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Geht Griechenland 2014 an die Finanzmärkte?

14. Januar 2014 / Aufrufe: 507

Angesichts der zu erwartenden untragbaren Konditionen wird Griechenland auch 2014 kaum den Schritt auf die internationalen Finanzmärkte wagen.

Zu welchen Zinssätzen würde Griechenland sich finanzieren können, wenn es beschließen würde, morgen früh das Memorandum zu verlassen und an die internationalen Märkte zu gehen? Wie gegenüber Voria.gr Bankfunktionäre der Dealing Rooms äußern, die aus nächster Nähe die Entwicklungen an der konkreten Front beobachten, „auf keinen Fall unter 8%„.

Zum Vergleich: Derzeit leiht Griechenland sich mittels des zweiten Programms Geld zu einem Zinssatz von unter 2% und würde folglich für „freies“ Geld rund 6% mehr zahlen müssen. Der letzte Versuch der griechischen Regierung, sich über den freien Markt zu finanzieren, erfolgte am 05 April 2010 mit der Emission einer siebenjährigen Anleihe mit einer Rendite von 6%, die jedoch nur 1,2-fach gezeichnet wurde.

Regierung wird sich einen Gang an die Märkte gründlich überlegen

Aus Regierungskreisen wird in letzter Zeit überaus optimistisch – wenn nicht gar beschwörend – vernommen, Griechenland würde im Lauf des Jahres 2014 an die freien Märkte gehen können. Den Wirtschaftsstab beschäftigt jedoch eine große Frage: Lohnt es sich letztendlich, den großen Schritt zu wagen, da selbst in dem Fall, dass die Kreditkosten auf den Märkten unter 7% fallen sollte, die Differenz zu den heutigen 1,8% ungeheuer ist?

Die zum Ausdruck gebrachte Erwiderung lautet, ein eventueller Gang an die Märkte würde den Austritt des Landes aus dem Memorandum signalisieren und zumindest unter dem Aspekt der Psychologie eine günstige Wirkung haben. Die Kosten eines solchen Entschlusses werden jedoch sehr hoch sein und alles weist darauf hin, dass man es sich in der Regierung noch viele Male überlegen wird, bevor eine wie immer geartete Entscheidung getroffen werden wird.

Kurzfristige Emissionen mit Zinssätzen bei 4%

Ergänzend sei angemerkt, dass der griechische Fiskus am 07 Januar 2014 aus der Auktion von „Schatzbriefen“ mit 6-monatiger Laufzeit 1,625 Mrd. Euro (plus weitere 375 Mio. Euro aus der Annahme nicht wettbewerbsfähiger Angebote) schöpfte. Der Zinssatz gestaltete sich auf 4,10% (gegenüber 4,15% bei der vorherigen Auktion), während die Emission 2,07-fach überzeichnet wurde (gegenüber einer 2,11-fachen Überzeichnung der vorherigen Ausgabe).

Weitere 1,625 Mrd. Euro wurden aus der Auktion 3-monatiger Schatzbriefe am 14 Januar 2014 geschöpft, bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,75% (Dezember 2013: 3,90%) und einer Zeichnung von 2,05 (Dezember 2013: 1,92).

Der griechische Fiskus hat verzinste Schuldverschreibungen im Wert von ungefähr 15 Mrd. im Umlauf, die regelmäßig mit Hilfe der griechischen Banken refinanziert werden, welche die Titel kaufen und dann als Sicherheit für die Schöpfung von Liquidität bei der EZB hinterlegen.

(Quelle: Voria.gr, To Vima)

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