Europawahl 2014 in Griechenland mit fast 1300 Kandidaten!

24. Mai 2014 / Aufrufe: 776

Mit fast 1300 Kandidaten treten in Griechenland zu der Europawahl 2014 verhältnismäßig mehr Kandidaten als in jedem anderen Land der EU an.

Es wird gesagt, wenn jemand in Griechenland „πρόεδρε“ (= Vorsitzender, Präsident) rufe, würde sich die halbe Bevölkerung umdrehen. Das selbe scheint auch für die kandidierenden …. Europa-Abgeordneten zu gelten.

Gemäß Angaben der Pressestelle des Europaparlaments hat Griechenland im Verhältnis zum Wahlkörper die meisten kandidierenden Europaparlamentarier aller EU-Länder: Die Anzahl der Kandidaten erreicht fast 1.300, entspricht also ungefähr 1 Kandidaten pro 8.333 Einwohner! (Anmerkung: Griechischen Quellen zufolge treten letztendlich insgesamt 1.251 Kandidaten an.)

Europaweit treten 16.351 Kandidaten treten für 751 an

Griechenland mit seinen 21 Sitzen im neuen Europaparlament hat mehr Kandidaten als Deutschland (1.053) mit 96 Sitzen und Italien (807) mit 73 Sitzen. Was die absolute Anzahl betrifft, haben Frankreich (3.753) und Spanien (2.106) die meisten Kandidaten.

Insgesamt gibt es bei der diesjährigen Europawahl 948 Wahllisten mit insgesamt 16.351 Kandidaten aus 28 Mitgliedstaaten für 751 Sitze im Europaparlament.

In Griechenland wurden 40 Parteien zur Europawahl 2014 zugelassen

In Griechenland treten zu der diesjährigen Europawahl 40 Parteien und Bündnisse an. Anfänglich waren bei der zuständigen Kammer des Obersten Gerichtshofs (Areopag) 43 Anträge eingereicht worden, von denen jedoch im weiteren Verlauf 3 zurückgezogen worden sind. Spezieller werden die Parteien „Nationale Morgenröte“ (Εθνική Αυγή / Ethniki Avgi, siehe Rechtsradikale in Griechenland gründen Ersatz-Partei), „Freiheit“ (Ελευθερία / Eleftheria) und „Grundstück zu verschenken“ (Χαρίζω Οικόπεδα / Charizo Ikopedo) letztendlich nicht antreten.

Die von dem türkischen Konsulat in Komotini unterstützte Partei „DEP“ (Partei für Gleichheit, Frieden und Freundschaft) der türkischstämmigen moslemischen Minderheit in Thrakien weigerte sich, den üblichen Weg zu befolgen, ihre Wahllisten unter Verantwortung des griechischen Innenministeriums drucken zu lassen, und bediente sich der gesetzlich gebotenen Möglichkeit, die Listen in eigener Regie drucken zu lassen (und deren Verfügbarkeit zu gewährleisten). Laut einem Artikel der Zeitung „Eleftheros Typos“ wird die Partei ihre Wahllisten nur in Thrakien, Ostmakedonien, auf Rhodos, Kos und in großen urbanen Zentren verteilen, in denen türkischstämmige moslemische Minderheiten leben.

(Quelle: To Pontiki, Dikaiologitika.gr)

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