Griechenland braucht dringend 7 Milliarden Euro

16. Juli 2014 / Aufrufe: 1.109

Die Regierung in Griechenland hat begonnen, Euro für Euro einen Betrag von 7 Milliarden Euro zusammenzukratzen, um unangenehme Überraschungen abzuwenden.

Der griechische Fiskus wird im kommenden Monat (August 2014) knapp 7 Mrd. Euro benötigen, um seinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen und fällige Anleihen auszulösen.

Im Finanzstab der Regierung Samaras wurde deswegen inzwischen damit begonnen, buchstäblich jeden einzelnen Euro zusammenzukratzen, um den in Rede stehenden Betrag aufzutreiben und nicht mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert zu werden.

Jeder Gedanke an Aufschübe verbietet sich von selbst

Dies ist außerdem auch der Grund, aus dem Griechenland (in offener Konfrontation mit der Troika) inmitten eines internationalen Umfelds der Ungewissheit riskierte, in der vergangenen Woche mit einer 3-jährigen Anleihe an die Märkte zu gehen, die den Fiskus einen sündhaft teuren Zinssatz kostete (3,5%) und ein eher zweifelhaftes Ergebnis hatte, da anstatt wie ursprünglich geplant 3 Mrd. Euro letztendlich nur 1,5 Mrd. Euro geschöpft wurden – womit zum ersten Mal in der Geschichte Griechenlands ein Anleiheziel mangels akzeptabler Subskriptionen nicht erreicht wurde.

Unter den gegenwärtigen Umständen wurde der Marktgang jedoch für erforderlich gehalten, da der griechische Staat demnächst große in der Vergangenheit ausgegebene Anleihen auslösen muss, die im August 2014 fällig werden. Stellvertretend ist der Fall einer Reihe von Anleihen im Gesamtwert von 3,9 Mrd. Euro, die sich derzeit im Portefeuille der Europäischen Zentralbank (EZB) befinden und im kommenden Monat auszulösen sind.

Im übrigen versteht es sich von selbst, dass sich allein auch nur der … Gedanke an Aufschübe verbietet. Das letzte Beispiel Portugals war für alle, die solche – wie sich aus dem Resultat erwies – vergeblichen Hoffnungen hegten, eine ausreichende Lehre, sie davon abzubringen.

(Quelle: Voria.gr, Medienberichte)

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