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Archiv für Oktober, 2014

Das schmerzhafte Ende der Illusionen in Griechenland

16. Oktober 2014 / Aktualisiert: 25. Februar 2016 / Aufrufe: 2.714 8 Kommentare

Mit der vollmundig propagierten Loslösung Griechenlands von dem Memorandum hat die Regierung Samaras das genaue Gegenteil erreicht.

Es bedurfte gerade einmal zweier Tage, um alles, was in den letzten vier Jahren – recht oder schlecht – aufgebaut worden war, in die Luft zu sprengen. Eine Meinungsumfrage die in Griechenland am vergangenen Montagabend in einer Sendung des TV-Senders Mega das Licht der Öffentlichkeit sah, war der Funke, der den Brand erneut anfachte.

Die internationale Gemeinschaft verstand das Spiel sofort: Der von der Unzufriedenheit des Volkes „umzingelte“ Premierminister Antonis Samaras versucht, früher aus dem Memorandum herauszukommen, um bei den anstehenden Wahlen eine gewisse Chance gegenüber Alexis Tsipras zu haben, der mit Schwung kommt, um ihn „auseinanderzunehmen“.
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Europäer wollen Neuwahlen in Griechenland

16. Oktober 2014 / Aktualisiert: 08. November 2014 / Aufrufe: 945 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der politischen Entwicklungen in Griechenland scheint es den Europäern daran gelegen zu sein, dass umgehend vorgezogene Neuwahlen stattfinden.

Die europäischen Partner – Gläubiger treiben die griechische Regierung zur unmittelbaren Durchführung von Neuwahlen und weisen dabei jede Möglichkeit einer „sauberen“ Loslösung Griechenlands von dem Memorandum und dem internationalen Finanzierungsprogramm zurück und begegnen den Ambitionen der Regierung Samaras, die Klippe der Präsidentenwahl zu umschiffen oder – falls es zu Neuwahlen kommen wird – die Dynamik der SYRIZA zu dämpfen, mit großem Misstrauen.

Allen Anzeichen zufolge sind die Europäer nicht überzeugt worden, dass die derzeitige Zweiparteien-Regierung ernsthafte Überlebenshoffnungen hat, und ziehen vor, dass die politische Lage bereinigt wird bevor sie mit Athen über den Status der Epoche nach dem Memorandum und die Erleichterung der Verschuldung verhandeln.
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Hasenkopf-Kugelfisch bei Kefalonia in Griechenland gefangen

15. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.327 3 Kommentare

Bei der Insel Kefalonia in Griechenland wurde ein Exemplar des giftigen Kugelfisches Lagocephalus Sceleratus gefangen.

Westlich der im Ionischen Meer gelegenen griechischen Insel Kefalonia ging einem Berufsfischer ein Exemplar des auch als „Hasenkopf“ oder „Hasenfisch“ bekannten Lagocephalus Sceleratus ins Netz. Dieser der Familie der Kugelfische angehörende Fisch enthält in Haut und Eingeweiden Neurotoxine, die nicht nur im Fall des Verzehrs, sondern sogar schon allein bei körperlichem Kontakt Vergiftungserscheinungen wie Muskellähmung, Atemlähmung, Kreislaufversagen verursachen, die durchaus tödlich verlaufen können.

Der Hasenkopf ist in den letzten Jahren zunehmend auch in griechischen Gewässern anzutreffen und zählt zu den Organismen, die im Roten Meer heimisch sind, jedoch über den Suez-Kanal ins Mittelmeer gelangten (sogenannte „Lesseps’sche Migranten“).

(Quelle: zougla.gr)

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Wer 2015 in Griechenland mehr Steuern zahlen wird

15. Oktober 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 5.079 3 Kommentare

Der Haushaltsplan 2015 in Griechenland sieht Steuermehreinnahmen von fast 2 Milliarden Euro vor, die speziell Steuerpflichtige mit geringen Einkommen belasten werden.

