Geldstrafe von 30000 Euro wegen Tiermisshandlung in Griechenland

9. September 2014 / Aktualisiert: 12. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.455

In Griechenland wurde gegen den Inhaber einer Taverne, der einen streunenden Hund mit einem Stuhl erschlug, eine Geldstrafe von 30000 Euro verhängt.

Eine Bestialität in Nea Styra / Euböa war eins der Themen, das während der Dauer des diesjährigen Sommer(loch)s ganz Griechenland beschäftigte bzw. praktisch von allen Medien aufgegriffen wurde und die Schlagzeilen beherrschte.

Es war der 17 Juli 2014, als in dem besagten Ort der Eigentümer einer Taverne eine streunende Hündin tötete, indem er ihr „einen Schlag mit einem schweren Holzstuhl“ zufügte. Der Mord an der Hündin löste sogar auch über die griechischen Landesgrenzen hinaus einen Sturm der Proteste aus.

Misshandlung von Kindern kommt „billiger“ zu stehen …

Am vergangenen Freitag (05 September 2014) bestätigte die Direktion für Agrarwirtschaft und Veterinärwesen des Verwaltungsbezirks Epirus (Zentralgriechenland) eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro zu Lasten des Täters (gegen den im übrigen auch ein einschlägiges Strafverfahren anhängig ist).

Ergänzend sei angemerkt, dass der Fall allein schon nur insofern bemerkenswert ist, als in der Vergangenheit beispielsweise die brutale Misshandlung von Kindern weder vergleichbare Wellen internationaler Proteste hervorrief noch mit – in einem sei es auch noch so absurden Verhältnis stehenden – entsprechenden „Verwaltungsstrafen“ geahndet wurde.

(Quellen: Büchse der Pandora, Medienberichte)

Relevante Beiträge:

  1. V 99%
    9. September 2014, 16:24 | #1

    Wo bitte sind die Wellen internationaler Proteste? Dieser Vorfall zieht sich allein durch alle griechischen Medien. Mit tollen Farbbildern, wo der uebrigens als „αδέσποτο κουτάβι“, also als streunender Welpe bezeichnete Hund, wie man auf den Bildern sehen kann, eher als junger nicht ausgewachsener Hund zu erkennen ist, in seiner eigenen Blutlache liegt. Auch hat der Hund einen Namen, naemlich „Maggie“, was anzeigt, dass er in der Gegend bekannt war. Griechenland ist, zumindest laut Statistik, eines der Laender mit der geringsten Kindesmisshandlungsquote. Dieser Vergleich, zwischen einem totgeschlagenem Hund und Kindesmisshandlung, ist wohl sehr zweifelhaft. Oder hat schon mal jemand ein Kind in der Oeffentlichkeit mit einem Stuhle erschlagen? Und das ohne „Proteste“? Dass Griechenland leider in Europa einen Spitzenplatz bei der Misshandlung von Hunden einnimmt, ist schlimm genug. Die „Proteste“ vor der Taverne zeigen, fuer mich eher eine traurige Doppelmoral. Was die Strafe angeht, wer will den Wert von Leben bemessen, ich nicht.

  2. Ingrid
    9. September 2014, 17:50 | #2

    Es kommen Tieraerzte aus Bulgarien und kastrieren hier streunende Hunde kostenlos. Hunde, die von Menschen zu Strassenhunden gemacht wurden und sich natuerlich auch vermehren. Kein Hund hat sich dieses Schicksal freiwillig ausgesucht. Sie haben es schwer genug. Jeder Mensch der diese Tiere quaelt, schlaegt oder sogar toetet muss bestraft werden. Es ist gut, dass es endlich Gesetze gibt und diese auch befolgt werden. Wenn dies nur mit empfindlichen Strafen moeglich ist, gut so. Hoffe, dass das Geld in den Tierschutz fliesst!!!!

