Tsipras ist populärster Politiker in Griechenland

14. Oktober 2014 / Aufrufe: 909

Laut einer Meinungsumfrage der GPO liegt die SYRIZA bei der Wahlabsicht der Bürger derzeit 6,5 Prozent vor der Nea Dimokratia.

Eine von der GPO für den Fernsehsender „Mega“ bzw. die Sendung „Anatropi“ (Umsturz) durchgeführte Meinungsumfrage gibt der SYRIZA einen klaren Vorsprung von 6,5% gegenüber der Nea Dimokratia (ND).

Die höchste Popularität scheint der SYRIZA-Parteivorsitzende Alexis Tsipras zu genießen, als geeignetster Premierminister liegt jedoch Antonis Samaras nach wie vor deutlich vorne. Bezeichnend ist auch der offensichtliche  „Verschleiß“ der rechtsextremistischen Chrysi Avgi.

Samaras gilt weiterhin als geeignetster Premierminister

Die von den Befragten geäußerte Wahlabsicht stellt sich folgendermaßen dar:

  • Koalition der radikalen Linken (SYRIZA): 26,7%
  • Nea Dimokratia (ΝΔ): 20,2%
  • Potami: 6%
  • Kommunistische Partei Griechenlands (KKE): 5,7%
  • Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi): 5,7%
  • Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK): 4%
  • Unabhängige Hellenen (ANEL): 3%
  • Orthodoxer Volksalarm (LAOS): 2,1%
  • Antikapitalistische Linke Kooperative (ANTARSYA): 1,6%
  • Sonstige: 4,7%
  • Enthaltung / ungültig: 2,1%
  • Unentschlossene: 18,2%

Als populärster Politiker erweist sich laut der in Rede stehenden Demoskopie Alexis Tsipras, da er 42,8% der positiven Meinungen auf sich vereinigt, gefolgt von:

  • Antonis Samaras (Premierminister und Vorsitzender der ND): 41%
  • Stavros Theodorakis (Gründer der Partei Potami): 40%
  • Fotis Kouvelis (Parteivorsitzender der DIMAR): 34%
  • Dimitris Koutsoumpas (Generalsekretär der KKE): 33,6%
  • Panos Kammenos (Parteivorsitzender der ANEL): 29%
  • Evangelos Venizelos (Parteivorsitzender der PASOK): 22,8%
  • Nikos Michaloliakos (Parteivorsitzender der Chrysi Avgi): 11,6%

Bei der Frage nach dem geeignetsten Premierminister erweist sich allerdings – wenn auch gegenüber der vorherigen Umfrage um etwa 1,5% „abgerutscht“ – der derzeitige Premierminister Antonis Samaras mit 43,1% nach wie vor als Favorit. Für Alexis Tsipras sprachen sich 37,2% der Befragten aus (gegenüber 29% bei der vorherigen Umfrage der GPO). „Niemand“ antworteten 17,9% der Befragten.

Über die Hälfte der Befragten halten Schuldenerlass für möglich

Klar ist auch die Position der Bürger, das Land solle nicht in vorgezogene Neuwahlen geführt werden, da 55,7% die Wahl eines neuen Staatspräsidenten durch das gegenwärtige Parlament wünschen, während 40,3% sich dagegen (also für Neuwahlen) aussprechen. Jedoch senden die Bürger, die bei der von der GPO für die Sendung „Anatropi“ durchgeführten Meinungsumfrage antworteten, ein Signal an die Politiker und sprachen sich zu 62,4% dafür aus, für das Amt des Staatspräsidenten keine politische Persönlichkeit auszuwählen, während gerade einmal 24% wollen, das der neue Präsident ein Politiker ist. Beachtlich ist allerdings auch der Anteil jener, (13,6%), die keine Antwort gaben.

Hinsichtlich des Vorschlags der Opposition, die Regierung zu stürzen, zeigen die Bürger sich gespalten, da 45,9% dem Verlangen der SYRIZA nach vorgezogenen Neuwahlen zustimmen, während 50,5% dagegen sind. 36% meinen, die SYRIZA sei bereit, die Regierung zu übernehmen, wogegen 61,8% das Gegenteil glauben. Der Anteil der „JAs“ wuchs allerdings in den letzten Monaten um einiges an.

Bezüglich der weiteren Verhandlungen (mit Gläubigern bzw. Troika usw.) antworteten 42,5% der Befragten, die gegenwärtige Regierung müsse die Beratungen fortführen, während 48,9% wollen, dass die Beratungen von einer Regierung fortgesetzt werden, die sich aus den Neuwahlen ergeben wird. Mehr als die Hälfte der Bürger (52,5%) meinen, die Gefahr des Ausscheidens aus dem Euro sei endgültig vorüber, während 41,2% eine gegenteilige Meinung hegen. 54,1% der Befragten glauben, die Gläubiger könnten den größten Teil der Verschuldung streichen, während 43,2% eine gegenteilige Meinung bringen äußern.

Die Frage, ob Griechenland das Prozedere des Ausscheidens aus dem Euro in Angriff nehmen müsse, wenn es nicht die Streichung des größten Teils der Verschuldung erreicht, bejahen 35,6%, während sich 61% für einen Verbleib in der gemeinsamen Währung aussprechen.

(Quelle: MEGA TV)

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