Der Haushaltsplan für 2015 mag keine neuen Steuerbeitreibungsmaßnahmen vorsehen und die ersten Steuerentlastungen bringen, hunderttausende Steuerpflichtige – hauptsächlich solche mit niedrigen Einkommen – werden jedoch aufgefordert sein, im kommenden Jahr mit der Bereinigung ihrer Steuererklärung mehr Steuern zu zahlen.

Arbeitnehmer, die ihr monatliches Einkommen mit Einkommen aus (meistens in einer unverhohlenen Scheinselbständigkeit ausgeübten) „freien“ Nebentätigkeiten (in Griechenland als Einkommen aus einem „Blokaki“ = „Quittungsblöckchen“ bezeichnet), Arbeitnehmer, die Sachleistungen erhalten, aber auch alle, die – wie beispielsweise Studenten – geringfügige Einkommen aus Gelegenheitsarbeit verdienen, werden sich 2015 mit einer höheren und nicht selten buchstäblich horrenden steuerlichen Belastung konfrontiert sehen.
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Tsipras ist populärster Politiker in Griechenland

14. Oktober 2014 / Aufrufe: 874 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer Meinungsumfrage der GPO liegt die SYRIZA bei der Wahlabsicht der Bürger derzeit 6,5 Prozent vor der Nea Dimokratia.

Eine von der GPO für den Fernsehsender „Mega“ bzw. die Sendung „Anatropi“ (Umsturz) durchgeführte Meinungsumfrage gibt der SYRIZA einen klaren Vorsprung von 6,5% gegenüber der Nea Dimokratia (ND).

Die höchste Popularität scheint der SYRIZA-Parteivorsitzende Alexis Tsipras zu genießen, als geeignetster Premierminister liegt jedoch Antonis Samaras nach wie vor deutlich vorne. Bezeichnend ist auch der offensichtliche  „Verschleiß“ der rechtsextremistischen Chrysi Avgi.
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Roadmap für Griechenlands Loslösung von dem Memorandum

14. Oktober 2014 / Aufrufe: 708 2 Kommentare

Evangelos Venizelos präsentierte eine Roadmap für die Loslösung Griechenlands von dem Memorandum bis zur Präsidentenwahl im Februar 2014.

Wie Regierungsvertreter Evangelos Venizelos in seiner Rede vor dem Plenum des Parlaments erklärte, war die Debatte über das Vertrauensvotum eine Gelegenheit, die Strategie für die Loslösung Griechenlands von dem Memorandum zu erörtern.

Er selbst stellte klar, dieser Prozess sei kein „Vorschuss“ auf das Verfahren der Präsidentenwahl darstelle. Bezüglich der Präsidentenwahl betonte er, die Mehrheit für den neuen Präsidenten sei zwingend, jedoch – wie er meinte – „sind wir nicht naiv, um sie als gegeben zu betrachten„.
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Countdown für Neuwahlen in Griechenland

13. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.978 1 Kommentar

Die Regierung in Griechenland mag das Vertrauensvotum knapp überstanden haben, womit das Land nun jedoch praktisch in eine lange Wahlkampfperiode eintritt.

Das (knappe) Vertrauensvotum an die derzeitige Koalitionsregierung in Griechenland unter Premierminister Antonis Samaras signalisiert den Countdown für die Wahl eines neuen Staatspräsidenten und gegebenenfalls auszurufender Neuwahlen – womit eine Periode einer harten Polarisierung zwischen Regierung und SYRIZA „eingeweiht“ zu worden sein scheint.

Die in der Nacht von Freitag auf Samstag (10/11 Oktober 2014) erfolgte Abstimmung über die Vertrauensfrage verlief ohne Überraschungen, jedoch gab es bedeutungsvolle Abwesenheiten und die Frage ist nunmehr, wie sich speziell die 18 unabhängigen Abgeordneten verhalten werden, die mit „Nein“ stimmten.
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Manipuliert Mediamarkt in Griechenland Produktbewertungen?

12. Oktober 2014 / Aufrufe: 608 1 Kommentar

Unterdrückt Mediamarkt in Griechenland negative Produktbewertungen im Online-Shop?

