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Griechenland soll Schuldendienst einstellen

28. April 2014 / Aktualisiert: 12. Mai 2016 / Aufrufe: 1.370

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis war Griechenland noch nie so bankrott wie heute und muss aufhören, seine Verschuldung zu bedienen.

„Griechenland muss aufhören, seine Verschuldung zu tilgen, und Wege finden, wie es seine Wirtschaft wieder stabilisiert“, argumentiert Yanis Varoufakis gegenüber der österreichischen Zeitung „Der Standard“.

Die Europäische Union belügt die Menschen in Europa. Griechenland war niemals so bankrott wie heute„, meint der Professor für Wirtschaftwissenschaft an der Universität Athen und vertritt, das Land müsse mit Bedienung seiner Verschuldung aufhören und Wege finden, seine Wirtschaft wieder zu stabilisieren.

Europäische Bankenunion ist ein einziger Witz

Laut Herrn Varoufakis „haben das Problem Griechenlands – sehr hohe Verschuldung, minimale Investitionen, insolventer Bankensektor – viele Länder in Europa und es macht keinen Sinn, das Problem Griechenlands auf gesonderte Weise zu handhaben, und andererseits gibt es in Europa eine Anhäufung von Kapital, das zwischen den Banken hin und her geschoben wird und dabei die Finanzmärkte anheizt, während es für produktive Investitionen verwendet werden müsste„.

Seinen Einschätzungen zufolge ist dafür kein einziger Euro der Steuerzahler erforderlich, die – wie er meint – die Europäische Investitionsbank über eine Fülle interessanter Programme verfügt – wie beispielsweise die Verbindung Griechenlands mit Österreich mittels einer Hochgeschwindigkeitsbahn -, die es mit Anleihen finanziert, welche die Investoren gerne kaufen würden, und dies zeigt sich auch aus den niedrigen Zinsen, die sie zu zahlen hat.

Sich auf die Bankenunion beziehend charakterisiert Yanis Varoufakis sie als einen „einzigen Witz“, der in die Geschichte der EU eingehen wird. Die für die Rekapitalisierungen bereitgestellten 55 Mrd. Euro „reichen nicht einmal für eine einzige große Bank aus„, führt er an und ergänzt: „Es existiert auch keine gemeinsame Sicherung der Einlagen und das einzige, was es gibt, ist ein weiteres Propaganda-Instrument der EU.

(Quellen: newmoney.gr, derStandard.at)

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  1. Hexe
    28. April 2014, 18:35 | #1

    Was das Thema „Bankenunion“ angeht, muss ich Herrn Varoufakis absolut recht geben. Da kann man wirklich nur noch sagen: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. Vielleicht wäre es eine gute Geschäftsidee, ein Sicherheitsgebäude voll mit Safes zu erstellen, und diese den Bürgern zu vermieten. Damit könnte jeder sein Geld von Banken unabhängig deponieren und vom Staat nicht ausgeplündert werden.

  2. lentz
    28. April 2014, 22:46 | #2

    Es ist schon erstaunlich, wie immer wieder die Probleme Griechenlands sehr fachkundig diskutiert werden. Es wird vor und zurück analysiert, hierbei wird aber nie auf die Ursache eingegangen. Damit meine ich den EURO. Diese Währung ist und bleibt die Wurzel allen Übels, insbesondere für Griechenland. GR und der Euro passen zusammen, wie Feuer und Wasser.
    Je länger GR in diesem Gefängnis verharrt, um so schlimmer wird der Aufprall in der Wirklichkeit. Auch hier in diesem Forum erfolgt keine Resonanz auf diesen Vorschlag, als hoffe man, um die Bezahlung der Rechnung herumzukommen. Während dessen schreitet die Verarmung der griechischen Bevölkerung immer weiter voran. Ein unglaublicher Vorgang.

  3. Kleoni
    29. April 2014, 09:28 | #3

    Die Reichen u. Superreichen haben ihr Vermögen doch schon längst in sicheren Safes in der Schweiz, den Kaymaninseln etc. u. den Fiskus betrogen, für die dann die Kleinen die höhere Steuerlast schultern müssen.

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