Warum die Troika nicht will, dass Griechenland an die Märkte geht

25. Januar 2014 / Aufrufe: 1.041

Die Gläubiger befürchten, die absolute Kontrolle über Griechenland zu verlieren, falls es an die internationalen Finanzmärkte gehen sollte.

Der tatsächliche Grund, warum die Gläubiger Griechenlands einen Gang des Landes an die internationalen Finanzmärkte nicht wollen, besteht darin, dass sie die absolute Kontrolle verlieren könnten, die sie derzeit über Griechenland ausüben.

Der Betrag ist lächerlich. Wenn wir nicht an die Märkte gehen, sind daran nicht die hohen Kosten des Geldes schuld, sondern die Tatsache, dass unsere Gläubiger es nicht wollen!„, kommentierte ein Funktionär des Wirtschaftsstabs der griechischen Regierung die Information, Brüssel widersetze sich der Perspektive einer frühzeitigen Anleihen-Emission Griechenlands.

3 Mrd. Euro zu maximal 6,5% können keine Katastrophe herbeiführen

Sehen Sie, warum ihr Argumentation unhaltbar ist„, erklärte die selbe Quelle und fügte an: „Wenn wir mit einer neuen Anleihe an die Märkte gehen, wird diese in einer Größenordnung von maximal 3 Mrd. Euro liegen. Diesen Betrag also werden wir zu höchstens 6% oder schlimmstenfalls 6,5% aufnehmen. Alle unsere übrigen Bedürfnisse jedoch – die viele sind – werden weiterhin mit Krediten der Troika und zu einem Zinssatz von 2% gedeckt werden. Wie und woher soll folglich die … Katastrophe eintreten?

Dieses Argument ist fundiert und beweist, wie im Wirtschaftsstab angenommen wird, dass der wirkliche Grund, aus dem unsere Gläubiger nicht wollen, dass wir an die Märkte gehen, darin liegt, dass sie auf diese Weise möglicherweise die über Griechenland ausgeübte absolute Kontrolle verlieren. Deswegen wird auch jede einschlägige Diskussion im Keim erstickt. Die griechische Seite gibt den Versuch jedoch nicht auf; zumindest noch nicht …

(Quelle: Voria.gr)

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