Giftmüll aus Deutschland in Griechenland gefunden

22. August 2014 / Aufrufe: 1.116

In Griechenland wurden im Athener Vorstadtbezirk Aspropyrgos 56 Tonnen aus Deutschland stammender Quecksilberabfälle gefunden.

Die Umweltkontrolleure des griechischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) machten einen Fall des illegalen Transports von 56 Tonnen gefährlicher Quecksilberabfälle nach Griechenland ausfindig. Die Abfälle wurden in Lageranlagen einer Transportfirma in Attika (konkret im Bezirk Aspropyrgos) gefunden, worüber bereits auch der Staatsanwalt  unterrichtet worden ist.

Alles begann, als die zuständigen deutschen Behörden das YPEKA informierten, dass eine deutsche Gesellschaft, die in Deutschland über Einrichtungen zur Lagerung von Quecksilberabfällen verfügt, den Giftmüll ins Ausland exportiert anstatt für dessen sichere Handhabung und Entsorgung Sorge zu tragen.

Identität der verwickelten Firmen wurde bisher nicht bekannt gegeben

Laut den Deutschen war ein Teil dieser Abfälle auch nach Griechenland exportiert worden, um sie von dort aus in Drittländer zu verbringen. Die zuständigen Dienststellen des YPEKA (Abteilung für die Handhabung fester Abfälle und Sonderamt der Umweltkontrolleure – EYEP) wurden daraufhin umgehend zur Erforschung der Angelegenheit und Auffindung der gefährlichen Abfälle aktiv.

Spezieller wurde bei Ortsbesichtigungen, die am 18 August 2014 bei involvierten Firmen in Griechenland durch Kontrolleure des EYEP erfolgten, die Verbringung und Lagerung von 56 Tonnen Quecksilberabfällen in Lageranlagen eine Logistic-Firma in Attika (Aspopyrgos) festgestellt. Bis zum Abend des 20 August 2014 sind jedenfalls von dem YPEKA weder die Namen der deutschen Firma noch der in die ganze Sache verwickelten griechischen Firmen bekannt gegeben worden.

In seiner Bekanntmachung führte das YPEKA nur an, „aus der Untersuchung ergab sich, dass die Verbringung der Abfälle gemäß den Verfahren erfolgte, welche die internationalen Regelungen für den Transport gefährlicher Güter vorsehen, ohne dass jedoch die Regelungen eingehalten wurden, welche die Verordnung für den grenzüberschreitenden Transport gefährlicher Abfälle vorsieht„.

Die zuständigen Dienststellen des YPEKA haben bereits die staatsanwaltschaftlichen Behörden informiert, während sie in Abstimmung mit den deutschen Behörden „zu allen erforderlichen Handlungen für die sichere Handhabung der Menge der gelagerten Quecksilberabfälle ergreifen werden„. Kreise des Ministeriums führten an, die Gesamtmenge der Abfälle werde den Weg der Rückverbringung nach Deutschland nehmen, um die öffentliche Gesundheit und die Umwelt zu sichern.

(Quelle: in.gr)

  1. Elke
    22. August 2014, 18:43 | #1

    Ich spekuliere mal ein wenig: Quecksilberabfälle aus Deutschland? Energiesparlampen? Vielleicht alles vor die Haustüre von Sigmar Gabriel kippen?

  2. GR-Block
    22. August 2014, 22:57 | #2

    Ah … das erinnert sehr an jene Zugwaggons mit 5000 t Tschernobyl-verstrahltem Milchpulver. Über viele Monate wurden sie kreuz und quer durch das europäische Ausland gekarrt und immer wieder irgendwo illegal geparkt, bis sie wieder entdeckt wurden. Als man sie schließlich nicht mehr verstecken konnte, weil inzwischen ganz Europa beim Rangieren zuschaute, mussten sie nach D zurück. Später, so hieß es, hätte man das Pulver „dekontaminiert“ und ans Vieh verfüttert (!). Zum Glück hatte man davon abgesehen, es wie zunächst vorgesehen nach Afrika zu schicken. Tja, 1986 … da war die Welt noch in Ordnung, da waren die GRÜNEN noch aktiv.

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