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Archiv für Juli, 2014

Status des Steuerausländers in Griechenland

31. Juli 2014 / Aufrufe: 1.888 Kommentare ausgeschaltet

Die Finanzämter in Griechenland müssen den Status des Steuerausländers auch dann anerkennen, wenn ihnen Verlegung des Steuerwohnsitzes nicht regulär gemeldet wurde.

Im Ausland ansässige Bürger beschwerten sich beim Ombudsmann (Συνήγορος του Πολίτη – ΣτΠ) in Zusammenhang mit der Bestimmung ihres Steuerwohnsitzes. Konkret weigerten sich die zuständigen Finanzämter (DOY) in Fällen von Steuerpflichtigen, die nachweislich über eine Reihe von Jahren im Ausland ansässig waren, deren Wohnsitz zu ändern und verlangten, sie als in Griechenland wohnhafte Steuerpflichtige für ihr weltweites Einkommen zu besteuern.

Die Gesetzgebung sah vor, dass der Steuerpflichtige im Fall der Verlegung seines Wohnsitzes verpflichtet war, dies innerhalb des laufenden Jahres dem zuständigen Finanzamt zu melden. Aus dieser Bestimmung leiteten die zuständigen Dienststellen ab, dass es keine rückwirkende Änderung des Steuerwohnsitzes natürlicher Personen geben könne.
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Wie in Griechenland beim Zoll geschmiert wird

31. Juli 2014 / Aufrufe: 2.010 4 Kommentare

Die Entrichtung von Beschleunigungsgebühren scheint bei den Zollämtern in Griechenland auf breiter Basis nach wie vor zum guten Ton zu gehören.

Sei nicht blöd, nimm es an, alle nehmen es an.“ Frau M. vermag sich nicht zu erinnern, wie oft sie diese Phrase gehört hat. Sie wusste von der „Beschleunigungsgebühr“, bevor sie jedoch ihre Arbeit beim Zoll (Anmerkung: einem der größten Zollämter des Landes) antrat, hatte sie keine Ahnung von dem Ausmaß des Phänomens.

Sie war nicht einmal eine Woche an ihrem neuen Arbeitsplatz, als sich der erste Vorfall ereignete: „Es traten Zollagenten an mich heran und drückten mir heimlich Geld in die Hand. Ich hatte nicht besonderes getan, ich bearbeitete Papiere. Sie wollten einfach nur abchecken, ob ich mitmachen würde. Hätte ich es angenommen, wäre an alle übrigen durchgetrommelt worden, dass ich ‚zu ihnen gehöre‘„. Die M. gab das Geld sofort zurück. „Da verstanden sie, dass sie mit mir ein Problem haben werden.“ Sie hatten es, wie schließlich sie selbst auch mit ihnen.
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Griechenland: Touristenzahlen steigen, Einnahmen nicht

30. Juli 2014 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.125 Kommentare ausgeschaltet

Die rasante Zunahme der Ankünfte der Touristen in Griechenland schlägt sich nicht in einem entsprechenden Anstieg der Einnahmen nieder.

Die Anzahl der Besucher, die Griechenland in diesem Jahr empfangen wird, wird 20 Mio. tangieren, die Einnahmen halten jedoch nicht Schritt damit. Ziel ist fortan die Wende zur Qualität. Etliche Unternehmensfunktionäre sehen die Zunahme des Tourismus als eine der bedeutendsten Chancen zur Umkehr der negativen wirtschaftlichen Lage.

Kritische Branchen für die griechische Wirtschaft setzen auf die gestiegene touristische Welle und hoffen, die negativen Fakten des Winters wettzumachen. Zu diesen Erwartungen tragen die positiven Signale von der Front der aus der touristischen Aktivität, aber auch der Stärkung der Beschäftigung herrührenden Steuereinnahmen bei, obwohl noch viel zu geschehen hat.
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Das große Fressen – Als Griechenland noch keinen Massentourismus hatte

30. Juli 2014 / Aktualisiert: 31. Juli 2014 / Aufrufe: 1.926 6 Kommentare

Die Fundamente des heutigen Massentourismus in Griechenland legten vor einem halben Jahrhundert einfache Menschen, denen es jedoch nie gedankt wurde.

