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Archiv für Juli, 2014

Finanzamt in Griechenland pfändet rechtswidrig bei Ehegatten

26. Juli 2014 / Aktualisiert: 04. Januar 2019 / Aufrufe: 481 Kommentare ausgeschaltet

In Missachtung der Gesetzgebung und Rechtsprechung schreiten die Finanzämter in Griechenland häufig zur Pfändungen des Vermögens der Gatten von Steuerschuldnern.

Ehegatten sind in Griechenland während der Dauer ihrer Ehe zur Abgabe einer gemeinsamen Erklärung über ihre Einkommen verpflichtet, für welche jedoch die Steuern, Gebühren und Abgaben auf das Einkommen eines jeden getrennt berechnet werden. Zusätzlich ist es nicht möglich, die Verluste des einen Gatten mit den Einkommen des anderen zu verrechnen.

Was die Abgabe der Einkommensteuererklärung betrifft, ist gemäß Artikel 67 des Gesetzes N. 4172/2013 der Ehemann für die Einkommen der Ehefrau verantwortlich. Die sich aus der Abrechnung ergebende Einkommensteuer wird auf den Namen des Ehemanns festgestellt, die Verantwortung für die Entrichtung der Schuld, die den Einkommen eines jeden Gatten entspricht, trägt jedoch jeder Gatte getrennt. Wenn auf Antrag des einen Gatten die Trennung der sich aus der gemeinsamen Erklärung ergebenden Schuld verlangt wird, ist der zuständige Finanzamtsleiter verpflichtet, den Betrag der Schuld zu separieren. Das Schriftstück über die Separierung der Schuld stellt einen gesetzlichen Titel dar, dessen Geltung wiederum auf den Zeitpunkt zurückgeht, zu dem die Feststellung des Gesamtbetrags der Schuld erfolgte.
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Griechenland führt 45-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst ein

26. Juli 2014 / Aufrufe: 1.548 2 Kommentare

Griechenland führt bis Ende 2014 auf dem engeren und weiteren öffentlichen Sektor die 45-Studen-Woche ohne Lohnausgleich ein.

Die Verlängerung der Arbeitszeit auf dem öffentlichen Sektor in Griechenland von 40 auf 45 Stunden (eine Stunde pro Tag) ist eine Memorandums-Auflage, die bis zum 31 Dezember 2014 umgesetzt worden sein wird. Das portugiesische Ass im Ärmel der Regierung, um die Maßnahme durchzusetzen.

Gemäß dem derzeitigen Stand der Dinge wird sich auf dem engeren und breiteren öffentlichen Sektor die derzeitige Arbeitszeit von 40 Stunden bald und gemäß den Auflagen der Verpflichtungen des Memorandums ändern und auf 45 Stunden steigen.
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BlackRock: Griechenland ist weltweit Pleite-Kandidat No 1

25. Juli 2014 / Aufrufe: 2.096 3 Kommentare

Eine neue Studie der BlackRock stuft Griechenland weltweit als den Staat mit dem höchsten Risiko eines Staatsbankrotts ein.

Auf Basis des Risiko-Indexes, der sich wiederum auf Basis der volkswirtschaftlichen Fakten eines jeden Landes ergibt, belegt Griechenland auf der einschlägigen Liste den ersten Platz und liegt damit sogar noch vor Argentinien – trotz der Probleme, denen letzteres bei der Bedienung seiner Verschuldung begegnt.

Laut der BlackRock wirkt sich für Griechenland die politische Instabilität beschwerend aus, während im selben Moment die Verschlechterung der wirtschaftlichen Perspektiven auf großen aufsteigenden Märkten wie Argentinien, Brasilien und Russland verzeichnet wird, die gemäß dem Index die gefährlichsten Plätze für Investitionen belegen.
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Tabaksteuer in Griechenland hat Schwarzhandel explodieren lassen

25. Juli 2014 / Aufrufe: 1.339 1 Kommentar

Die überproportionale Besteuerung speziell der billigen Zigaretten hat in Griechenland zu einer Explosion des Zigaretten-Schwarzhandels geführt.

Laut einer Studie des Zentrums für Planung und Wirtschaftsforschung (KEPE) haben in Griechenland die aufeinanderfolgenden Änderungen der Steuersätze für Tabakprodukte in den letzten Jahren die Struktur der Sonderverbrauchssteuer (Ειδικός Φόρος Κατανάλωσης – ΕΦΚ bzw. EFK) von einer schlechthin proportionalen in eine vorrangig pauschale Steuer gewandelt, bei gleichzeitiger Anhebung sowohl der minimalen als auch der gesamten EFK.

