: Samaras droht Gläubigern mit Tsipras

26. November 2014 / Aufrufe: 1.338 3 Kommentare

Premierminister Samaras stellt die Gläubiger Griechenlands wieder vor das Dilemma, entweder Verständnis zu zeigen oder es mit Tsipras zu tun zu bekommen.

Die Gläubiger Griechenlands scheinen sich bisher nicht von dem allerletzten Argument der Regierung Samaras überzeugen zu lassen, wie es die Zeitung „Kathimerini“ wieder aufgriff: „die Partner haben selbst das Dilemma zu beantworten, ob sie weiterhin mit einer Regierung zusammenarbeiten werden, die trotz aller Verzögerungen ein Reformwerk aufzuzeigen hat, oder sich dafür entscheiden, dass das Land mit der Möglichkeit in vorgezogene Neuwahlen geführt wird, mit der SYRIZA verhandeln zu müssen, die den gesamten Rahmen der Vereinbarungen der vergangenen vier Jahre in Frage stellt„.

Auch die am vergangenen Wochenende veröffentlichten Demoskopien stützen die Argumentation der Regierung Samaras – Venizelos nicht: der Vorsprung der SYRIZA ist klar und weitet sich beständig aus – mit dem Ergebnis, dass die „Partner“ eine Klärung der Lage abwarten, bevor sie endgültige Vereinbarungen abschließen.
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Griechenland geht gegen Lotterie-Geldwäsche vor

25. November 2014 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 599 Kommentare ausgeschaltet

Zur Bekämpfung der Geldwäsche müssen sich in Griechenland auch Empfänger geringfügiger und fortan nur noch per Bank auszuzahlender Lotteriegewinne ausweisen.

Das Gremium für Beaufsichtigung und Kontrolle von (Glück-) Spielen gebietet der „Wäsche schmutzigen Geldes“ mittels diverser Glückspiele Einhalt, indem es als Voraussetzung für die Auszahlung die Vorlage eines Personalausweises einführt.

Wie der Generalsekretär für Transparenz, Giorgos Sourlas, anführte, kann sich mit der neuen Regelung niemand mehr Gewinne aus Glückspielen auszahlen lassen, ohne seinen Namen bekannt zu geben, da die Auszahlung per Bank erfolgt, während parallel das Phänomen der „Geldwäsche“ mit den „anonymen“ Losen mit geringen Gewinnen unterhalb eines konkreten Betrags bekämpft wird, da für diese (Gewinne) fortan keine Gewinnbescheinigung mehr ausgestellt werden wird.
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