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Archiv für Januar, 2014

Griechenland hat kein Geld für Personalausweise

31. Januar 2014 / Aufrufe: 770 1 Kommentar

Die Polizeireviere in Griechenland können keine Personalausweise ausstellen, weil keine Mittel für die Bestellung von Papier und Plastikfolien verfügbar sind.

Wer in Griechenland einen polizeilichen Personalausweis benötigt, muss sich wenigstens bis März 2014 gedulden. Konkreter erging von dem Hauptquartier der Polizei an alle Reviere der Kriminalpolizei eine Anweisung, in der es lautet:

Bis Ende Februar ist kein Geld für die Bestellung von Papier und Klebefolien zur Ausstellung von Personalausweisen vorhanden. Wir werden eine neue Bestellung aufgeben, jedoch erst nach einem Monat, und bis die neuen Materialien an Reviere verteilt werden, sind wir nicht in der Lage, irgendeinem Bürger einen Personalausweis auszustellen.

Parallel weist das Hauptquartier die Reviere der Kriminalpolizei an, bis zur Versorgung mit neuem Material nur absolut erforderliche Personalausweise auszugeben, wenn und sofern eine große Notwendigkeit besteht.

(Quelle: Zougla.gr)

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Griechenland wird 2030 das Niveau von 2009 wiedererreichen

31. Januar 2014 / Aufrufe: 1.583 7 Kommentare

Interview mit Professor Zafiris Tzannatos, Teil 3 – Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik und allgemeine Perspektiven in Griechenland.

Ab dem Moment, wo Griechenland nicht einer volkswirtschaftlichen Schock-Angleichung entging, schuldet es nun, seine Ausgaben zu Gunsten der Bedürftigen zu rationalisieren und alles zu unternehmen, um Investitionen in Höhe vieler Mrd. mit dem Ziel anzuziehen, die Arbeitslosigkeit zu senken„, erklärt der ehemalige Berater der Weltbank und der Internationalen Arbeitsorganisation, Zafiris Tzannatos, der in einem Interview mit naftemporiki.gr (Teil 3) die gesellschaftlichen Auswirkungen der Krise unterstreicht.

Es sei angemerkt, dass aufgrund des erheblichen Umfangs das in Rede stehende Interview in drei einzelne Beiträge aufgeteilt wurde:

Professor Zafiris Tzannatos war Leiter der Gruppe, die das Programm für die Beschäftigung und den sozialen Bereich des damals größten Rettungsprogramms in der Geschichte plante, nämlich für Südkorea im Jahr 1997. Er ist ehemaliger Präsident der Schule für Wirtschaft der Amerikanischen Universität in Beirut und war höherer Berater der Internationalen Arbeitsorganisation, der Weltbank und der Regierungen des Libanon und der Emirate.
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Zahlung von Steuern in Griechenland per Auslandsüberweisung

30. Januar 2014 / Aktualisiert: 03. Juli 2019 / Aufrufe: 3.287 Kommentare ausgeschaltet

Steuern und Abgaben an den Fiskus in Griechenland können seit Anfang 2014 auch direkt aus dem Ausland per SEPA-Überweisung an die Griechische Bank entrichtet werden.

Im Rahmen der voranschreitenden Rationalisierung der Steuerverwaltung in Griechenland ist seit 2014 die Entrichtung einer Reihe von Steuern und Abgaben an das griechische Finanzministerium fortan auch per direkter SEPA-Überweisung an die Griechische Bank möglich.

Dies kommt unter anderem speziell im Ausland lebenden Personen entgegen, die bezüglich der fristgemäßen Erfüllung ihrer steuerlichen Verpflichtungen in Griechenland bisher häufig auf „zwischengeschaltete“ Dritte (und deren Redlichkeit und Zuverlässigkeit) angewiesen waren. Ebenfalls können auf die selbe Weise Verbindlichkeiten beliebiger Dritter an den griechischen Fiskus beglichen werden – womit nicht zuletzt sichergestellt wird, dass die überwiesenen Beträge auch wirklich dem vorgesehenen Verwendungsweck zugeführt werden … .

