Deutscher auf Kos in Griechenland wegen Spionage verhaftet

19. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.649

In Griechenland wurde auf der Insel Kos ein Deutscher als Spion verhaftet.

Auf der Insel Kos in Griechenland wurde am vergangenen Mittwoch (15 Oktober 2014) ein – zusammen mit seiner Ehefrau bereits seit zwei Jahren auf der Insel lebender – 65-jähriger Deutscher unter der Beschuldigung der Spionage verhaftet.

Der Beschuldigte näherte sich am Mittwochmorgen mit einem Fahrzeug einen militärische Wachstation und fotografierte sie von außen, jedoch wurde er bemerkt und die Polizei verständigt, die umgehen in Aktion trat, um den mann ausfindig zu machen und im weiteren Verlauf zu verhaften.

Hausdurchsuchung brachte „brisantes“ Material zu Tage …

Laut der Polizei wurden bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs ein Feldstecher und ein Fernrohr und drei Foto-Speicherkarten gefunden und beschlagnahmt, während bei einer in Gegenwart eines Justizbeamten durchgeführten Hausdurchsuchung sichergestellt wurden:

  • zwei Notizblöcke und andere handschriftliche Notizen,
  • eine touristische Karte der Stadt Kos mit handschriftlichen Notizen,
  • eine externe Festplatte,,
  • zwei elektronische Rechner und ein Tablet-PC,
  • fünf USB-Sticks,
  • zwei Virdeokamera.Kassetten,
  • ein Mobiltelefon.

In den in seiner Wohnung gefundenen handschriftlichen Notizen waren ebenfalls Koordinaten verzeichnet, die Positionen von Kasernen, öffentlichen Ämtern und Gebäuden auf der Insel Kos entsprechen. Informationen zufolge erklärte der 65-Jährige bei seiner Vernehmung, sein Interesse für militärische Themen sei ein Hobby.

(Quelle: tvxs.gr)

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  1. Ronald
    19. Oktober 2014, 13:47 | #1

    Was für ein Spinner … Was der „ausspioniert“ zu glauben hat findet man auch bei Google maps

  2. Edeltraud
    19. Oktober 2014, 15:17 | #2

    All diese sichergestellten Artikel könnte die Polizei auch bei mir finden. Wußte gar nicht, dass man dadurch verdächtig werden kann 😉

  3. Stavros
    19. Oktober 2014, 17:57 | #3

    Spionage auf der Insel Kos? Es darf gelacht werden!
    Ich habe viele Jahre auf Kos gearbeitet (Touristenführer) und war mit den Touristen immer wieder auf militärischem Gelände. Nie wurden wir vom griechischen Militär irgendwie belästigt, nein im Gegenteil, wir wurden immer sehr zuvorkommend behandelt. Auch wir machten Fotos sogar von den Panzern in der Kaserne Richtung Kefalos und hatten es mit dem Militär sehr gut. Dieser sogenannte Spion ist sicher ein möglicher Land- / Hauskäufer und will sich seine mögliche Umgebung genau anschauen. Ja das geht unter: es darf gelacht werden.

  4. fenk
    19. Oktober 2014, 19:23 | #4

    Ist sogar in D verboten zu Filmen und zu Fotografieren. Das weis eigentlich jeder

  5. herbert
    20. Oktober 2014, 00:35 | #5

    Als Warnung gedacht, an alle deutschen Omas und Opas, lasst die Finger weg von der Zusammenarbeit mit welchem Geheimdienst auch immer. August 2013, auch ein deutscher Rentner festgenommen – Zusammenarbeit mit dem türkischen Geheimdienst – auf der Insel Chios. Das könnte abschrecken: Dem Mann drohten damals nach Juristenschätzungen bei einer Verurteilung zwischen einer kleinen Geldstrafe und 20 Jahren Gefängnis.

  6. Götterbote
    20. Oktober 2014, 17:25 | #6

    Egal ob aus Hobbygründen oder zwecks „Umgebung genau anschauen“. Unrelevant auch, ob Touristenführer ihre Touris durch Kasernen führen und Panzer fotografieren. Das das Fotografieren der militärischen Anlagen verboten ist, ist überall klar und deutlich beschildert. Wer es dennoch tut und sich scheinbar so auffällig dabei verhält und Zuhause noch mehr verdächtige Informationen sammelt, der ist selbst schuld. Im übrigen ist es eben nicht so, dass dank Google das Ausspähen von Anlagen und Gebäuden unnötig geworden ist. Es vereinfacht zwar Vieles, aber ersetzt eben doch nicht alles. Und so ist es weiter Gang und Gäbe, dass auf die altmodische Art ausspioniert wird. Und es ist gut, dass es scheinbar noch aufmerksame Wachen gibt.

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