Archiv

Archiv für Januar, 2014

Griechenland: Primärer Überschuss der Angst oder der Hoffnung?

2. Januar 2014 / Aufrufe: 1.829 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland scheint fast nichts mehr wie früher zu sein und Ungleichheit, Unsicherheit, und Armut erweisen sich als das Triptychon der Katastrophe.

Griechenland in Erwartung des Jahres 2014. Eine Landschaft im Smog. Ein Nebel der Armut und des Energiemangels erstickt das griechische Volk. Hunderttausende Haushalte frieren und sitzen im Dunkeln, vegetieren mit den Krümeln dahin, die ihnen der demontierte Sozialstaat gewährt. In den Wohnhäusern sind die Mieter in zwei Kategorien gespalten: jene, die frieren und (trotzdem) die Umlagen bezahlen, und jene, die frieren, jedoch nicht zahlen können. Jedenfalls frieren alle, buchstäblich oder metaphorisch.

Gab es jemals irgend eine Form der Unterdrückung, die gegenüber denen, die ihr unterlagen, nicht als etwas Natürliches dargestellt wurde?“ (John Stuart Mill, The Subjection of Women)
Gesamten Artikel lesen »

Löhne der privaten Arbeitnehmer in Griechenland

1. Januar 2014 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.698 Kommentare ausgeschaltet

Fast 60 Prozent der Arbeitnehmer des privaten Sektors in Griechenland verdienen maximal 800 Euro und nur knapp 4 Prozent über 1900 Euro netto im Monat.

Die Substituierung der Mehrheit der Branchen-Tarifverträge durch individuelle Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen (mit einer Mindestlohngrenze von 586 bzw. 511 Euro), das Vorherrschen „flexibler“ Formen der Beschäftigung und Arbeitszeiten (6 von 10 Einstellungen erfolgen inzwischen mit Teilzeit- oder abwechselnder Beschäftigung) und die 40-Stunden-Woche nebst Abschaffung der 5-Tage-Woche haben 2013 in Griechenland auf dem Arbeitsmarkt und bei den Löhnen eine neue Landschaft gestaltet.

Aus den offiziellen Angaben des griechischen Arbeitsministeriums für das 3. Quartal 2013 geht hervor, dass etwa 57% der Arbeitnehmer des privaten Sektors nicht mehr als 800 Euro netto verdienen, wogegen der Anteil der Arbeitnehmer mit Nettobezügen von 1.900 Euro oder mehr deutlich unter 4% liegt.
Gesamten Artikel lesen »

2014 wird für Griechenland das Jahr des Aufschwungs sein

1. Januar 2014 / Aufrufe: 1.250 4 Kommentare

Laut Premierminister Samaras wird in Griechenland 2014 der Aufschwung beginnen und das Land nicht mehr jeden Monat ausländische Kredite benötigen, um zu überleben.

Ein Signal des Optimismus für das neue Jahr sendete am Montagnachmittag (30 Dezember 2013) Premierminister Antonis Samaras und betonte, 2014 werde das Griechenland den ersten großen Sprung tun um aus dem Memorandum heraus zu gelangen. In seiner Neujahrsansprache bedankte der Premierminister sich bei dem griechischen Volk für die von ihm erbrachten Opfer und hob besonders hervor, dass diesen die positiven Ergebnisse zu verdanken seien, welche die Wirtschaft verzeichnet.

2014 werden wir auch den großen Schritt tun, aus dem Memorandum herauszukommen. Jetzt beginnt sich nur einfach schwach das Licht am Ende des Tunnels zu zeigen. Ende 2014 werden alle dieses Licht sehen„, betonte Antonis Samaras charakteristisch und unterstrich an anderer Stelle, dass 2013 das „Jahr Null“ war, seine Regierung dem Niedergang ein Ende gesetzt habe und 2014 das erste Jahr des Aufschwungs sein werde.
Gesamten Artikel lesen »