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Archiv für Januar, 2014

Griechenland soll Altertümer privatisieren

22. Januar 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 753 2 Kommentare

Der amerikanische Archäologe Stephen Miller vertritt, Griechenland soll Erhaltung und Nutzung seiner Altertümer und archäologischen Stätten dem privaten Sektor antragen.

Stephen Miller, der heute 72-jährige amerikanische Archäologe, der seit 4 Jahrzehnten Ausgrabungen in Nemea durchführt, schlägt der griechischen Regierung vor, der Staat solle die Nutzung – sprich Entwicklung, Promotion und Bewachung – griechischer antiker Stätten Privatleuten überlassen und sie als Gegenleistung an den sich ergebenden touristischen Einnahmen zu beteiligen.

Stephen Millers Vorschlag wurde in einem ausführlichen Artikel der amerikanischen Zeitschrift Time beherbergt.
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Gehaltskürzungen der Uniformträger in Griechenland verfassungswidrig

21. Januar 2014 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 1.105 5 Kommentare

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand die mit Wirkung ab August 2012 verfügten Kürzungen der Bezüge der Uniformträger für verfassungswidrig.

Der Senat des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) in Griechenland befand in einer Sitzung hinter geschlossenen Türen, dass die in Umsetzung des Memorandums III (N. 4093/2012) erfolgten Kürzungen der Bezüge der Bediensteten aller sogenannten „uniformierten Einheiten“ (Militär, Polizei, Hafenpolizei usw.) mit der Verfassung kollidieren.

Die Mitglieder des Senats des Verwaltungsgerichthofs stellten fast einstimmig die verfassungsrechtlichen Probleme fest, auf welche die Kürzung der Bezüge der Uniformträger stoßen, und wird den einschlägigen Ministerialbeschluss aufheben, der die Kürzungen vorsieht.
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Griechenland nutzt den Schatz seiner Landflächen nicht

21. Januar 2014 / Aktualisiert: 07. April 2019 / Aufrufe: 1.282 1 Kommentar

Laut einer Studie der Nationalbank entgehen Griechenland jedes Jahr zig Milliarden Euro infolge der verworrenen Verhältnisse bei Besitz und Nutzung seiner Landflächen.

In dem neuen Heft der periodischen Ausgaben der Griechischen Nationalbank über Zweige der griechischen Wirtschaft wird ausführlich auf die Möglichkeiten des griechischen Bodens, dem Tourismus einen höchst signifikanten Vortrieb zu verleihen, aber auch die bedeutsamen Spielräume zu seiner Nutzung eingegangen.

Bezeichnend ist, dass die konkrete Studie mit der Phrase beginnt: „Griechenland hat eine vorteilhafte geographische Lage und etliche natürliche Charakteristika, die seinen Boden im Vergleich zu den meisten Ländern zu einem kostbarsten Vermögenswert machen.“ Weiter lautet es, dass – obwohl diese Charakteristika zu signifikanten Einnahmen aus der effizienteren Bodennutzung (hauptsächlich in Form der touristischen Investitionen) führen könnten – viele Hindernisse existieren, die eine Behinderung für die Investitionen darstellen.
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256 Lagarde-Listen und der Generalsekretär für Einnahmen in Griechenland

20. Januar 2014 / Aktualisiert: 12. Oktober 2018 / Aufrufe: 872 2 Kommentare

Ist es moralisch, dass dem Generalsekretär für öffentliche Einnahmen in Griechenland Bonuszahlungen für eine Arbeit zustehen, für die er so wie so bezahlt wird?

Charis Theocharis ist Generalsekretär für öffentliche Einnahmen des griechischen Finanzministeriums. Für jemanden mit einer hinreichenden Phantasie ist der Generalsekretär für die Beitreibung der Steuern verantwortlich. Für jemanden, der die Geschehnisse verfolgt, treibt Herr Theocharis erfolgreich die Steuern von Greisen in den Dörfern, Arbeitnehmern und tausenden kleinen Gewerbetreibenden ein, die dem Fiskus Geld schulden und nicht das Glück haben, Giorgos Kouris oder Petros Kostopoulos zu heißen.

