Ein Drittel der Bürger in Griechenland hat niemals PC und Internet genutzt

17. Juli 2014 / Aufrufe: 795

Einer Untersuchung zufolge hat rund ein Drittel der Bürger in Griechenland noch nie einen PC und das Internet genutzt.

Ungefähr einer von drei Griechen erklärt, niemals in seinem Leben einen elektronischen Rechner (34,4%) noch das Internet (36,3%) genutzt zu haben. Hinsichtlich letzterer Gruppe haben mehr Frauen (40,8%) als Männer (35,9%) noch nie das Internet genutzt.

Andererseits steigt der Anteil der Bürger des Landes, die regelmäßig das Internet nutzen, in den letzten Jahren kontinuierlich – und zwar sogar mit beschleunigten Rhythmen – an, mit dem Ergebnis, dass 81% der User es fast jeden Tag nutzen. Dabei bleibt der PC das populärste Gerät für den Zugang zum Internet (91,5% der User), während dank der 3G-Technologie und „Smartphones“ inzwischen auch der Zugang per Mobiltelefon signifikant zunimmt.

Über die Hälfte der ab 55-Jährigen haben keinen Internetzugang

Dies enthüllt unter anderem eine Untersuchung der Beobachtungsstelle für Verwaltungsreform der „Kinonia tis Pliroforikis S.A.„, die 2013 bezüglich der Nutzung der neuen Technologien durch die Bürger durchgeführt wurde. Aus der Untersuchung wird festgestellt, dass in Griechenland kontinuierlich die Anzahl der Personen zunimmt, die Güter oder Dienstleistungen für den privaten Gebrauch per Internet einkaufen, wobei die populärsten Produktkategorien Kleidung, Schuhe und elektronische Geräte sind. Der Tendenz auch der übrigen europäischen Länder folgend bevorzugen die Griechen Einkäufe bei inländischen Verkäufern und werden hauptsächlich durch die potentiell niedrigeren Preise motiviert. Sie tätigen 1 bis 5 elektronische Einkäufe je Quartal und geben insgesamt bis zu 500 im elektronischen Handel aus.

61,5% erklären, von zu Hause aus Zugang zum Internet zu haben, 37,5% dagegen nicht. Hinsichtlich der Altersgruppen erklären ungefähr drei von vier Personen im Alter von 66 bis 74 Jahren (73,4%) sowie ebenfalls 57,3% der Personen im Alter von 55 bis 65 Jahren, zu Hause keinen Internetzugang zu haben, während der geringste Anteil ohne Internetzugang sich auf junge Leute im Alter von 16 bis 25 Jahren (18,4%) bezieht. 81% der User des Internets nutzen es jeden Tag oder fast jeden Tag und 14% einige Male in der Woche.

Die fünf hauptsächlichen elektronischen Aktivitäten der Nutzer sind der Erhalt von Informationen über Produkte und Dienstleistungen (76,7%), Nutzung der elektronischen Post (74,6%), das Lesen elektronischer Zeitschriften und Zeitungen (70,5%), Freizeitaktivitäten (Spiele – Fotos – Musik – Filme, 63,9%) und die Beschäftigung mit den sozialen Netzwerken wie Facebook (51,4%).

Was die Online-Einkäufe betrifft, wird als Hauptmotiv (76%) die Auffindung niedrigerer Preise als in den physischen Geschäften angegeben. Fast die Hälfte der Konsumenten (45%) bezahlen ihre Bestellungen per Nachnahme, 29% per Kreditkarte und 25% mit Prepaid-Karten. 27,5% der elektronischen Einkäufe erfolgen bei inländischen E-Shops.

Die große Mehrheit der Bürger glaubt, dass sich dank des Internetzugangs die Abwicklung ihrer Angelegenheiten mit dem öffentlichen Sektor verbessert (90%) und sie eine größere Beteiligung an dem öffentlichen Geschehen erhalten (88%). Hinsichtlich der Sicherheit im Internet erklären 60%, solchen Problemen begegnet zu sein, 40% dagegen nicht.

Auf dem Bildungssektor haben inzwischen mehr als die Hälfte der griechischen Schulen (54%) eine eigene Website, während 30% der Schüler in ihrer Schule ein Smartphone benutzen. Die Untersuchung fokussiert sich ebenfalls auf Teilgruppen der Bevölkerung wie Senioren, Behinderte, Personen mit niedrigem Bildungsniveau und Arbeitslose, um die Art der Nutzung des Internets und ihre speziellen digitalen Bedürfnisse aufzuzeigen.

(Quelle: To Pontiki)

  1. Catalina
    17. Juli 2014, 12:41 | #1

    Ja, ja, die „große“ Freiheit des Internets … . Einer der Hauptgründe für die Anschaffung eines PC’s sind ja wohl auch die vielen neuen Gesetze der griechischen Regierung, die ganz Griechenland und seine Bürger nur noch online „verwalten“ möchte. Steuererklärungen, Anträge etc. geht ja neuerdings nur noch per PC. Elektronische Überwachung hoch drei, die aber gerne verschwiegen wird, denn wer denkt schon daran, wenn er nur endlich online shoppen und am „sozialen“ Netzwerk teilnehmen kann. Ach ja, die Moderne hält Einzug in Griechenland, da muß ich rasch nochmal ins Kafenion, um die neuesten Infos zu kriegen 😉

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