Rentenanträge in Griechenland ab Juli 2014 elektronisch

5. Juli 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 515

Rentenanträge an den Versicherungsträger IKA in Griechenland müssen ab Juli 2014 in elektronsicher Form per Internet gestellt werden.

Ab dem 01 Juli 2014 hat in Griechenland die Stellung von Rentenanträgen der Versicherten des größten gesetzlichen Versicherungsträgers für Arbeitnehmer (IKA – ETAM) obligatorisch „elektronisch“ zu erfolgen.

Laut den Bestimmungen eines als außerordentlich dringend gekennzeichneten Runderlasses des Versicherungsträgers wird für alle Versicherten der IKA – ETAM und der einheitlichen Zusatzkasse (ETEA – ETEAM) ab dem 01 Juli 2014 die elektronische (sprich per Internet erfolgende) Beantragung von Alters- und Invalidenrenten obligatorisch.

Reduzierung des Publikumsverkehrs soll Produktivität steigern

Das Verfahren betrifft sowohl die Haupt- als auch die Zusatzrente. Von dem neuen Prozedere ausgenommen sind (bis auf weiteres) die Versicherten der in die IKA eingegliederten Kassen, der Kasse des Personals der DEI (TAP-DEI) und der Renten- und Zusatzkasse des Personals landwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Organisationen TSEAPGSO).

Abgesehen von den Versicherten dieser Kategorien, die wegen der Beibehaltung eigenständiger Datenverarbeitungssysteme bei ihren Versicherungskassen die Anträge weiterhin in Papierform stellen werden, wird die Möglichkeit der Einreichung des konventionellen Formulars (S3) auch für die Fälle der Bewilligung oder Übertragung von Hinterbliebenenrenten weitergelten, da der Übergang zur elektronischen Beantragung von Hinterbliebenenrenten die Vollendung des Erfassungsprozesses der indirekt Versicherten voraussetzt, der sich noch im Gang befindet.

Mittels dieses Systems werden die Rentenanwärter fortan die Möglichkeit haben, den Verlauf ihres Rentenantrags elektronisch zu verfolgen und allgemein direkten Zugang zu den Informationen zu erhalten, welche das Integrale Datenverarbeitungssystem der IKA-ETAM in Zusammenhang mit ihrer Verrentung bereitstellt. Somit wird drastisch der Publikumsverkehr eingeschränkt und die Produktivität der Angestellten verbessert, was eine erforderliche Voraussetzung für die Beschleunigung des Rentenbewilligungsverfahrens darstellt.

User-Zertifizierung und Anbindung der Zentren für Bürgerservice (KEP)

Die Beantragung der Rente erfolgt über die Website der IKA-ETAM in der Sektion „Elektronische Dienstleistungen > Elektronische Dienstleistungen für Versicherte / Rentner > Elektronischer Rentenantragsstellung“ auf zwei alternative Weisen:

  1. Mittels Zertifizierung per TAXISnet durch den elektronischen Service „Zertifizierung eines Versicherten per TAXISnet“, welches Verfahren das (persönliche) Erscheinen bei einer IKA-Geschäftsstelle zum Erhalt der persönlichen Zugangsdaten nur dann erfordert, wenn diese Art der Zertifizierung nicht möglich ist.
  2. Mittels Zertifizierung durch die IKA-ETAM, welches Verfahren das Erscheinen bei einer Geschäftsstelle der IKA-ETAM erfordert, um die persönlichen Zugangsdaten zu erhalten.

Parallel wird weiterhin der Zertifizierungsdienst für die Versicherten aktiv bleiben, die bereits über von der IKA-ETAM erteilte Zugangsdaten verfügen und diese zu verwenden wünschen.

In dem Runderlass wird betont, dass der elektronische Service der Website der IKA-ETAM die Versicherten in jedem Fall mittels konkreter Anweisungen durch die Schritte des Zertifizierungsprozesses leitet, während sich die erforderlichen Arbeiten im Gang befinden, damit das System der elektronischen Rentenbeantragung auch durch die „Zentren für Bürgerservice“ (KEP) unterstützt werden kann.

(Quelle: Imerisia)

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