Beamten in Griechenland mögen keine E-Mails

23. August 2014 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.084

Die Beamten in Griechenland scheinen mit der Technik auf Kriegsfuß zu stehen und verfügen in ihrer Mehrzahl auch nicht über Fremdsprachenkenntnisse.

Die öffentlichen Bediensteten in Griechenland scheinen kein gutes Verhältnis zur Technik zu haben, da aus den aktualisierten Daten des Registers der Gehaltsempfänger bei öffentlichen Trägern hervorgeht, dass sie sich nicht ausreichend der elektronischen Rechner bedienen.

Wie die Zeitung „Ta Nea“ berichtet, nutzen 64% der Bediensteten nicht die elektronische Post (E-Mail) und beharren auf der traditionellen Weise der Bewegung handschriftlicher Unterlagen.

Profil der Bediensteten entspricht nicht den heutigen Bedürfnissen

Die griechischen öffentlichen Bediensteten haben auch keine Neigung für Fremdsprachen, da aus den Daten hervorgeht, dass gerade einmal einer von vier über Englischkenntnisse verfügt. 5,3% erklären, Französisch zu sprechen, und 3,3% Deutsch.

Die Angaben kommentierend gestand im Gespräch mit dem TV-Sender Mega der Minister für Verwaltungsreform Kyriakos Mitsotakis ein, das Profil der Bediensteten entspreche nicht den Bedürfnissen der Epoche, und fügte an, das nächste Ziel sei, den griechischen öffentlichen Sektor effizienter zu machen.

Im übrigen erreicht die Anzahl der Bediensteten auf dem griechischen öffentlichen Sektor 583.338 Personen, von denen 527.702 in dauerhaften und 48.834 in unbefristeten Dienstverhältnissen stehen.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Plomarion
    23. August 2014, 19:26 | #1

    Aber das gemeine Volk wird dazu gezwungen die Steuererklärung online zu versenden?

  2. Team
    23. August 2014, 23:11 | #2

    Der Shitstorm war mal wieder gleichermaßen imposant wie unqualifiziert, Dankeschön!
    Was die Differenzierung nach „dauerhaft“ und „unbefristet“ eingestellten Bediensteten betrifft, besteht auf dem engeren öffentlichen Sektor praktisch kaum (noch) ein Unterschied bzw. beschränkt sich – spezieller auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor – auf arbeitsrechtliche Details, deren Erläuterung hier irrelevant ist.

  3. GR-Block
    23. August 2014, 23:46 | #3

    Die Beamten in Griechenland scheinen mit der Technik auf Kriegsfuß zu stehen und verfügen in ihrer Mehrzahl auch nicht über Fremdsprachenkenntnisse.
    Das ist kein Wunder, denn die „Beamten“ sind überaltert. Seit vielen Jahren werden nicht genügend Junge eingestellt, die mit den neuen Medien kein Problem haben, weil der Staat sein Geld lieber in EU-subventionierte Projekte mit ausländische Konzernen steckt.
    Die lediglich 583.338 öffentlichen Bediensteten sind natürlich nicht nur die sog. „Beamten“, wie in den deutschen Übersetzungen ständig behauptet wird, sondern alle. Damit rangiert GR auf der untersten Skala der EU-Staaten. Wenn also Herr Minister Mitsotakis die ohnehin niedrige Zahl der „Beamten“ weiter absenkt, wird er den Staat höchstens für die Korruption jener Konzerne effizienter machen. Die vernünftige Verwaltung von 11 Mio Menschen jedoch, wird darunter leiden.

  4. V 99%
    24. August 2014, 10:22 | #4

    Anscheinend waren manche Kommentatoren noch nie oder sehr selten in griechischen Amtsstuben vorstellig. Die dort vorhandene Technik ist naemlich in den meisten Faellen aus der Computersteinzeit. Ich habe oft als Betriebssystem Windows XP gesehen. Die meiste Hardware ist einfach Muell, die da rumsteht, oder fast so alt wie die Leute die sie bedienen sollen. Ausserdem hat ein drittel der griechischen Buerger noch nie das Internet oder einen PC genutzt, warum sollten die Beamten da eine Ausnahme bilden (https://www.griechenland-blog.gr/2014/07/ein-drittel-der-buerger-in-griechenland-hat-niemals-pc-und-internet-genutzt/584349/).

Kommentare sind geschlossen