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Archiv für März, 2014

Besteuerung ausländischer Einkommen in Griechenland

31. März 2014 / Aktualisiert: 30. August 2019 / Aufrufe: 3.417 2 Kommentare

Hinweise zu Deklaration und Besteuerung von Steuerinländern oder Steuerausländern im Ausland erzielter Einkommen in Griechenland.

In Anknüpfung an den Beitrag über die Besteuerung im Ausland ansässiger Personen in Griechenland wird in dem gegenwärtigen Beitrag auf Themen bezüglich der Besteuerung im Ausland erzielter Einkommen eingegangen, die sowohl viele griechische Bürger als sinngemäß auch Ausländer beschäftigen, die in Griechenland fallweise unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig  oder aus einem anderen Anlass aufgefordert sind, die Herkunft ausländischer Einkommen nachzuweisen bzw. zu rechtfertigen.

In diesem Zusammenhang ist unbedingt zu realisieren, dass eine in Griechenland ansässige Person (Steuerinländer) unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit für das weltweite Einkommen in Griechenland besteuert wird, außer wenn eine Besteuerung im Ausland einbehalten wurde, die unter die Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Griechenland und dem ausländischen Staat fallen. Im Ausland ansässige Personen (Steuerausländer) werden dagegen in Griechenland nicht für im Ausland erzielte Einkommen, sondern nur für das in Griechenland erzielte Einkommen besteuert.
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Besteuerung im Ausland ansässiger Personen in Griechenland

30. März 2014 / Aktualisiert: 30. August 2019 / Aufrufe: 4.132 Kommentare ausgeschaltet

Globales Kriterium für die Bestimmung des Steuerwohnsitzes und gegebenenfalls bedingte Steuerpflicht stellt seit 2011 auch in Griechenland die sogenannte 183-Tage-Regel dar.

Das Thema der Besteuerung der sogenannten Auslandsansässigen hat uns besonders zu beschäftigen begonnen, und zwar nicht wegen der bereits seit Jahren existierenden „Diaspora“, sondern hauptsächlich der Tendenz zur Emigration, die in den letzten Jahren die griechische Gesellschaft wegen der kontinuierlich ansteigenden Arbeitslosigkeit kennzeichnet.

Natürlich macht der Wegzug eines griechischen Bürgers ihn nicht automatisch auch zu einem Auslandsansässigen bzw. Steuerausländer, da der Aufenthalt im Ausland in den meisten Fällen vorübergehend ist und sich auf vorläufige Gründe der Bestreitung des Lebensunterhalts bezieht. Im übrigen sei angemerkt, dass die nachstehenden Informationen sinngemäß weitgehend auch auf Ausländer zutreffen, die sich in Griechenland aufhalten oder / und über Vermögenswerte – u. a. speziell Immobilien – in Griechenland verfügen.
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Polizeiliche Selbstjustiz gegen Mörder in Griechenland

29. März 2014 / Aktualisiert: 02. April 2014 / Aufrufe: 3.709 1 Kommentar

Der Häftling, der am 25 März 2014 in der Vollzugsanstalt Malandrino in Griechenland einen Wärter ermordete, wurde zwei Tage später tot in einer Isolierzelle aufgefunden.

Der 40-jährige Albaner Ilia Kareli, der in Griechenland unter anderem wegen versuchten Mordes eine langjährige Haftstrafe verbüßte und am 25 März 2014 in der Vollzugsanstalt Malandrino den 46-jährigen Justizvollzugsbeamten Giorgos Tsironis ermordete, wurde vermutlich totgeschlagen bzw.  zu Tode gefoltert.

Wie der Bericht der Gerichtsmediziner Minas Georgiadis und Eleni Zangelidou anführt, wies die Leiche des Häftlings, der möglicherweise zu Tode gefoltert wurde, unter anderem zahlreiche Schlagverletzungen und einen Bruch des Brustbeins auf, der offensichtlich durch einen heftigen Schlag mit einem geriffelten Knüppel (sprich Schlagstock) verursacht worden war.
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Juristische Ohrfeige wegen Express-Pfändungen in Griechenland

28. März 2014 / Aufrufe: 900 Kommentare ausgeschaltet

Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs in Griechenland könnte den ohne Vorwarnung erfolgenden Express-Pfändungen durch den griechischen Fiskus ein Ende setzen.

