Personalausweise in Griechenland in wenigen Minuten

7. Oktober 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.656

In Griechenland kommt ein neues Verfahren zur Anwendung, das die Ausstellung polizeilicher Personalausweise innerhalb weniger Minuten ermöglicht.

Ab Dienstag, dem 07 Oktober 2014, beginnt die allgemeine Umsetzung des neuen Systems zur Ausstellung polizeilicher Personalausweise im „Express-Verfahren. Die globale Umsetzung der Maßnahme wurde nach der erfolgreichen Pilot-Umsetzung bei 24 Polizeidienststellen im ganzen Land beschlossen.

Es geht praktisch um den ersten Dienst „government to government“ (Vernetzung öffentlicher Ämter), die das Ministerium für öffentliche Ordnung und Zivilschutz und das Ministerium für Verwaltungsreform & elektronische Regierungsführung in Zusammenarbeit umsetzen.

Neues System trägt zur Einsparung erheblicher Ressourcen bei

In diesem Rahmen wird jeder Bürger fortan mit nur zwei Fotos von ihm und einem Zeugen das Polizeirevier seines Gebietes aufsuchen und umgehend seinen Personalausweis bekommen. Es wird erwartet, dass das neue – und schnellere als das alte – System zur Ausstellung polizeilicher Personalausweise zu der Reduzierung der Bürokratie und der Erleichterung des Lebens der Bürger beiträgt und im selben Moment eine signifikante Einsparung von Ressourcen bietet. Die Vorteile des neuen Systems sind folgende:

  • Einsparung finanzieller Mittel und Energie bei den Ausdrucken. Es geht um die einschlägigen Unterlagen (Anträge auf Bescheinigungsausstellung, Bestätigung über den Faxversand usw.), die für jeden einzelnen der jährlich ungefähr 450.000 ausgestellten polizeilichen Personalausweise erforderlich sind.
    Die Gesamtkosten für den Ausdruck von 1 Million Karteikarten, die derzeit von der griechischen Polizei jährlich für die Druckerei der Griechischen Bank aufgewendet werden, erreichen 128.000 Euro.
  • Einsparung von Humanressourcen mit der Freisetzung von ungefähr 150.000 Arbeitsstunden öffentlicher und polizeilicher Bediensteter.

Dies wird dank der Vernetzung der Polizeireviere mit den Bürgerregistern, also des ersten Dienstes „government to government“ (Vernetzung öffentlicher Ämter) möglich. Der zuständige Sachbearbeiter der Polizeibehörde hat fortan von Amts wegen mittels des Integralen Informationssystems des nationalen Bürgerregisters (OPSED) die für die Ausstellung eines polizeilichen Personalausweises erforderlichen Daten einzuholen (Nachname, Vorname, Vor- und Nachname des Vaters, Vor- und Nachname der Mutter, Geburtsdatum, Geburtsort, Registergemeinde, Nummer der Registerakte, Staatsangehörigkeit).

Ablauf des neuen Ausstellungsverfahrens

Das neue Ausstellungsverfahren für Personalausweise gestaltet sich damit folgendermaßen:

Nach Vollendung der von Amts wegen erfolgenden Auffindung (im Bürgerregister) und Identifizierung des Antragstellers durch den zuständigen Sachbearbeiter der Polizeibehörde wird automatisch ein einschlägiger Antrag gestaltet, der bis zu drei zufällige Fragen zu in dem OPSED verzeichneten Registerdaten umfasst. Die Fragen werden ausgedruckt und der Antragsteller beantwortet sie schriftlich.

Nachdem der Antragsteller den Antrag – die rechtsverbindliche Erklärung unterschrieben hat unterschrieben hat, gibt der Sachbearbeiter die einschlägigen Antworten in die (elektronische) Anwendung ein. Dann druckt der Sachbearbeiter den Antrag aus, klebt das Foto auf und lässt den Antragsteller und den Zeugen den Antrag unterschreiben. Danach wird der polizeiliche Personalausweis in Plastik eingeschweißt und dem Antragsteller ausgehändigt.

(Quelle: Imerisia)

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  1. Jorgo
    8. Oktober 2014, 09:14 | #1

    Wenigstens etwas. Meine Mutter musste damals für ihr Taftotoita nach GR fliegen, biometrische Fotos machen lassen, ins Polizeirevier abgeben inkl. Zeuge und dann ne Woche warten. Zum Glück blieb das mir erspart, da Frankfurt vor 2 Jahren für ne Weile die Ausweise nach Athen geschickt hat. Somit konnte ich mein Perso hier in DE machen

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