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Wie lange werden die Wohnungspreise in Griechenland noch fallen?

13. März 2014 / Aufrufe: 2.285

Laut den beiden Szenarien einer Studie der Eurobank werden sich in Griechenland die Wohnungspreise ab Anfang 2015 oder ab Anfang 2016 zu erholen beginnen.

Die Eurobank untersucht zwei Szenarien über den weiteren Fall, den die Preise auf dem inländischen Immobilienmarkt verzeichnen werden. Auf Basis des ersten wird ein Aufschwung der Preise ab Anfang 2015 eintreten. Das zweite sieht einen Preisanstieg ab 2016 vor.

Laut zwei untersuchten makro-ökonomischen Szenarien rechnet die Eurobank im Greece Macro Monitor mit einem Spielraum für einen weiteren Rückgang des durchschnittlichen Niveaus der Preise auf dem inländischen Wohnungsmarkt um 6% bis 12% und einer allmählichen Erholung ab Anfang 2015 oder Anfang 2016.

Studie über Preisentwicklung vor und nach Ausbruch der Krise

Spezieller veröffentlichte die „Direktion für laufende Wirtschaftsanalyse & Erforschung internationaler Finanzmärkte“ der Eurobank in ihrer Informationsschrift „Greece Macro Monitor“ einen Bericht mit dem Titel „Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt in Griechenland – Studie über wirtschaftliche Größen über die interpretierenden Faktoren und die Preisentwicklung auf dem inländischen Wohnungsmarkt“. Erstellt wurde der Bericht unter der Federführung von Dr. Platon Monokrousis, Leiter der Direktion für laufende Wirtschaftsanalyse & Erforschung internationaler Finanzmärkte, und Herrn Dimitris Thomakos, Professor der Abteilung für Wirtschaftswissenschaften der Universität Peloponnes & wissenschaftlicher Berater der Direktion für internationale Investitionsberatung der Bank.

Die in Rede stehende wissenschaftliche Studie untersucht den Verlauf der Preise auf dem griechischen Wohnungsmarkt in der Periode vor und nach Ausbruch der internationalen Finanzkrise und präsentiert Einschätzungen bezüglich der zukünftigen Entwicklung (der Preise) mit einem zeitlichen Horizont von drei Jahren. Es wird angemerkt, dass diese Prognosen ausschließlich auf einem Muster wirtschaftlicher Größen (vector error correction model) beruhen, das – unter anderem – das langfristige Verhältnis der Balance zwischen den realen Wohnungspreisen und drei weiteren signifikanten Variablen einschätzt, die das reale BIP, den Verbraucherpreisindex und den realen Zinssatz der Baukredite einbeziehen.

Daher reflektieren die obigen Prognosen nicht notwendigerweise unsere Einschätzungen bezüglich der zukünftigen Preisentwicklung auf dem griechischen Wohnungsmarkt, da etwas Solches gegebenenfalls die Analyse einer Fülle weiterer qualitativer und quantitativer Charakteristika voraussetzt, unterstreicht die Eurobank. Auf den Feststellungen einschlägiger Studien und der internationalen Literatur und Ergebnissen unseres eingeschätzten Musters wirtschaftlicher Größen beruhend betont die gegenwärtige Studie unter anderem Folgendes:

Preisanstieg, Kreditvolumen, nationale Faktoren …

Die verfügbaren Daten über Griechenland deuten auf eine starke (positive) Korrelation zwischen den Wohnungspreisen und den Bau- / Wohnungskrediten im Jahrzehnt vor dem Ausbruch der internationalen Finanzkrise sowie auch einen vergleichsweise schnelleren Rückgang der Preise ab 2008 und nachfolgend hin.