Weil dem Klein- und Mittelständler, für den es keinen „Platz an der Sonne“ gibt, genau bewusst ist, dass er weder Kouris noch Kostopoulos heißt (Anmerkung: beide Benannten besaßen und steuerten Massenmedien und blieben trotz erheblicher Schulden an den Fiskus lange Zeit unbehelligt) und nicht den Luxus „fallspezifischer Regulierungen“ genießt, alles hergibt um nicht ins Gefängnis geschickt zu werden.
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Halb Griechenland auf CDs der Steuerfahnder

20. Januar 2014 / Aktualisiert: 07. April 2020 / Aufrufe: 1.131 2 Kommentare

Den Steuerfahndern in Griechenland liegen 65 CDs mit Kontodaten griechischer Banken vor, die möglicherweise Fälle von Steuerhinterziehungen enthalten.

Wie jüngst der Leiter des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) vor dem griechischen Parlament enthüllte, hält das SDOE halb Griechenland in den Händen: Stelios Stasinopoulos bestätigte Informationen über die Existenz von 65 CDs mit Daten griechischer Steuerpflichtiger, die wegen Themen der Kontrolle in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung dem SDOE und den Wirtschaftsstaatsanwälten vorliegen.

Es sind Daten, die mein Amtsvorgänger (Anmerkung: Giannis Diotis) angefordert hatte. Auf diesen CDs ist halb Griechenland enthalten. Es ist nicht möglich, halb Griechenland zu überprüfen. Ich glaube, der damalige Leiter und der Sekretär, von denen die CDs angefordert wurden, taten dies, damit die CDs bei anderen Überprüfungen helfen, und nicht, damit sie für sich kontrolliert werden„, meinte einleitend Herr Stasinopoulos und erklärte, die 65 Listen umfassen natürliche und juristische Personen, separiert nach verschiedenen Parametern wie beispielsweise, ob sie Kredite von über 100.000 Euro aufgenommen haben.
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Rechtsradikale in Griechenland klagen gegen Justiz

19. Januar 2014 / Aufrufe: 225 Kommentare ausgeschaltet

Die rechtsradikale Chrysi erstattete Strafanzeigen gegen die Richter, auf deren Beschluss jüngst drei weitere Abgeordnete der Partei in U-Haft eingewiesen worden waren.

Der Pressesprecher der Chrysi Avgi, Ilias Kasidiaris, erstattete am 17 Januar 2014 Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen die beiden Untersuchungsrichterinnen Ioanna Klapa und Maria Dimitropoulou sowie auch den Staatsanwalt Ididoros Ntogkiakos.

Laut Ilias Kasidiaris waren die Inhaftierungen der Abgeordneten der Chrysi Avgi „illegal und im Voraus beschlossen“, da die entsprechenden Beschlüsse „drei Tage vor der Vollendung der Aussagen der Abgeordneten unterschrieben worden sind„.

In den erstatteten Strafanzeigen wird konkret angeführt, die Untersuchungshaftbefehle, die gegen die Abgeordneten Giorgos Germenis, Panagiotis Iliopoulos und Evstratios Mpoukouras ergingen, tragen das handschriftlich eingetragene Datum des 09 Januar 2014, während die drei Abgeordneten erst am 11 und 12 Januar 2014 vor den Untersuchungsrichtern aussagten.

(Quelle: To Pontiki)

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Warum Griechenland nicht an die Märkte gehen soll

19. Januar 2014 / Aufrufe: 1.862 Kommentare ausgeschaltet

Ralph Atkins vertritt in der Financial Times, ein Gang Griechenlands an die Finanzmärkte könne Probleme sowohl für das Land selbst auch für die Eurozone verursachen.

