Wahlkampf in Griechenland: IWF stärkt Regierung den Rücken

9. Mai 2014 / Aufrufe: 502

Der IWF schließt sich unverhohlen zugunsten der Regierung Samaras der in Griechenland betriebenen Angstmache vor einer politischen Destabilisierung an.

Auf Ebene der Angstmache im Rahmen des Wahlkampfs vor der Europawahl 2014 (und im weiteren Sinn auch vor den parallel anstehenden Kommunalwahlen in Griechenland) wird eine absolute Gleichschaltung zwischen IWF und der derzeitigen Koalitionsregierung unter Antonis Samaras bzw. der Nea Dimokratia (ND) – PASOK mittels allseitiger Erklärungen über die „Stimme für die Stabilität“ beobachtet.

Bezüglich der Europawahl und der Kommunalwahlen in Griechenland gefragt antwortete der Repräsentant des Fonds, Jerry Rice, ohne Spielräume für Fehlinterpretationen: „In dem griechischen Programm ist – wie auch in anderen Programmen – die politische Stabilität ein signifikantes Thema.

Lagarde und Merkel diskutierten auch über Griechenland

In einem in Washington an die Presse gegebenen Interview  wurde bekannt, dass im Rahmen der 5. Bewertung des griechischen Programms in den kommenden Wochen der Vorstand des Internationalen Währungsfonds tagen wird, um die nächste Tranche in Höhe von 3,6 Mrd. Euro zu genehmigen. Auf die Frage bezüglich der „unverwendeten Rücklage“ der Finanzstabilitätsfazilität und ob diese für die Senkung der griechischen Verschuldung oder zur Deckung der volkswirtschaftlichen Finanzierungslücke verwertet werden könnte, vermied Jerry Rice zu antworten.

Zu einer anderen Frage kommentierte er, der technische Stab des IWF werde sich im Juni oder Juli (2014) in Griechenland befinden und nach dem Sommer werde die Delegation des IWF nach Griechenland kommen, merkte jedoch an, dass das genaue Datum noch nicht beschlossen worden sei.

Auf die Frage, ob sich bei dem neulich in der amerikanischen Hauptstadt erfolgten Treffen der Direktorinn des IWF, Christin Lagarde, mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel  Griechenland im „Epizentrum der Diskussion“ befand, erklärte der Repräsentant des Fonds konkret, „ich bestätige, dass Griechenland unter den Ländern war, über die sie sich unterhielten“, und merkte an, dass sie eine Reihe sich auf die weltweite Wirtschaft – einschließlich Europas und der Ukraine – beziehender Themen diskutierten.

(Quelle: To Pontiki)

  1. klues
    10. Mai 2014, 12:03 | #1

    Nicht nur der IWF, dazu gehören ebenfalls die BRD, Frankreich usw. – ausbeuten, abgreifen, verseuchen lautet die Devise … EU 2.0 Bravo !

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