Pauschaler Steuerfreibetrag für Mönche in Griechenland

5. September 2014 / Aufrufe: 558

Im Ruhestand befindlichen Mönchen in Griechenland wird ein pauschaler Steuerfreibetrag von 9500 Euro zugestanden.

Gemäß einer von 16 „blauen“ (sprich der Nea Dimokratia / ND zugehörigen) Abgeordneten eingereichten und von dem griechischen Kultusminister Andreas Loverdos im Parlament genehmigten Novelle werden in Griechenland alle Mönche mit Altersbezügen (Renten) von unter 9.500 Euro von der Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung befreit.

In der selben Novelle ist ebenfalls vorgesehen, dass im Fall der Vermietung / Verpachtung von Immobilien durch die Klöster der Mönchsrepublik Athos die auf die Miet- / Pachtzahlungen zu entrichtende „Stempelgebühr“ von dem jeweiligen Mieter / Pächter abzuführen ist.

Befreiung auch von der Abführung der Lohnsteuer

Schließlich werden „die Mönchsrepublik Athos, die Köster von Athos und deren Anhänge“ auch von der Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer befreit, wenn sie Personen mit jeder Art von Lohnarbeit beschäftigen, und die Beschäftigten verpflichtet, die geschuldete (Lohn-) Steuer selbst abzuführen. Die in Rede stehende Novelle sieht unter anderem vor:

  • Die Klöster werden – wie auch für den Staat und die Kommunen geltend – von der Entrichtung der (auf die Vermietung / Verpachtung von Immobilien) fälligen „Stempelgebühr“ befreit.
  • Sie werden auch von der Führung der Deklarationen über die Abführung der Stempelgebühr befreit, in Bezug auf welche bestimmt wird, dass sie von den jeweiligen Mietern / Pächtern der Immobilien an den Fiskus abzuführen ist.
  • Die Klöster der Mönchsrepublik Athos werden von der Verpflichtung zur Abgabe von Immobiliendeklarationen (E9) befreit, da sie bereits von der Immobiliensteuer (ENFIA) ausgenommen worden sind.
  • Die Personen, die in der Mönchsrepublik Athos (Lohn- oder sonstige) Arbeiten erbringen, werden das Finanzamt selbst bezahlen, und die Mönchsrepublik oder das Kloster werden keine Abzüge einbehalten.

Ergänzend sei angemerkt, dass die mit besagter Novelle von der für alle übrigen Bürger obligatorischen Abgabe einer Einkommensteuererklärung ausgenommenen Mönche ebenfalls von der Verpflichtung befreit werden, ihren Steuerfreibetrag „rechtfertigende“  Belege über diverse „Konsumausgaben“ beibringen zu müssen.

(Quellen: dikaiologitika.gr, To Pontiki, Medienberichte)

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