  3. Ursula Katharina Papajoannou
    9. September 2014, 19:29 | #3

    Für mich als seit über 20 Jahren in Griechenland Sesshafte ist es eine Qual, zu wissen und tagtäglich mit ansehen zu müssen, dass die meisten Provinz-Griechen Tiere wie Dreck behandeln. Und ich bin mir sicher, dass das Phänomen der üblen Tierhaltung auch viele der Touristen schockiert. Das ganze Thema müsste mal ordentlich und umfassend angegangen und strafrechtlich verfolgt werden. Nahezu jeder Bauer wäre da zu belangen mit ordentlichen Geldstrafen für jeden der Kettenhunde, jede geknebelte Kuh, jede misshandelte Katze und jedes an einen Baum gebundene Schwein. Das wäre für den Pleitestaat eine maßgebliche Einnahmequelle!

  4. VD
    9. September 2014, 22:46 | #4

    Mich würde mal interessieren, ob GRC wie z.B. Rumänien EU-Fördergelder für den Tierschutz bekommen hat und wie diese Gelder verwendet wurden. Die Ablehnung der grc Behörden ausländische Tierärzte ins Land zu lassen, um kostenlose Kastrationen durchzuführen ist auch mehr als zweifelhaft und widerspricht den EU-Normen u. Regelungen. Es wird damit begründet, dass man den inländischen Tierärzten die Arbeit wegnehmen würde. Wer bringt den schon einen Streuner zum Kastrieren zum grc Tierarzt? Und das auf eigene Kosten.

  5. GR-Block
    10. September 2014, 01:55 | #5

    Jaja, alles zweifelhaft bei diesen dubiosen Südländern. Es sollte jeder daher gelaufene Deutsche die Finanzen GRs hinterfragen dürfen. „Kostenlos“ finanzierte EU-Großaufträge sollten nur an deutsche Tierärzte gehen, um deren Umsätze zu steigern. Wo kämen wir hin, wenn Südländer ihre EU-Rechte selbst in Anspruch nehmen und die Gewinne alleine einstreichen könnten. Diese Tierquäler kennen sich in der Veterinärmedizin sowieso so wenig aus, dass sie aus Versehen deutsche Touristen anstatt griechische Kater kastrieren würden. In D hingegen werden Tiere zum Wohle des deutschen Menschen ordnungsgemäß und mit Sachkenntnis einerseits hingerichtet, und zwar mit wohl-definiertem und gemessenem Schmerz, oder andererseits mit dauerhaften Schäden gequält. Diese Sachkenntnis wird durch ständiges Wiederholen – etwa 3 Mio Mal pro Jahr – immer wieder aufgefrischt, siehe Tierversuch
    In Ländern wie GR dagegen passiert alles unorganisiert und die Veruntreuung von dEUtschen „Förder-“ Geldern ist da gang und gäbe. Kein Wunder, dass die jetzt keinen EURO mehr haben. Ich erinnere nur an die 700 Mio EU-Hilfe für griechische Reeder, die … halt Moment … das waren ja Wiederaufbauhilfen für deutsche Ossi-Reedereien, die der Bremer VULKAN kurzerhand und betrügerisch nach Bremen umgeleitet hatte. Aber da waren doch jene Milliarden Agrarsubventionen, um arme südländische Bauern zu retten … nee Moment Agrarsubventionen erhielt ja auch die BASF, weil sie Chemikalien für die deutsche „biologische“ Landwirtschaft verkaufte.
    Ach, zum Teufel mit den EUlern. Der EURO korrumpiert sie doch alle. Die korruptesten findet man natürlich da, wo über Jahre das meiste Geld hin floss. In welchem Land lagern jetzt die EURO-Billionen nochmal??? War das nicht … oh.

  6. Dieter Sendker
    10. September 2014, 09:14 | #6

    Tierschutz gut und richtig. Aber sollte man sich in Griechenland nicht mehr darauf konzentrieren, das Uebel an der Wurzel zu packen? Also: diejenigen bestrafen die Hunde aussetzen, die teilweise bisswuetigen Tiere von der Strasse entfernen und wenn man kein Geld fuer die Unterhaltung hat, wenigstens einfangen und kastrieren? Und die hohen Strafen in Griechenland gelten doch nur als Abschreckung und fuer die Presse. Bezahlt werden diese 30 Tausend doch sowieso nicht.

  7. LiFe
    10. September 2014, 13:01 | #7

    Was mich immer traurig gemacht hat waren Kinder, die grausam im Beisein von Erwachsenen nach Hunde traten oder Steine nachgeworfen wurden. Hier muss eine Sensibilisierung her.

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