In Anlehnung an den in Deutschland propagierten Slogan „Ich bin nicht ja nicht blöd!“ betreibt die „Media Saturn Hellas SA“ in Griechenland unter dem Slogan „Ich bin ja nicht von gestern!“ ebenfalls einen betont aggressiven Wettbewerb.

Kunden des Online-Shops erhalten einige Tage nach einem getätigten Kauf automatisch generierte E-Mails, in denen ihnen zu ihrem Kauf „gratuliert“ und nahegelegt wird, ihr „Produkterlebnis“ mit „jemandem zu teilen, der den selben Kauf in Erwägung zieht„, bzw. eine „Produktbewertung“ abzugeben. Aufgrund einschlägiger Erfahrungen stellt sich allerdings der Eindruck ein, dass negative Bewertungen systematisch unterdrückt werden … .

Eldorado der Leihmutterschaft in Griechenland

12. Oktober 2014 / Aufrufe: 4.651 3 Kommentare

Griechenland gilt als Eldorado für Leihmutterschaften, da es der einzige EU-Mitgliedstaat ist, der die Leihmutterschaft ausdrücklich ermuntert.

Die französische Zeitung Figaro präsentiert in ihrer Sonntagsausgabe einen Bericht über eine Reise in Griechenland und dem „Eldorado der Leihmutterschaft“. Mit Ausgangspunkt eine hochmoderne Einrichtung für außerkörperliche Befruchtungen in Thessaloniki entdeckt die französische Journalistin Stefan Kovac die intensive Nachfrage aus ganz Europa, die speziell nach der Lockerung des einschlägigen Gesetzes im Sommer 2014 die ungefähr 60 Fortpflanzungshilfe-Kliniken des Landes verzeichnen und laut der Reportage „offensichtlich auf den Fortpflanzungs-Tourismus bauen„.

Der Artikel beginnt mit einer „wunderbaren Geschichte der Solidarität“, wie ein Märchen. „Es gab einmal zwei Freundinnen. Die eine von ihnen, die ältere, konnte keine Kinder bekommen. Die zweite – bereits Mutter dreier Kinder – beschloss, einen Samen in ihrer Gebärmutter wachsen zu lassen, um ihrer Freundin das schönste Geschenk zu machen, auf dass diese so lange wartete. Ungefähr so wurde Anastasia für deren Familie zur Heldin und der von ihr geborene – heute fünfjährige – kleine Junge ein Segen für seine Eltern.
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Zweieinhalb Millionen Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung

11. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.614 9 Kommentare

Die stetig zunehmende Anzahl der Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung wird mittlerweile auf 2,5 Millionen veranschlagt.

Die nicht versicherten Bürger, deren Anzahl kontinuierlich zunimmt und bereits auf 2,5 Mio. Euro veranschlagt wird, sind gezwungen, das Golgatha der Bürokratie zu erleiden. Auf der anderen Seite stellt ihre medizinische Versorgung ein „Zeitbombe“ dar, die den Etat der Krankenhäuser bedroht und gleichzeitig alle in den letzten Jahren erfolgten Bemühungen, die „schwarzen Löcher“ im Nationalen Gesundheitssystem (ESY) zu schließen, in die Luft sprengt.

Theoretisch haben auf Basis der aktuellen Gesetzgebung die nicht Versicherten inzwischen kostenlosen Zugang zur Gesundheitsversorgung. In der Praxis zeigen jedoch Aussagen von Patienten und die Reportage der Zeitung „Ta Nea“ in sieben großen Krankenhäusern, dass die 2,5 Mio. Bürger, die keinen Versicherungsschutz haben, Geiseln der Bürokratie, Unwissenheit und sogar auch Gleichgültigkeit der Verwaltungsbeamten im ESY bleiben. All dies hat zum Resultat, dass es den Unversicherten praktisch unmöglich ist, den für eine kostenlose medizinische Versorgung gesetzten Voraussetzungen zu entsprechen, und die Experten warnen, Griechenland sei mit eine humanitären Krise konfrontiert.
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