Eine vor der 6. Kammer des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) verhandelte Sache stellt möglicherweise das Ende der sogenannten „elektronischen Express-Pfändungen“ von Bankkonten durch den griechischen Fiskus dar, wenn der Schuldner vorher nicht informiert worden ist.

Konkret führt der Beschluss der 6. Kammer des StE an, die Verordnung zur Beitreibung Öffentlicher Einnahmen (KEDE) impliziere, dass im Fall der Pfändung der Forderung gegen einen Gläubiger des Fiskus in Händen Dritter die Zustellung des Pfändungsbescheids an den Schuldner nicht erforderlich ist.
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Unbefristete Haft für illegale Immigranten in Griechenland

28. März 2014 / Aufrufe: 703 1 Kommentar

Der staatliche Rechtsbeirat in Griechenland schlägt vor, illegale Immigranten so lange in Konzentrationslagern einzusperren, bis sie ihrer Abschiebung zustimmen.

Mit einem Gutachten, das sogar auch all jenen die Sprache verschlägt, die in den letzten Jahren gelernt haben, von einer Regierung, die alle Nase lang die Messlatte für den Schutz der Menschenrechte niedriger anlegt, alles zu erwarten, schlägt in Griechenland der Rechtsbeirat des Staates nicht mehr und nicht weniger als die unbefristete Verlängerung der Inhaftierung der Immigranten vor, bis sie ihrer „freiwilligen“ Abschiebung zustimmen.

Das am 11 Februar 2014 von den Referenten Chrysafoula Avgerinou (Rechtsberaterin) und Dimitrios Katopodis (Vorsitzender) unterzeichnete Gutachten 44/2014 der 3. Kammer des Rechtsbeirats versucht, auf die unbegreiflichste Weise das Problem zu lösen, welches ab dem ersten Augenblick internationale Organismen, Menschenrechtsorganisationen und unabhängige Behörden betont haben: nämlich dass die auf bis 18 Monate ausgeweitete Abschiebehaft einerseits jeder Rechtsregel widerspricht und andererseits in Fällen, in denen die Abschiebung nicht möglich ist, des Sinnes entbehrt.
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Griechenland bittet "faule" Beamten zur Kasse

27. März 2014 / Aufrufe: 847 3 Kommentare

Öffentliche Bedienstete in Griechenland, die ihre Einstellung unter Verwendung gefälschter Unterlagen erreichten, sollen die erhaltenen Gehälter zurückzahlen müssen.

Öffentliche Bedienstete in Griechenland, die gefälschte Studientitel oder sonstige Zeugnisse verwendeten um ihre Einstellung zu erreichen, verlieren nicht nur ihre Stelle, da die Einstellung umgehend widerrufen werden wird, sondern sollen auch tief in die Tasche greifen müssen, weil der Fiskus von ihnen die Rückzahlung der erhaltenen Bezüge verlangen wird.

Studientitel, Fremdsprachenzertifikate, aber auch alle anderen Unterlage, die verwendet wurden um eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bekleiden, werden in das Visier der einschlägigen Überprüfungen geraten, die auf Basis eines Runderlasses der Ministers für Verwaltungsreform, Kyriakos Mitsotakis, im Schnellverfahren – und zwar konkret innerhalb eines Monats – abzuschließen sind.
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Verschleiß der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Griechenland

27. März 2014 / Aufrufe: 1.062 4 Kommentare

Aus Angst vor dem Gefängnis scheinen sich in Griechenland Abgeordnete und Funktionäre der rechtsradikalen Chrysi Avgi zunehmend von der Partei zu distanzieren.

Genau vor einem Jahr schien die Chrysi Avgi allmächtig zu sein. Ihre Anteile bei den Meinungsumfragen des vergangenen Frühjahrs tangierten verrückte Zahlen, die öffentlichen Tafeln des Hasses zogen tausende Menschen an, das Schlägergehabe und die Drohungen der Abgeordneten und Mitglieder der Organisation innerhalb und außerhalb des griechischen Parlaments standen auf der alltäglichen Tagesordnung.