Das Jahr 2014 begann mit einer Party auf den Märkten für Anleihen der am meisten von der Krise getroffenen Länder der Peripherie. Welche Geschenke bringt jedoch Griechenland, das ungezogene Kind der Eurozone zu dieser Party mit?

Die Auktionen langfristiger Anleihen Anfang Januar 2014 durch Irland (das im Dezember aus dem Hilfsprogramm herauskam) und Portugals (das hofft, im Juni das selbe zu schaffen) zogen ein starkes Investitionsinteresse auf sich. In der ganzen Peripherie sanken die Renditen – die sich entgegengesetzt zu den Preisen der Anleihen bewegen – auf Niveaus vor der Krise. Faktoren in Athen – aber auch Londoner Bankiers – sehen eine Möglichkeit, dass auch Griechenland die Märkte testet.
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Dreieinhalb Millionen streunende Hunde in Griechenland

18. Januar 2014 / Aktualisiert: 06. April 2020 / Aufrufe: 5.910 3 Kommentare

Die Anzahl der herrenlosen streunenden Hunde in Griechenland ist in den beiden letzten Jahren um rund 1 Million gestiegen und wird derzeit auf 3,5 Millionen Tiere geschätzt.

Die Straßen der griechischen Städte füllen sich mit streunenden Rassehunden, von Cocker Spaniels und Terriern bis hin zu Yorkshires und Labradors, da dutzende Vierbeiner – vormals „legere“ Haustiere – inzwischen der Krise zum Opfer fallen, da ihre Besitzer sie aussetzen, weil sie nicht in der Lage sind, die Tiere zu unterhalten.

Die Anzahl der herrenlosen Hunde in ganz Griechenland wird heute auf 3.500.000 Tiere – gegenüber 2.500.000 vor zwei Jahren – geschätzt, wobei sogar 40% Rassetiere sind, wie die Präsidentin des des Panhellenischen Tierschutz- und Umweltverbands, Anastasia Mpompolaki erklärt. Zum Beispiel fand in Heraklion / Kreta ein lokaler Tierschutzverein in einem Zeitraum von nur fünf Tage 50 Welpen!
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Rechtsradikales Business in Griechenland

18. Januar 2014 / Aufrufe: 540 Kommentare ausgeschaltet

Steuerfahnder haben zwei Offshore-Gesellschaften in Zypern ausfindig gemacht, die einem Funktionär der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Griechenland gehören sollen.

Informationen der Zeitung „To Vima“ zufolge haben die Prüfer des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) zwei Offshore-Gesellschaften in Zypern ausfindig gemacht, die einem mit den Finanzen der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Zusammenhang stehenden Funktionär der Partei gehören sollen.

Parallel wurden bei den bisherigen Ermittlungen 150.000 Euro auf einem Konto des seit Anfang Oktober 2013 in Untersuchungshaft einsitzenden Abgeordneten der Chrysi Avgi, Giannis Lagos, gefunden, der sich in seinen Steuererklärungen und Vermögensdeklarationen als praktisch arbeitslos (abgesehen natürlich von seinem Mandat) und mittellos erklärte.
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Besteuerungen von Sachleistungen in Griechenland ab 2015

17. Januar 2014 / Aufrufe: 839 Kommentare ausgeschaltet

Die geplante Besteuerung von Sachleistungen als Einkommen und der entsprechende Lohnsteuerabzug wird in Griechenland auf das Jahr 2015 verschoben.

Auf Beschluss des griechischen Finanzministeriums wird die steuerliche Behandlung den Wert von 300 Euro jährlich übersteigender Sachleistungen als Teil des steuerpflichtigen Einkommens der Steuerpflichtigen in Griechenland auf das Jahr 2015 verschoben.

Zu den Sachleistungen, die zukünftig dem steuerpflichtigen Einkommen hinzugerechnet und dem Lohnsteuerabzug unterliegen werden, zählen die Bereitstellung eines Fahrzeugs, Sachleistungen in Form eines Kredits, die Überlassung einer Wohnung usw.
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