Weitere Informationen bietet ein Merkblatt des griechischen Finanzministeriums (PDF, englisch): SEPA CREDIT TRANSFER – PAYMENT INSTRUCTIONS FOR TAXES AND DUTIES

Hinweis: Seit 2018 können im persönlichen TAXISnet-Account aufgelistete Verbindlichkeiten auch direkt aus der Anwendung online und in Echtzeit per Debit- / Kreditkarte vollständig oder teilweise beglichen werden.

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Warum zieht Griechenland keine Investitionen an?

30. Januar 2014 / Aktualisiert: 31. Januar 2014 / Aufrufe: 2.021 2 Kommentare

Interview mit Professor Zafiris Tzannatos, Teil 2 – Verschuldung, Privatisierung, Steuern, Ausgaben und Entlassungen öffentlicher Bediensteter in Griechenland.

Hinsichtlich des Beitrags der Investitionen zum BIP wird Griechenland derzeit unter 173 Ländern auf Platz 163 eingeordnet„, betont der ehemalige Berater der Weltbank und des Internationalen Organismus für Arbeit, Zafiris Tzannatos, der in einem Interview mit naftemporiki.gr (Teil 2) den griechischen Fall hinsichtlich der Verschuldung, Privatisierungen, Steuern, Ausgaben und Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor analysiert.

Es sei angemerkt, dass aufgrund des erheblichen Umfangs das in Rede stehende Interview in drei einzelne Beiträge aufgeteilt wurde:

Professor Zafiris Tzannatos war Leiter der Gruppe, die das Programm für die Beschäftigung und den sozialen Bereich des damals größten Rettungsprogramms in der Geschichte plante, nämlich für Südkorea im Jahr 1997. Er ist ehemaliger Präsident der Schule für Wirtschaft der Amerikanischen Universität in Beirut und war höherer Berater der Internationalen Arbeitsorganisation, der Weltbank und der Regierungen des Libanon und der Emirate.
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Griechenland treibt illegale Rentenzahlungen bei

29. Januar 2014 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 932 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden bisher 30 Millionen Euro aus unzulässigen Rentenzahlungen auf dem öffentlichen Sektor wieder beigetrieben.

In über 4.000 Fällen haben Rentner des öffentlichen Sektors in Griechenland sich entweder immer noch nicht dem obligatorischen Identifizierungsverfahren unterzogen, oder ihre Rentenbezüge wurden über zum Teil lange Zeiträume weitergezahlt, obwohl die Berechtigten inzwischen verstorben waren.

Die unzulässig gezahlten Beträge erreichen 42,8 Mio. Euro, wovon bisher 29,9 Mio. Euro in die staatlichen Kassen zurückgeflossen sind. Ergänzend ist anzumerken, dass die Zahlung dieser Beträge nicht immer auf betrügerische Machenschaften, sondern oft genug auf Schlampereien bei den involvierten Dienststellen zurückzuführen sind.
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Was das Programm für Griechenland (nicht) erreichte

29. Januar 2014 / Aktualisiert: 31. Januar 2014 / Aufrufe: 1.346 4 Kommentare

Interview mit Professor Zafiris Tzannatos, Teil 1 – Dialog über die strukturellen Merkmale der griechischen Wirtschaft.

Das erste Memorandum schritt zu einer falschen Diagnose für das griechische Problem und diente hauptsächlich den europäischen Interessen, danach hatte der gegebene logistische Fortschritt der griechischen Volkswirtschaft ungeheure gesellschaftliche Kosten und heute bleibt das große Problem der öffentlichen Verschuldung ungelöst„, schlussfolgert im Rahmen einer Erläuterung der strukturellen Charakteristika der griechischen Wirtschaft in einem Interview mit naftemporiki.gr (Teil 1) der ehemalige Berater der Weltbank und des Internationalen Organismus für Arbeit, Zafiris Tzannatos.

