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Archiv für Dezember, 2013

Löhne in Griechenland niedriger als 2000

1. Dezember 2013 / Aktualisiert: 21. Mai 2014 / Aufrufe: 1.530 1 Kommentar

Die Nettobezüge der meisten Arbeitnehmer in Griechenland haben nach den Angleichungen der letzten Jahre ein niedrigeres Niveau als im Jahr 2000 erreicht.

Wie in einem Artikel der „Kathimerini“ unter Berufung auf Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) berichtet wurde, sind in Griechenland in dem Zeitraum 2000 – 2012 die Bezüge um 1,7% gesunken.

Eine Ausnahme stellen die Beschäftigten des weiteren öffentlichen Sektors dar, die während der letzten vier Jahre Verluste verzeichnet haben mögen, jedoch sind ihre Bezüge von 2000 bis 2012 um 12,4% gestiegen. Daher erklärt sich auch der Druck der Troika auf eine radikale Umstrukturierung der öffentlichen Unternehmen und Träger (DEKO) und der öffentlichen juristischen Personen.
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Griechenland: Die Troika, die Drachme und der Euro (2)

1. Dezember 2013 / Aktualisiert: 08. Juni 2015 / Aufrufe: 1.903 3 Kommentare

Im zweiten Teil seiner Analyse untersucht der Wirtschaftswissenschaftler Vasilis Viliardos Szenarien der Rettung Griechenlands ohne Troika unter rechten und linken Regierungen.

„Der Begriff „Kapitalismus“ hat den Vorteil, dass er exakt, also in völliger Klarheit, das heutige Wirtschaftssystem beschreibt: dessen Basisziel die Platzierung, die Nutzung von Kapital zum Zweck seiner Erhöhung durch die Verwirklichung von Gewinnen ist. Es handelt sich also um einen Prozess, der eine „exponentielle“ Wirtschaft produziert – während es anderenfalls zusammenbricht.

Der Kapitalismus wird nicht von den niedrigen Löhnen „angetrieben“, wie von den heutigen Austeritäts-Politiken vertreten zu werden scheint – aber, im Gegenteil, von den kontinuierlich höheren. Der Hauptgrund ist, dass nur dann, wenn die Löhne der Arbeitnehmer „teuer“ sind, die technologischen Innovationen, welche geometrisch die Produktivität steigern und Wachstum schaffen,  einen Sinn haben. Während der Dauer dieses Prozesses wird jedoch eine „kreative Zerstörung“ verursacht – da die älteren und billigeren Arbeitsplätze „sterben“, die durch die technologischen Innovationen vernichtet und durch teurere, spezialisiertere und wenigere Arbeitsplätze ersetzt werden.

Die Natur des Kapitalismus sind also hinsichtlich des Sektors Arbeit die höheren Bezüge, bei weniger Arbeitsplätzen, höherem Mehrwert – somit mit höherem Risiko und mit Unsicherheit, damit Innovationen und gewinne „produziert“ werden. Der „reine Sozialismus“ ist dagegen auf Arbeit für alle, Sicherheit und die traditionelle Struktur einer Wirtschaft gestützt – ohne großes Risiko, aber mit sehr niedrigen Löhnen. Alle „grauen“ Zwischennuancen haben immer ein Verfallsdatum.“
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