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Aufblähung der elektronischen Bürokratie in Griechenland

30. Mai 2014 / Aufrufe: 1.221

Das TAXIS-System in Griechenland eskaliert zu einer neuen elektronischen Bürokratie, da in diesem Jahr fast 30 Millionen Erklärungen abzugeben sind.

Ungefähr 5,5 Millionen Steuerpflichtige in Griechenland werden in diesem Jahr an dem Punkt angelangen, fast 30 Millionen elektronische Steuererklärungen einzureichen.

Die Entrichtung der Steuern (Einkommensteuer, MwSt. usw.), die Gewährung von Beihilfen (Kindergeld, Heizkostenbeihilfe, „soziale Dividende“), sogar auch der Schutz des Bankkontos vor den Pfändungen des Finanzamts laufen fortan obligatorisch über das System des TAXISnet, dessen Belastbarkeit in den kommenden Monaten einer harten Prüfung unterzogen werden wird.

Bürgern werden immer mehr „elektronische“ Verpflichtungen auferlegt

Der Rekord, der gemäß den Erwartungen innerhalb des Jahres 2014 gebrochen werden wird, mutet laut der „Kathimerini“ für die griechischen Gegebenheiten unfassbar an. Die Fakten zeigen das explosive Anwachsen des TAXIS-Systems in Zahlen: 2011 wurden ungefähr 12,8 Millionen Erklärungen eingereicht, 2012 stiegen sie auf 19 Millionen an, 2013 auf 23,3 Millionen, und inzwischen stehen neue historische Höchstwerte bevor.

Die Gründe, auf welche dieser steile Anstieg zurückgeführt wird, sind zwei:

  1. Die Umwandlung aller bereits vorher bestehenden steuerlichen Verpflichtungen von der handschriftlichen in die elektronische Form. Inzwischen ist es keinem Bürger mehr gestattet, seine Steuererklärung schriftlich zu machen, außer wenn er einem tatsächlichen Unvermögen begegnet. Sogar auch für die Einreichung eines Mietvertrags an das Finanzamt ist eine elektronische Erklärung erforderlich, und schrittweise werden auch alle Gebührenzahlungen nur noch elektronisch möglich sein, während ebenfalls die Einreichung der „Vermögensdeklaration“ von Journalisten, Politikern, Finanzbeamten und sonstigen Verpflichteten elektronisch werden wird (die Vorbereitung für die Einbringung der einschlägigen Gesetzesvorlage in das Parlament wird bereits abgeschlossen).
  2. Die Hinzufügung von immer mehr „elektronischen Verpflichtungen“.

Alle über 18-Jährige sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet

Arbeitnehmer und Rentner werden in diesem Jahr über 14 Millionen elektronische Formulare auszufüllen haben, um ihre grundsätzliche Verpflichtung zu erfüllen – welche die Einreichung der (Einkommen-) Steuererklärung ist. Das berüchtigte E1 wird fast sieben Millionen Mal ausgefüllt werden. Die Gründe sind zwei:

Einerseits ist die Steuerbasis ausgeweitet worden, da die Abgabe einer Einkommensteuererklärung fortan für alle über 18 Jahre alten Steuerpflichtigen obligatorisch ist, die nicht mehr als schutzbefohlene (Familien-) Mitglieder gelten. Der zweite Grund ist, dass die Einreichung einer modifizierenden Erklärung bis zum Auslaufen der Abgabefrist, also bis zum 30/06 gestattet ist, ohne dass eine Geldstrafe verhängt wird. Dies bedeutet, dass die Formulare von tausenden Steuerpflichtigen auch ein zweites Mal eingereicht werden.

Auf der anderen Seite ist das Formular nicht nur eins: außer dem Basisformular E1 wird das E2 von all denen eingereicht werden, die Einkommen aus Immobilien haben (wie auch aus der einschlägigen Aufstellung ersichtlich wird, handelt es sich um wenigstens 2,9 Millionen Formulare), aber auch das Formular E3, das alle ausfüllen, die Einkommen aus Unternehmen, einem selbständigen Beruf usw. haben..

Schließlich besteht für wenigstens eine Million Eltern mit (einem oder mehreren) Kindern die Verpflichtung zur Einreichung des Formulars A21, da das Kindergeld nur auf diese Weise gezahlt wird.

(Quelle: ForologikaNea.gr)

  1. Norbert
    9. Juni 2014, 01:51 | #1

    Und wer soll diesen ganzen Mist bearbeiten? Die arbeitslos gemachten Beamten? Na herzlichen Glühwein …

    • Team
      9. Juni 2014, 03:44 | #2

      @Norbert
      Das erledigt „automatisch“ das „Systen“ – wie im übrigen hier auch die Löschung hinterfotziger „Backlinks“! :tease:

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