Es sei angemerkt, dass aufgrund des erheblichen Umfangs das in Rede stehende Interview in drei einzelne Beiträge aufgeteilt wurde:

Professor Zafiris Tzannatos war Leiter der Gruppe, die das Programm für die Beschäftigung und den sozialen Bereich des damals größten Rettungsprogramms in der Geschichte plante, nämlich für Südkorea im Jahr 1997. Er ist ehemaliger Präsident der Schule für Wirtschaft der Amerikanischen Universität in Beirut und war höherer Berater der Internationalen Arbeitsorganisation, der Weltbank und der Regierungen des Libanon und der Emirate.
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Arbeitsminister dementiert Senkung des Mindestlohns in Griechenland

28. Januar 2014 / Aktualisiert: 21. Mai 2014 / Aufrufe: 637 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Arbeitsminister dementiert angeblich anstehende Änderungen bei den gesetzlichen Mindestlöhnen in Griechenland.

Der griechische Arbeitsminister Giannis Vroutzis dementiert kategorisch Szenarien und Einschätzungen, die von Zeit zu Zeit an das Licht der Öffentlichkeit gelangen und sich auf anstehende neue Senkungen bei Löhnen und Renten beziehen.

Der Minister versichert, dass es keine derartigen Kürzungen geben wird und betont, all dies gehöre der Sphäre der kranken Phantasie an und werde alltäglich von der Realität selbst Lügen gestraft.
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Unbezahlte Beschäftigung soll Arbeitslosigkeit in Griechenland senken

28. Januar 2014 / Aufrufe: 3.871 2 Kommentare

Ein Gutachter des KEPE in Griechenland schlägt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unter anderem die Abschaffung des Mindestlohns für junge Arbeitnehmer vor.

Wie die Arbeitslosigkeit bewältigt wird? Indem junge Leute ein Jahr lang … umsonst arbeiten, schlägt unter anderem ein Gutachter des Zentrums für Planung und Wirtschaftsforschung (KEPE) vor und signalisiert damit eine weitere Deregulierung des Arbeitsmarkts, damit dem brennenden gesellschaftlichen Problem der Arbeitslosigkeit begegnet wird.

In völliger Gleichschaltung mit den … innovativen Ideen internationaler Wirtschaftsorganismen, deren Adoption zu der heutigen Zerschlagung der Arbeitsverhältnisse und der Abschaffung eines jeden „Sicherheitsnetzes“ für die Arbeitnehmer führte, schlägt der Forscher des KEPE, Dr. Ioannis Cholezas, für die jungen Leute die Abschaffung des Mindestlohns für ein Jahr vor!
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Spirulina-Abzocke in Griechenland

27. Januar 2014 / Aufrufe: 1.060 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden zehntausende Verbraucher mit überhöhten Versandkosten für eine angeblich kostenlose Probe-Packung mit Spirulina-Kompretten abgezockt.

Von den griechischen Verfolgungsbehörden wurde ein „Trick“ aufgedeckt, mit dem fast 80.000 Konsumenten aus ganz Griechenland mit dem Verkauf der populären Lebensmittelergänzung Spirulina abgezockt wurden.

Gemäß einer Bekanntmachung der griechischen Polizei (ELAS) sind in der Sache insgesamt zwei Männer im Alter von 45 und 47 Jahren angeklagt, zu deren Lasten ein Strafverfahren im Grad eines Schwerverbrechens eingeleitet wurde. Laut der Klageschrift verdienten die beiden Unternehmer mit ihrer „Masche“ in einem Zeitraum von nur drei Monaten bzw. Juli – September 2013 ungefähr 280.000 Euro.
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Haushalte in Griechenland überleben dank Renten

27. Januar 2014 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.786 2 Kommentare

Das schockierende Ergebnis einer aktuellen Untersuchung zeigt, dass in Griechenland jeder zweite Haushalt nur dank der Renten der Eltern und Großeltern überlebt.

Die wirtschaftliche Krise, steuerliche (Mehr-) Belastungen und enorme Einkommensverluste haben die griechischen Haushalte in einen finanziellen Würgegriff genommen.

Wie aus einer aktuellen Untersuchung der MARC hervorgeht, die für Rechnung des Allgemeinen Verbands der Selbständigen, Handwerker und Kaufleute Griechenlands (GSEVEE) auf Basis eines Musters von 1.201 Haushalten erfolgte, ist bezeichnend, dass:

  1. eine von zwei Familien nur dank der Renten familiärer Personen überlebt,
  2. vier von zehn Haushalten wenigstens eine arbeitslose Person haben.


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