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Unbezahltes Praktikum gegen Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland

17. Juni 2014 / Aufrufe: 955

Der internationale Flughafen Athens in Griechenland bietet 70 jungen Leuten die Chance zu einem sechsmonatigen Berufspraktikum ohne Bezahlung.

Einen originellen Weg zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fand man auf dem Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ und schuf 70 neue Arbeitsplätze für junge Leute im Alter von 19 bis 29 Jahren.

Laut der Ausschreibung der Gesellschaft, die den internationalen Flughafen Athen verhaltet, werden die „Glückspilze“, die es schaffen, in das Programm aufgenommen zu werden, die Chance haben „eine bezahlte Berufserfahrung und sechsmonatige Ausbildung an Arbeitsplätzen des Flughafens zu erwerben, eines Trägers, der ein international ausgezeichnetes unternehmerisches Betriebsmodell darstellt„.

6 Monate Bodendienst gegen Fahrtkostenerstattung

Die große Innovation liegt allerdings darin, dass die 70 jungen Leute für sechs Monate Arbeit auf den Pisten des „Eleftherios Venizelos“ mit dem Gegenwert ihrer Fahrkarte zu und von dem Flughafen entlohnt werden. Und all dies unter dem ellenlangen Titel der Ausschreibung des Programms „Der Internationale Flughafen Athens AG ‚Eleftherios Venizelos‘ trägt effizient zur Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit bei„.

Wie es in der Bekanntmachung der Flughafenverwaltung charakteristisch lautet, sucht die Gesellschaft 30 junge Leute im Alter von 19 bis 29 Jahren, Abiturienten oder Absolventen einer technischen Schule, die daran interessiert sind, Berufserfahrung und Kenntnisse auf dem rein betrieblichen Sektor der Pistenarbeit und des terrestrischen Flughafenzugangs zu erwerben, sowie 40 junge Leute im Alter von 19 bis 29 Jahren, die Studenten oder Absolventen einer Universität oder technischen Hochschule sind und Berufserfahrung zu erwerben oder ihr Praktikum zu absolvieren und in verschiedenen Abteilungen der Flughafengesellschaft zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln wünschen.

Alle, die für die Teilnahme an dem Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ausgewählt werden, werden alltäglich ohne jeglichen arbeitsrechtlichen Anspruch auf den Pisten arbeiten und mit ihren Fahrtkosten vergütet werden. Es ist wiederum bezeichnend, dass in der Ausschreibung auch ein Kriterium der lokalen Ansässigkeit bestimmt wurde, also junge Leute bevorzugt werden, die in benachbarten Gebieten wohnen – offensichtlich, damit auch die Fahrtkosten geringer ausfallen.

(Quelle: Avgi, Autor: Petros atsakos)

Relevante Beiträge:

  1. Rudi
    17. Juni 2014, 16:22 | #1

    Vor vielen Jahren bekamen wir während unserer Facharbeiterlehre als 14 jährige/r umgerechnet 25€ im 1. Jahr, 35€ im 2. Jahr und 45€ im 3. und 4. Jahr monatlich. Davon bezahlte man die Fahrtkosten und bekam wöchentlich 2,5€-5€ Taschengeld. Wir waren heilfroh überhaupt eine anständige Lehrstelle zu bekommen. Diese Ausbildung war die Grundlage für meinen weiteren Werdegang. Meinem Meister und meinen Lehrern bin ich für ihre, nicht immer leichte Arbeit, und ihr Verständnis für uns Jugendliche heute noch dankbar. An uns Auszubildenden verdiente der Betrieb damals nichts, sondern legte eher noch drauf, um anschließend an guten „Eigengewächsen“ zu profitieren. Deshalb kann ich an ernstgemeinten Praktika zum Nulltarif nichts Negatives entdecken.

  2. Catalina
    17. Juni 2014, 16:59 | #2

    Und vermutlich wird die Flughafen-Gesellschaft für ihre pure Menschenfreundlichkeit und ihr Bestreben, der grossen Jugendarbeitslosigkeit zu begegnen, auch noch aus irgendeinem EU-Topf Fördergelder dafür erhalten und im nächsten Jahr dann den EU-Ehrenpreis für „soziales Engagement in Krisenzeiten“ zugesprochen bekommen!!

  3. Rafael
    18. Juni 2014, 09:54 | #3

    …ein Tropfen auf den heißen Stein… Löblich, dass zumindest Ansätze zu erkennen sind. Wobei hierzu ordentlich Druck aus Brüssel kam! Praktikas ohne Entlohnung lehne ich ab, da es sich hierbei um Ausbeutung handelt. Ich hatte selbst ein Unternehmen (Deutschland), hatte aber nie von jungen Leuten verlangt ohne zumindest eine gewisse Entlohnung zu arbeiten. Denn eines ist sicher, ein Praktikant “praktiziert” nicht nur, nein, er wird für allerlei Hilfsarbeiten hinzugezogen, die praxisfremd sind. Auch ich bin sicher, dass der Flughafen Athen aus irgend einem Fördertopf der EU Gelder bekommt. Als Unternehmer ist dies nachzuvollziehen, weshalb soll das Unternehmen solche Gelder ausschlagen. Meine Kritk geht nach Brüssel: Setzt unsere Steuergelder endlich so ein, dass es einen Sinn macht!

  4. Arno
    23. Juni 2014, 22:10 | #4

    Da Arbeit von jedem unmittelbaren gesellschaftlichen Zweck befreit ist, einzig und allein dem Gelderwerb dient, mutet es geradezu irreal an, wenn Leute kostenlos arbeiten. Ein Kapitalismus ohne Kapital. Freiwillige Zwangsarbeit. Die lechzen alle nach Arbeit und verstehen gar nicht, dass sie nur einem abstrakten Zweck dienen, der absurd geworden ist.

  5. 18. Juli 2014, 03:09 | #5

    Ich hab im Alter von 10 Jahren 1,80 DM pro Stunde einer Baumschule verdient, aber da war Geld noch was wert. Danach kam die Kraftwerkszeit, auch Neckarwestheim, asbestverseucht und verstrahlt. 1800 DM netto plus Fressgeld. Danach 40 Euro pro Stunde, bis ich die Schlipsträger nicht mehr ertragen konnte. 22 Jahre. Würde gerne in Athen arbeiten, aber ein 60-Jähriger wird hier wie da nicht mehr genommen und 0 Lohn ist einfach eine Beleidigung. Wer betreibt dat Dingen da? Hochtief, Deutschland? Keine weiteren Fragen.

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