Jedes Mal, wenn ich die Olga (Kefalogiannis) sehe (Anmerkung: gemeint ist die Ministerin für Tourismus), wie sie sich freut, wenn sie über Millionen Touristen berichtet, die das Land besuchen werden, und auf den jedes Jahr erzielten Rekorden ihre Karriere aufbaut, überkommt es mich, sie an ihrem Designer-Kragen zu packen und ihr zu sagen:

Weißt Du, gute Frau, wem Du die heutigen Erfolge verdankst? Dem, der den Beton für die Fundamente des Gebäudes goss, das wir heute die Schwerindustrie des Landes nennen. Meinem Onkel Giannis. Jawohl. Und damit Du nicht meinst ich würde nur schwätzen, sollst Du wissen, dass dieser Beton im August 1696 oder 1970 gegossen wurde, als plötzlich fünf Touristen im Dorf auftauchten.
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Steuervorabzug bei gelegentlicher Nebentätigkeit in Griechenland

29. Juli 2014 / Aufrufe: 471 Kommentare ausgeschaltet

Gemäß der neuen Steuergesetzgebung in Griechenland dürften Vergütungen gelegentlich erbrachter Dienstleistungen nicht dem 20-prozentigen Steuervorabzug unterliegen.

Mit dem Runderlass POL 1120/25.4.2014 (Thema: „Steuerliche Handhabung der Vergütungen, die für technische Dienstleistungen, Verwaltungshonorare, Vergütungen für beratende und ähnliche Dienstleistungen entrichtet werden„), mit dem Bestimmungen des Falls d, Par. 1 des Artikels 62 sowie auch des Falls d, Par. 1 des Artikels 64 des N 4172/2013 (Einkommensteuerordnung – KFE) bekannt gemacht werden, die sich auf die Einbehaltung von Steuern auf die obigen Vergütungen beziehen, stellen grundsätzlich klar, dass der Einbehaltung von Steuern die für diese Vergütungen entrichteten Zahlungen unterliegen – und zwar unabhängig davon, ob die Dienstleistungen in Griechenland erbracht worden sind -, wenn der Empfänger der Vergütung eine natürliche Person ist.
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Rückgang des Inlandstourismus in Griechenland

29. Juli 2014 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 724 Kommentare ausgeschaltet

Während in Griechenland der Strom ausländischer Touristen Rekorde verzeichnet, geht der Inlandstourismus kontinuierlich zurück.

Eine von dem Institut für touristische Forschungen und Prognosen (ITEP) durchgeführte Studie zeigt, dass im Gegensatz zu dem Tourismus aus dem Ausland eintreffenden Tourismus der Inlandstourismus schrumpft. Die Übernachtungen von Griechen in den Hotels gingen 2012 im Verhältnis zu 2011 um 18,6% zurück, während gemäß dem Eurobarometer 74% der Griechen erklären, 2013 nicht in Urlaub gefahren zu sein.

Aus den bisherigen Daten scheint sich unter der Last der wirtschaftlichen Rezession die selbe Tendenz auch 2014 fortzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der Inlandstourismus weniger saisonal geprägt ist als der aus dem Ausland eintreffende Tourismus. Allgemein ist der saisonale Charakter des Tourismus jedoch im Verhältnis zu konkurrierenden Ländern wie Spanien, Italien, Zypern und Portugal ausgeprägter.
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Pfändungsschutz für Bankkonten in Griechenland

28. Juli 2014 / Aufrufe: 879 1 Kommentar

Jede in Griechenland steuerpflichtige natürliche Person kann fortan per TAXISnet ein konkretes Bankkonto deklarieren, um dieses vor Pfändungen des Fiskus zu schützen.