Die verfügbaren Daten deuten ebenfalls auf einen durchschnittlichen summarischen Anstieg der Preise auf dem inländischen Wohnungsmarkt in einer Größenordnung von 170% in der Periode 1997 – 2013 hin, welcher Prozentsatz sich in einem durchschnittlichen jährlichen Preisanstieg von über 10% ausdrückt. Während der selben Periode präsentierte der harmonisierte Verbraucherpreisindex Griechenlands einen summarischen Anstieg um ungefähr 47% bzw. in durchschnittlichen Jahreswerten 2,8%.

Das Verhältnis der anhängigen Gesamtsumme der Baukredite zu dem BIP verzeichnete derweilen in dem Jahrzehnt vor der weltweiten Finanzkrise einen großen Anstieg und gelangte im 4. Quartal des Jahres 2008 bei 33,2% an, gegenüber 4,1% im vierten Quartal des Jahres 2005. Ende 2013 belief der in Rede stehende Index sich auf 38,9%, und sein weiterer Anstieg in der Periode 2009 – 2013 beruht ausschließlich auf der großen Schrumpfung des BIP während der letzten 5 Jahre. Es sei angemerkt, dass der durchschnittliche Rhythmus des Anstiegs des Verhältnisses der Baukredite zu dem BIP Griechenlands den entsprechenden durchschnittlichen Rhythmus des Anstiegs in der Eurozone in der Periode 1995 – 2008 überstieg, obwohl gegen Ende der entsprechenden Periode das Verhältnis des gesamten inländischen Saldos aus Baukrediten gegenüber dem BIP nicht sehr weit von dem entsprechenden europäischen Mittelwert entfernt lag.

Der relativ höhere jährliche Rhythmus des Anstiegs der Gesamtheit der Baukredite in Griechenland im Verhältnis zu anderen Mitgliedstaaten der Eurozone während des Jahrzehnts vor dem Ausbruch der weltweiten Krise kann auf eine Reihe von Faktoren zurückgeführt werden, die – abgesehen von vielem anderen – mit dem Prozess der Eingliederung des Landes in die WWU zusammenhängen, sprich unter anderem:

  1. der Deregulierung des inländischen Baukreditmarkts ab 1994 und nachfolgend,
  2. der Angleichung (und folglich heftigen Senkung) der Zinssätze auf dem inländischen Baukredit-Markt an die Niveaus der Zinssätze anderer Mitgliedstaaten der Eurozone in den ersten Jahren nach der Übernahme des Euro, und
  3. dem vergleichsweise (gemäß den neuesten verfügbaren Daten bei 80% liegenden) hohen Anteil der Eigennutzung in Griechenland, was auf Eigenarten und andere Gründe zurückgeführt werden mag.

Spezieller dokumentieren die Beurteilungen unseres einschlägigen Musters wirtschaftlicher Größen unter anderem die Existenz einer langfristigen positiven Korrelation zwischen den Wohnungspreisen und dem realen BIP, einer negativen Korrelation zwischen den Wohnungspreisen und dem Verbraucherpreisindex sowie auch einer negativen Korrelation zu dem realen Zinssatz der Baukredite.

Zusätzlich deutet das Produkt der Prognosen (out-of-sample forecasting) bezüglich des zukünftigen Verlaufs der Preise auf dem inländischen Wohnungsmarkt auf einen Spielraum für einen weiteren Rückgang des durchschnittlichen Preisniveaus um 6% (bei allmählicher Erholung der Preise ab Anfang 2015) und 12% (bei allmählicher Erholung der Preise ab 2015) hin – und zwar gemäß zwei untersuchten Szenarien, die entsprechend in allgemeinen Linien zu dem bestehenden Basisszenarium und dem extremen Szenarium der Troika bezüglich der griechischen Wirtschaft kompatibel sind.

(Quelle: euro2day.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Petra
    13. März 2014, 07:30 | #1

    Solange wir keine Arbeitsplätze schaffen solange werden die Preise fallen, da brauchen wir keine Studien. Das nennt sich Realwirtschaft. Irgendwann sind unsere letzten Reserven aufgebraucht. Keine Zinsrückzahlungen keine Wohnung mehr STUDIE ENDE.

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