Griechenland: genug Spaß jetzt!

7. August 2014 / Aufrufe: 1.138

Die Erklärung des Premierministers Antonis Samaras, Griechenland habe die Krise hinter sich gelassen, hört sich genau wie das an, was es ist – nämlich eine Verhöhnung.

Die Entfernung von der Komödie bis zum Drama ist nicht groß. Das Gelächter vermag manchmal Lachen bis zum Weinen hervorzurufen. Hauptsache, man erleidet nicht die Folgen der Lächerlichkeit. Dann ist der Spaß vorbei …

Den neuen Leiter der Kommission, Jean-Claude Juncker vernehmend, wie er uns Arm in Arm mit seinem „Bruder“ Samaras erzählt, wie hart er – wie ein Löwe – kämpfte um uns zu retten, stieg uns das erste Grinsen ins Gesicht. Als der Premierminister in seinen Erklärungen sogar bekannt gab, „heute gelangt Griechenland aus der Krise heraus„, konnten wir uns nicht mehr halten, wir lachten. Man kann es nehmen wie man will, das schauspielerische Talent mancher Politiker ist unübertrefflich.

Superproduktion auf Kosten des griechischen Steuerzahlers

Wenn man jedoch seinen TAXISnet-Account aufruft und die versprochene gerechtere Besteuerung der Immobilien erwartet, friert das Grinsen über die Späße der Herren Juncker und Samaras ein. Und dann kommen die schwarzen Gedanken zurück, also die Landung in der Realität. Und die Realität hat leider etwas Schlechtes. Sie ist beharrlich, sie ändert sich nicht und sie bewirkt, dass einen die Lächerlichkeit schmerzt und wütend macht. Die Versicherungen des Premierministers, „heute lassen wir die Krise hinter uns„, hören sich dann wie das an, was sie sind: Verhöhnung.

So, wie sich wie eine Verhöhnung auch gewisse Zeitungsschlagzeilen („Tschüs Troika“) lesen, welche die komische Superproduktion propagieren, welche die Regierung und ihre „Freunde“ wie Juncker inszenieren. Da diese Superproduktion jedoch von dem griechischen Steuerzahler finanziert wird, hört sie auf, eine Komödie zu sein, und wird ein Drama. Ein Drama, dass sogar hinter geschlossenen Türen gespielt werden wird, im September 2014, irgendwo in Paris.

Dort, fern von indiskreten Blicken, ist für den 03 September 2014 das Rendezvous der griechischen Regierung mit der Troika festgesetzt worden, damit die neue Bewertung des griechischen Programms erfolgt. Der Wechsel des Ortes, an dem der … Akt der Prüfung erfolgen wird, bedeutet nicht, dass nicht das Übliche geschehen wird und dass die Gelüste der Gläubiger gezügelt werden. Wir würden eher auf das Gegenteil tippen, da fern von den indiskreten Blicken die Libido und die Forderungen steigen.

(Quelle: To Pontiki)

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