Spezieller wurde in der Periode Juli 2009 – November 2012 die minimale EFK (Euro / 1.000 Zigaretten) um 66% und die pauschale EFK (Euro / 1.000 Zigaretten) um 1.351,85% erhöht, während die proportionale EFK (% auf den Einzelhandelspreis) um 62,84% gesenkt und die EFK insgesamt (% auf den gemittelten durchschnittlichen Einzelhandelspreis – Μέση Σταθμισμένη Λιανική Τιμή – ΜΣΛΤ bzw. MSLT) um 19,57% erhöht wurde.
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Troika genehmigt Strompreiserhöhung für Ferienwohnungen in Griechenland

24. Juli 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.325 Kommentare ausgeschaltet

Die Troika hat die neuen Tarife der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland genehmigt, die zu Preiserhöhungen für private Kleinverbraucher führen.

Die Troika genehmigte die neuen Tarife der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI), die rückwirkend ab dem 01 Juli 2014 in Kraft treten werden und sich auf die Senkung der gewerblichen Tarife und die Erhöhung bzw. wahrscheinlich die Abschaffung der billigen Tarifstufe für Stromverbräuche von 0 – 800 kwh / Quartal, was hauptsächlich die Ferienwohnungen treffen wird.

Die Maßnahme wird in Umsetzung der Bestimmungen des Memorandums bezüglich der Abschaffung der Kreuzsubventionierung bei Stromtarifen umgesetzt, welche Praxis mit den europäischen Verordnungen kollidiert. In diesem Rahmen werden die teureren gewerblichen Niederspannungs-Tarife gesenkt, die sich auf Läden, Büros und verschiedene sonstige Handelsaktivitäten beziehen.
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Moderne Sklavenhaltung in Griechenland

24. Juli 2014 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.627 2 Kommentare

In landwirtschaftlichen Kulturen auf der Peloponnes in Griechenland werden nach wie vor ausländische Landarbeiter wie Sklaven gehalten.

15 Monate nach dem gewalttätigen Übergriff gegen die ausländischen Arbeiter einer Erdbeerplantage in Manolada auf der Peloponnes, die ihre fälligen Löhne forderten, enthüllen die Immigranten den alltäglichen „Albtraum“, den sie in den „Favelas“ von Manolada durchleben. Die Opfer des bewaffneten Vorarbeiters sagten im Prozess als Zeugen aus und sprachen über die unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie arbeiten und leben.

Die Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ nahm Kontakt zu den Arbeitern auf den Feldern bei Manolada auf und enthüllt eine Szenerie der Verelendung und Ausnutzung in einem angeblich europäischen Land.
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Regierung in Griechenland scheißt auf die Justiz

23. Juli 2014 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 3.891 2 Kommentare

Die Regierung in Griechenland gestand mittels ihres Finanzministers mehr oder weniger unverblümt ein, sich einen feuchten Kehricht um die Urteile der Justiz zu kümmern.

Zynismus und Großmäuligkeit der griechischen Regierung überraschen mittlerweile niemanden mehr. Am vergangenen Montag (21 Juli 2014) übertraf jedoch der Finanzminister Gikas Hardouvelis alles Vorherige und erklärte mehr oder weniger, sich einen feuchten Kehricht um die Justiz und deren Urteile in Zusammenhang mit der ausgeübten Regierungspolitik und den von Zeit zu Zeit ergriffenen volkswirtschaftlichen Maßnahmen zu kümmern.

Die unglaubliche Erklärung des Nachfolgers des (vorherigen Finanzministers) Giannis Stournaras erfolgte vor der Generalsversammlung des Verbands der griechischen Industriellen (SEV bzw. griechisch SEB), und zwar zu welchem Anlass sonst? Den gerichtlichen Urteilen bezüglich der Sonder-Besoldungsordnungen und der sogenannten „Uniformträger“, welche Urteile die Regierung verpflichten, die 2012 vorgenommenen Kürzungen (bei den Bezügen) rückwirkend zu erstatten.

Unternehmer sollen Zufluss fremden Kapitals akzeptieren

Gikas Hardouvelis führte unter anderem an, dass diejenigen, die über die volkswirtschaftliche Politik entscheiden, die Politiker und nicht die Justiz seien, und fügte zynisch an: „Die Justiz hat das Wort um zu entscheiden, was gerecht und ungerecht ist, jedoch kann sie keine volkswirtschaftliche Politik ausüben.

Der Finanzminister meinte ebenfalls, durch die gerichtlichen Urteile werde Druck auf die öffentlichen Finanzen ausgeübt, und ließ somit praktisch durchklingen, die Regierung beabsichtige nicht, die Urteile der Gerichte exakt umzusetzen, was sie jedenfalls – auch in Erwartung der Gutachten des staatlichen Rechtsbeirats bezüglich der Auslegung der konkreten Urteile – bereits schon im Fall der Entlassungen der Reinigungskräfte des Finanzministeriums demonstriert hatte.

Das Thema der „roten“ (sprich „leistungsgestörten“) Kredite kommentierend vertrat Herr Hardouvelis, die Unternehmer müssen sich aufgeschlossen zeigen und nicht um jeden Preis darauf beharren, ihre Unternehmen in deren Gesamtheit zu behalten, sondern den Zufluss fremden Kapitals zulassen, damit es eine Balance gibt, die insgesamt der Wirtschaft helfen wird, und sprach auch über die Hilfe von Seiten der Banken, für deren Rettung das griechische Volk sich bereits dumm und dämlich gezahlt hat.

