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Steuerfalle bei Immobilienkauf in Griechenland

22. April 2014 / Aufrufe: 2.021

Beim Immobilienkauf in Griechenland drohen böse Steuerfallen, da die Finanzämter auf Basis utopischer Einheitswerte irreale fiktive steuerpflichtige Einkommen feststellen.

Die Steuerpflichtigen, die zum Kauf von Immobilien oder zur Errichtung von Gebäuden schreiten, laufen in Gefahr, in die Falle der sogenannten „Einkommensindizien“ zu geraten, und zwar sogar auch dann, wenn es sich um eine Erst- / Hauptwohnung handelt.

Seit dem 01 Januar 2014 gelten alle einschlägigen aufgewendeten Beträge grundsätzlich als Einkommensindizien. Diese Indizien werden jedoch nicht etwa Basis der wirklichen Beträge veranschlagt, welche die Steuerpflichtigen entrichten um eine Immobilien zu kaufen oder Gebäude zu errichten, sondern auf Basis der Einheitswerte der Immobilien, die sich derzeit auf sehr viel höheren Ebenen bewegen als die Niveaus der tatsächlichen Marktpreise.

Fiktive Veranlagung macht Immobilienkäufe unrentabel

Praktisch gelten von Anfang alle Ausgaben für den Erwerb von Immobilien an als „Einkommensindizien“, auch wenn sie sich auf eine Erst- / Hauptwohnung beziehen – welche Tatsache praktisch jede Handlung zum Erwerb einer Immobilie, also entweder die Aufnahme eines Kredits für den Kauf oder die Errichtung einer Hauptwohnung oder den Kauf einer beliebigen Immobilie in bar oder auch die Errichtung eines jeden beliebigen anderen Gebäudes unrentabel macht.

Gemäß den Bestimmungen der neuen Einkommensteuerordnung werden ab dem 01 Januar 2014 alle Aufwendungen, welche die Steuerpflichtigen realisieren um Immobilien – also Häuser, sonstige Gebäude, Grundstücke, Flurstücke usw. – zu kaufen oder Gebäude zu errichten, von dem Finanzministerium als „Einkommensindizien“ betrachtet und also von den Steuerbehörden zur Bestimmung ihrer steuerpflichtigen Einkommen herangezogen werden.

Dies bedeutet, dass die von den Steuerpflichtigen realisierten Aufwendungen für den Erwerb einer Immobilie den Beträgen der Lebensführungsindizien für genutzte Wohnungen, Pkw, Freizeitboote usw. hinzugerechnet und die Gesamthöhe des fiktiven Einkommens erhöhen werden, das sie auf Basis ihrer deklarierten Einkommen zu rechtfertigen haben. Sofern die deklarierten Einkommen niedriger als die Summe der Aufwendungen für den Erwerb von Immobilien und der Lebensführungsindizien sind, wird der Steuerpflichtige zur Zahlung einer Steuer aufgefordert werden, die auf Basis des fiktiven und nicht seines deklarierten Einkommens ermittelt worden ist.

Konkreter sieht die Steuergesetzgebung Folgendes vor:

1. Jede beliebige von dem Steuerpflichtigen getätigte Ausgabe, um eine Immobilie zu erwerben, wird als Indiz für die Bestimmung seines Einkommens berücksichtigt. Selbst wenn er ein Haus als Erst- / Hauptwohnung kauft, hat er fortan keinerlei Befreiung mehr. Der gesamte Betrag der Aufwendung für den Kauf des Hauses wird als Einkommensindiz betrachtet werden, und damit der Käufer nicht auf Basis dieses Betrags besteuert wird, hat er dessen Herkunft unter Berufung auf rechtmäßig erzielte Einnahmen und Einkommen, die er während der vorherigen Jahre ansparte, sowie auch auf eventuelle Einnahmen und Einkommen zu rechtfertigen, die er während der Dauer des Jahres der Realisierung der Aufwendung erwarb.

2. In jedem Fall des Kaufs einer Immobilie wird nicht der tatsächliche Preis, sondern der sehr viel höhere Einheitswert der Immobilie berücksichtigt. Der Käufer der Immobilie wird folglich aufgefordert sein, durch rechtmäßig erworbene Einkommen und Einnahmen des laufenden Jahres und der vorherigen Jahren einen Betrag einer fiktiven Ausgabe zu decken, der sehr viel höher als der (Betrag) ist, den er tatsächlich entrichtete. Und weil das – auf Basis des utopischen Einheitswertes festgesetzte – Indiz ein in der Realität inexistenter ungeheurer Betrag sein wird, den der Käufer nicht decken können wird, wird er aufgefordert sein, einen überdimensionale Einkommensteuer-Betrag zu zahlen, der auf Basis seines sehr hohen fiktiven und nicht seines sehr viel niedrigeren deklarierten Einkommens festgestellt wurde.

3. Das selbe gilt auch im Fall der Errichtung eines Gebäudes. Alle von dem Steuerpflichtigen für die Errichtung seines Hauses oder eines jeden beliebigen anderen Gebäudes getätigten Ausgaben werden als „Einkommensindizien“ betrachtet werden.

Kluft zwischen Einheits- und Marktpreisen

Die meisten Immobilientransaktionen werden zu einem Preis getätigt, der niedriger als der Einheitswert liegt. In Bezirken wie Vouliagmeni, Paleo Psychiko, Marousi oder Iraklio liegen die heutigen Marktpreise um mehr als 30% unter den Einheitswerten, mit Gipfel natürlich die Bezirke Psychiko und Vouliagmeni, wo die Abweichung über 50% beträgt.

(Quelle: ForologikaNea.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Götterbote
    22. April 2014, 13:34 | #1

    So etwas kann doch unmöglich rechtmäßig sein. Wann geht endlich jemand dagegen vor?

  2. Gogler
    23. April 2014, 10:47 | #2

    Das Problem ist doch, dass die Finanzverwaltung das wirkliche Einkommen nicht feststellen will, kann oder wie auch immer davon abgehalten wird, seine Arbeit gerecht zu tun. Die Indizien zaeumen den Gaul ja nur von hinten auf. Alle, die ihr Einkommen nicht verstecken koennen und immer alles bezahlt haben, sind wieder einmal die Betrogenen. Indizien sollten nur in Zweifelsfaellen herangezogen werden und nicht der Regelfall sein. Die Einnahmen eines Restaurants, Werkstatt oder Hotels zu schaetzen, ist in vielen Laendern geuebte Praxis. Dennoch gibt es keinen Generalverdacht, der jedem, der ein Haus baut unterstellt, dieses mit unversteuertem Einkommen zu tun. Dieses ist das Armutszeugnis – aber anscheinend ist dies politisch weiterhin gewollt. Rentner, Lohnempfaenger und rechtschaffende Buerger haben eine schwache Lobby.

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