Ab dem 29 Juli 2014 wird in dem griechischen Steuerportal TAXISnet eine neue elektronische Anwendung freigegeben, damit die Steuerpflichtigen der Zentrale für öffentliche Einnahmen unbürokratisch ihr (je Person) einziges pfändungsgeschütztes Bankkonto melden können.

Dies sieht ein Beschluss der neuen Generalsekretärin für öffentliche Einnahmen, Katerina Savvaidou, bezüglich des Schutzes von Bankkonten bis zu einem Guthaben von 1.500 Euro vor Pfändungen wegen Verbindlichkeiten an den Fiskus vor.
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Anhebung der Verbrauchssteuern in Griechenland war ein Desaster

28. Juli 2014 / Aufrufe: 1.947 2 Kommentare

Die enorme Anhebung der Verbrauchssteuern in Griechenland auf Kraftstoffe, Getränke und Zigaretten hat sich für den Fiskus als Schuss in das eigene Knie erwiesen.

Die wiederholten und maßlosen Erhöhungen der in Griechenland auf Kraftstoffe, Spirituosen und Zigaretten erhobenen Verbrauchssteuern erzielten definitiv nicht die erwarteten Ergebnisse. Daher hofft die Regierung unter Antonis Samara, die Troika von einer Lockerung der Besteuerung auf diesen Bereichen zu überzeugen.

Einen „Verbündeten“ in der Bemühung der griechischen Regierung, die Troika davon zu überzeugen, das grüne Licht für Korrekturen in den Themen der Besteuerung zu geben, stellt abgesehen von der korrekten Einhaltung des Haushalts auch der dokumentierte Rückstand auf konkreten Einnahmesektoren dar.
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Verschuldung Griechenlands sank um fast 4 Mrd Euro

27. Juli 2014 / Aufrufe: 353 Kommentare ausgeschaltet

Laut der Eurostat sank die öffentliche Verschuldung Griechenlands im ersten Quartal 2014 um knapp vier Milliarden Euro.

Laut den am 22 Juli 2014 von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) veröffentlichten Daten erreichte im ersten Quartal 2014 die öffentliche Verschuldung Griechenlands 174,1% des BIP. Im Verhältnis zum vierten Quartal 2013 sank damit die Verschuldung um 1%, während sie im Verhältnis zum ersten Quartal 2013 um 13,5% anstieg.

Aus den selben Daten geht weiter hervor, dass von der griechischen Verschuldung in Höhe von 174,% des BIP 131,3% auf Kredite und 42,4% auf sonstige Titel entfallen. In absoluten Zahlen sank die griechische Verschuldung im ersten Quartal 2014 auf 314,8 Mrd. Euro, gegenüber 318,7 Mrd. Euro im ersten Quartal 2013.
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Griechenland: Die Magie der Steuerhinterziehung

27. Juli 2014 / Aufrufe: 1.061 2 Kommentare

Ist in Griechenland die Steuerhinterziehung eine Äußerung gesellschaftlichen Vertrauens?

In der von dem Anthropologen bei einem „primitiven“ Volksstamm durchgeführten lokalen Untersuchung (field work) gibt es immer den kritischen „Punkt Null“ – den Punkt, ab dem der Stamm aufhört, Dich als Fremden anzusehen und Dich fortan als „einen von ihnen“ betrachtet.

Die Weise, auf die der Anthropologe wahrnimmt, an diesem begehrten Punkt angelangt zu sein, unterscheidet sich natürlich von Stamm zu Stamm. Bei manchen zeigt sich dies, wenn sie Dir einen Spitznamen anhängen und Dich mit diesem zu rufen beginnen (z. B. „Sohn der aus der Ferne kommenden weißen Stute„). Bei anderen, wenn die Omas Dir gestatten, an dem Klatsch vor dem Feuer teilzunehmen. Bei Stämmen des Amazonas wiederum äußert sich die Akzeptanz, wenn sie Dir erlauben, an den Überfällen gegen benachbarte Stämme teilzunehmen, um deren Frauen zu stehlen usw. etc.
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