Abschaltung analoger TV-Sender in Nordgriechenland

5. September 2014 / Aufrufe: 981

In Nordgriechenland werden am 05 September 2014 insgesamt 20 digitale Sendezentren den Betrieb aufnehmen und parallel die analogen Signale abgeschaltet werden.

Ab dem 05 September 2014 sollen mehr als 850.000 Fernsehzuschauer in Nordgriechenland und auf den Inseln der nordöstlichen Ägäis Zugang zu dem terrestrischen digitalen Signal der Digea erhalten. Konkret wird an diesem Tag um 02:00 die analoge Übertragung der TV-Sender abgeschaltet und es nur noch digitale Ausstrahlungen geben.

Von der Änderung betroffen sind die Zuschauer der Verwaltungsbezirke (sprich ehemaligen Präfekturen) Drama, Kavala, Xanthi, Rodopi, Serres und Evros sowie auch auf den Inseln Thasos, Lesbos, Limnos, Chios, Samothraki und Psara, die von 21 „digitalen“ Sendezentren abgedeckt werden, so wie diese auf der Frequenzkarte vorgesehen sind. Dazu werden insgesamt 20 (neue) Sendezentren aktiviert, da das Sendezentrum „Plaka“ in Alexandroupoli bereits seit geraumer Zeit – auf den bisherigen Übergangsfrequenzen – digital sendet.

Drittes „switch off“ im Rahmen der Digitalisierung

Es handelt sich um das dritte „switch off“, dass in Griechenland im Prozess der Vollendung der Umstellung auf den digitalen terrestrischen Sendebetrieb realisiert wird. Um das digitale Signal empfangen zu können, müssen die Zuschauer sich natürlich im Deckungsbereich eines der in Rede stehenden Sendezentren befinden und im übrigen über einen Empfänger (TV-Gerät oder Decoder) verfügen, der die Technologie MPEG-4 unterstützt.

Spezieller die Zuschauer, die das Signal von dem Sendezentrum in Alexandoupoli empfangen, müssen am 05 September 2014 ihre Empfänger manuell oder per „Reset / Suchlauf“ auf die geänderten Frequenzen abstimmen, da die digitale Ausstrahlung auf den bisherigen Übergangsfrequenzen eingestellt wird. Änderungen an den bestehenden Antennenanlagen sind im Regelfall nicht nötig, da sich nur die Frequenzen, jedoch nicht der Standort der Sendeanlage ändert. Antennenanlagen, in denen (wie speziell – jedoch nicht nur  – bei Gemeinschaftsantennenanlagen) frequenzselektive Elemente, sprich Kanalverstärker, Filter usw. zum Einsatz kommen, müssen evtl. neu „eingepegelt“ oder sogar auch umgerüstet werden. Bei den von geschäftstüchtigen Schlitzohren angepriesenen „Digitalantennen“ handelt es sich dagegen durchweg um „Humbug“.

Schwarze Bildschirme bei zigtausenden Zuschauern

Angaben und Karten zu den geographischen Deckungsbereichen der in Rede stehenden Sendezentren und den jeweiligen Frequenzbelegungen (Kanälen) können sowohl über die nachstehend verlinkte Quelle als natürlich auch in allen Details auf der Homepage der Digea eingesehen werden. Im Gegensatz zu den ausgewiesenen Deckungsbereichen erweist sich allerdings in der Praxis, dass infolge geomorphologischer Besonderheiten abgesehen von Gebieten, die definitiv außerhalb der ausgewiesenen Empfangszonen liegen, der Empfang auch in vielen weiteren Zonen technisch nicht möglich ist, obwohl sie theoretisch innerhalb der ausgewiesenen Deckungsbereiche liegen.

Da in den betroffenen Gebieten mit der Aufnahme der digitalen Ausstrahlung die Einstellung der analogen Ausstrahlung einhergeht, wird bei zigtausenden Zuschauern, die bisher – wenn auch fallweise als „augenkrebserregend“ einzustufende – analoge Signale „einzufangen“ vermochten, nach dem in Rede stehenden „switch off“ der Bildschirm schwarz (oder weiß)bleiben – also nicht einmal mal mehr das (neue) staatliche Propagandafernsehen (NERIT) zu empfangen sein, für das sie im übrigen bereits seit Anfang 2014 (also bevor überhaupt der entsprechende neue Träger gegründet und der reguläre Sendebetrieb aufgenommen wurde) über die Stromrechnung obligatorisch zur Kasse gebeten werden … .

(Quellen: in.gr, Medienberichte)

Relevante Beiträge:

Kommentare sind geschlossen