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Zuckerbrot und Peitsche für nicht versicherte Fahrzeuge in Griechenland

15. April 2014 / Aufrufe: 804

Ab Mai 2014 sollen in Griechenland den ausfindig gemachten Haltern nicht versicherter Fahrzeuge Busgeldbescheide zugeschickt werden.

Mit der Taktik „Zuckerbrot und Peitsche“ versuchen Staat und Versicherungsgesellschaften die Eigentümer der auf hunderttausende geschätzten Fahrzeuge zur Raison zu bringen, die auf den griechischen Straßen ohne Haftpflichtversicherung verkehren, wobei von Seite des ersteren eine „Safari“ und Geldstrafen vorbereitet werden und letztere die Prämien senken.

Das Finanzministerium und das Verkehrsministerium machten neulich in Zusammenarbeit mit dem Verband der Versicherungsgesellschaften Griechenlands neulich rund 730.000 nicht versicherte Fahrzeuge ausfindig, während damit gerechnet wird, dass im Mai 2014 die Benachrichtigungen und Bußgeldbescheide an all jene Personen versendet werden, die als Eigentümer eines nicht versicherten Fahrzeugs erscheinen.

Kontinuierlicher Rückgang der Vertragsabschlüsse

Wie sich zumindest aus den Fakten der Abschlüsse neuer Versicherungspolicen in den beiden ersten Monaten des Jahres 2014 zeigt, scheinen die – sowohl offiziell als auch inoffiziell erfolgten – einschlägigen Bekanntmachungen nicht erreicht zu haben, die Eigentümer nicht versicherter Fahrzeuge zu verängstigen.

Spezieller verzeichnete laut den Angaben des Verbands der Versicherungsgesellschaften Griechenlands der Abschluss neuer Kfz-Haftpflicht-Policen in dem Zeitraum Januar – Februar 2014 im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2013 einen neuen Rückgang in einer Größenordnung von -7,5% – und dies, nachdem das Jahr 2013 mit einem Rückgang der abgeschlossenen Policen in einer Größenordnung von insgesamt -5% abschloss.

Zusätzlich erreichten laut den Angaben des Versicherungs-Hilfsfonds, der für Schäden durch nicht versicherte Fahrzeuge aufkommt, im ersten Quartal des Jahres 2014 die gezahlten Entschädigungen insgesamt 15,2 Mio. Euro, gegenüber 16 Mio. Euro in dem ersten Quartal 2013, wobei deren Hauptvolumen (12,8 Mio. Euro) Verkehrsunfällen entspricht, die von nicht versicherten Fahrzeugen verursacht wurden.

Prämien sinken, Angebote steigen

Im selben Augenblick schreiten die Versicherungsgesellschaften zu einem Bündel von Preissenkungen und Angeboten für die Kfz-Versicherungsverträge. Marktinformationen zufolge ist seit Anfang des Jahres die durchschnittliche Versicherungsprämie für ein Fahrzeug mit 1.200 – 1.600 cm³ und einem Fahrer im Alter von 40 Jahren um fast 10% gesenkt worden, wobei die durchschnittliche Halbjahres-Prämie 220 – 250 Euro beträgt, während die Preissenkungen für Fahrzeuge mit einem größeren Hubraum noch höher liegen und sogar auch 15% – 20% erreichen können.

Charakteristisch ist, dass allein im März 2014 wegen der Senkungen bei den Kfz-Versicherungsprämien die Gruppe „Sonstige Güter und Dienstleistungen“ des Verbraucherpreisindexes der ELSTAT um 4,4% sank. Gleichzeitig nehmen auch die Angebote zusätzlicher Leistungen und Deckungen speziell bei den Basispaketen zu, wie Bonus-Malus-Schutz, kostenlose Abschleppung im Fall eines Unfalls, Pannenhilfe, Bereitstellung eines Ersatzfahrzeugs usw.

Schutz vor nicht versicherten Fahrzeugen

Im Fall eines Verkehrsunfalls mit einem nicht versicherten Fahrzeug und sofern der Verursacher des Unfall Fahrer eines nicht versicherten Fahrzeugs ist, ist für die Entschädigung der Personen- und Sachschäden der Hilfsfonds zuständig, der sich im weiteren Verlauf zwecks der Einforderung des entrichteten Betrags gegen den Eigentümer des nicht versicherten Fahrzeugs wenden wird, das den Unfall verursachte. Jedoch gibt es auch die Option der zusätzlichen Deckung gegen „Sachschäden durch ein nicht versichertes Fahrzeug“.

Abschließend ist anzumerken wert, dass jedem Fahrer eines nicht versicherten Fahrzeugs unabhängig von der Verwicklung in einen Unfall droht:

  • Einziehung der Kfz-Kennzeichen und der Zulassung für ein Jahr,
  • Geldstrafe zugunsten des Hilfsfonds in Höhe von 1.000 € für Busse und öffentlich lizenzierte Lastwagen, 500 € für Personenwagen und sonstige Fahrzeuge jeder Natur und 250 € für Zweiräder,
  • Freiheitsstrafe ab zwei bis zwölf Monaten und Geldstrafe bis 3.000 € zu Lasten des Eigentümers oder Besitzers eines nicht versicherten Fahrzeugs, der dieses in Verkehr bringt oder zulässt, dass es ein Dritter führt.

(Quelle: in.gr)

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