Die Dreistigkeit der Neonazis hatte jede Grenze überschritten, während der Staat gelähmt zusah, wie der bewaffnete Abgeordnete Giorgos Germenis den Athener Bürgermeister Giorgos Kaminis verhöhnte, Ilias Panagiotaros den Bürgermeister von Meligala lyncht, Ilias Kasidiaris den Leiter der Polizeikräfte in Alikarnasso beschimpft und Nikos Michaloliakos am Jahrestag der Wiederherstellung des Regimes die Demokratie verspottet. Ein Jahr später haben viele dieser Phänomene einen erheblichen Rückgang gezeigt. Ausgenommen natürlich der demoskopischen Anteile der Chrysi Avgi, von denen man nicht sagen kann, sie wären massakriert worden … .
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Steuerbescheide in Griechenland nur noch per Internet

26. März 2014 / Aufrufe: 1.238 6 Kommentare

Die Einkommensteuerbescheide 2014 werden in Griechenland nicht per Post verschickt, sondern nur noch in elektronischer Form per Internet bereitgestellt werden.

Die Steuerpflichtigen in Griechenland werden den Steuerbescheid 2014 nur noch in elektronischer Form erhalten, da die Zentrale für öffentliche Einnahmen die Bescheide zur Steuererklärungen 2014 nicht per Post versenden wird.

Konkret haben die Steuerpflichtigen in diesem Jahr den Bescheid über das griechische Steuerportal Taxisnet aufzurufen und auszudrucken, um ihn für die einschlägigen alltäglichen Geschäfts- und Behördenvorgänge verwenden zu können.
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Haftbedingungen à la Guantanamo und Mord an Wärter in Griechenland

26. März 2014 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 729 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wächst die Sorge, geplante Verschärfungen im Strafvollzug könnten zu Unruhen führen, während in Malandrino ein Häftling einen Vollzugsbeamten ermordete.

In den Strafvollzugsanstalten in Griechenland kursiert ein Text, der von Warnungen „über die Organisierung der Häftlinge in allen Gefängnissen“ und indirekten Drohungen beseelt ist, dass „es eine dynamische Reaktion geben wird„, wenn die Gesetzesvorlage über die Schaffung von Gefängnisanlagen des sogenannten Typs C nicht zurückgenommen wird, und ruft bei den Behörden Beunruhigung über eine geplante Destabilisierung vor den Wahlen hervor.

In dem Thema schaltete sich inzwischen auch die Staatsanwaltschaft des Areopags ein, nachdem der Text per Fax aus dem Büro eines namhaften Rechtsanwalts abgeschickt wurde (der unter anderem einen wegen Terrorismus angeklagten bekannten Angeklagten verteidigt) und bei dem Faxgerät des Sekretariats der Gefängnisanlagen Korfu eintraf, mit Empfängern den berüchtigten Ausbrecher des Gefängnisses in Trikala und inzwischen getöteten (sprich bei einem Schusswechsel mit Polizeibeamten erschossenen) Albaners Marian Kola und einen zu lebenslänglicher Haft verurteilten Griechen.
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Apotheker in Griechenland treten in Dauerstreik

25. März 2014 / Aufrufe: 1.013 5 Kommentare

Aus Protest gegen die Liberalisierung des Apotheken-Systems in Griechenland treten die Apotheker ab 26 März 2014 in einen unbefristeten Dauerstreik.

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab Mittwoch (26 März 2014) zu einem Dauerstreik und antworten damit auf „die Überrumpelung von Seite der Regierung, die auf hinterhältige Weise in dem mit der Troika vereinbarten Gesetzentwurf im letzten Augenblick Änderungen im Apotheken-System herbeiführt und den Zweig der 12.000 Apotheken in eine Katastrophe führt und die öffentliche Gesundheit in Gefahr bringt„.

Bei einer außerordentlichen Pressekonferenz des Panhellenischen Pharma- bzw. Apotheker-Verbands (PFS) führte dessen Vorsitzender Kyriakos Theodosiadis an, es werden Bestimmungen vorangetrieben, die durch die Hintertür die Apotheken in die Supermärkte und Zockerbuden bringen, die gestatten, dass ein einziger Apotheker Lizenzen für 100 und mehr Apotheken inne hat, dass die Apotheken öffnen und schließen wann und zu welcher Zeit sie wollen, und die Mindestabstände zwischen den Apotheken mit der Folge der Konzentrierung der Apotheken in den Stadtzentren abschaffen, während das Medikament mit der Preisfreigabe ab 01-01-2017 zur Handelsware wird.
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