Schließlich erklärte Gikas Hardouvelis sich als Fan der (von der Troika aufgezwungenen) Memoranden und versicherte den Repräsentanten des SEV, die Regierung werde bei den Reformen nicht nachgeben und meinte charakteristisch: „Auch wenn die Memoranden im Dezember (2014) enden, können wir nicht zu den alten Zuständen zurückkehren.

(Quelle: Büchse der Pandora)

Griechenland: Millionen Bürger Geiseln des Finanzamts

23. Juli 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 1.061 Kommentare ausgeschaltet

2,6 Millionen Bürger in Griechenland sind Geiseln des Finanzamts, während die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit schwindelerregenden Rhythmen zunehmen.

Die fortwährenden Steuererhöhungen, die drastischen Kürzungen bei Löhnen und Renten, die Arbeitslosigkeit und die in den letzten vier Jahren erfolgten Unternehmensschließungen haben in Griechenland Millionen Haushalte und Unternehmen in eine wirtschaftliche Sackgasse geführt, womit sie nicht nur ihre Verbindlichkeiten nicht fristgemäß zu zahlen, sondern auch nicht einmal in die Zahlungsregelungen aufgenommen zu werden und diesen zu entsprechen vermögen, um ihre Schulden in Raten zu tilgen.

Bezeichnend ist, dass seit Anfang 2010 die fälligen Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus um 33,75 Mrd. Euro gestiegen sind. Ihre Aufblähung inmitten der Krise „erstickt“ die reale Wirtschaft und setzt der Bemühung um einen Aufschwung ernsthafte Hindernisse entgegen, zumal die Schuldner in der Angst vor der Pfändung ihrer Vermögenswerte leben. Die Pfändungsbescheide nehmen fortan den elektronischen Weg und werden zur Veranlassung … alles weiteren mit einem Rhythmus von 4.000 Bescheiden pro Tag an die Banken verschickt.
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Bundeswehr bestellt Möbel aus Griechenland

22. Juli 2014 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 1.076 Kommentare ausgeschaltet

Der Büromöbel-Hersteller Dromeas in Griechenland erhielt von der deutschen Bundeswehr einen Auftrag mit einem Volumen von 2 Millionen Euro.

Die deutsche Bundeswehr erteilte im Rahmen einer internationalen Ausschreibung dem griechischen Büromöbel-Hersteller Dromeas den Zuschlag über die Lieferung von Möbeln. Spezieller kam es laut einer einschlägigen Bekanntmachung nach der Durchführung einer internationalen Ausschreibung der Bundeswehrverwaltung am 15/07/2014 zur Unterzeichnung des in Rede stehenden Vertrags mit einem Volumen von zwei Millionen Euro.

Gegenstand des Auftrags sind allen Vorschriften der EU entsprechende Möbel, die vollumfänglich von der Gesellschaft DROMEAS in ihren Anlagen im Industriegebiet der Stadt Serres in Nordostgriechenland produziert werden. Die Bewertung erfolgte auf Basis der ergonomischen und funktionellen Vollständigkeit, der Belastbarkeit und der Ästhetik der Artikel, unter paralleler Berücksichtigung internationaler Zertifizierungen der Rohstoffe, Produktionsverfahren und Endprodukte.

(Quelle: Capital.gr)

Kreditnehmer in Griechenland pauschal der Steuerhinterziehung verdächtig

22. Juli 2014 / Aufrufe: 817 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen der Steuer-Paranoia in Griechenland werden nun sogar auch potentielle Kreditnehmer pauschal der Steuerhinterziehung verdächtigt.

Der Sinn des Bankgeheimnisses ist in Griechenland praktisch abgeschafft worden, da mittlerweile gleichzeitig fünf verschiedene Behörden (Dezernat für Wirtschaftskriminalität – SDOE, Zentrale für Einnahmen, Behörde für Bekämpfung der Legalisierung von Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten usw.) Informationen über die Bewegungen privater Bankkonten schöpfen. Die Banken wiederum sind verpflichtet, Archive mit den Bewegungen aller Konten in den letzten zehn Jahren zu führen.

Was die Kontoguthaben betrifft, hat das Finanzamt heutzutage Zugriff auf alle Bankkonten. Allerdings hat es derzeit noch keinen Zugriff auf ältere Kontenbewegungen, was erst im nächsten Stadium des Online-Zugriffs auf die Archive der Banken möglich sein wird, während der Zugang zu den Daten über die Kredite folgen wird. Genau aus diesem Grund sind derzeit bei den Bankfilialen für 7.000 Kontoinhaber die Anträge der Steuerbehörden auf Herausgabe der Kontobewegungsdaten anhängig.
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