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Archiv für Dezember, 2013

Der – wem? – nützliche Finanzminister in Griechenland

13. Dezember 2013 / Aufrufe: 817 2 Kommentare

Finanzminister Giannis Stournaras in Griechenland scheint sich mehr den Gläubigern des Landes als dem Volk gegenüber verpflichtet zu fühlen.

Ich habe eine schwere Aufgabe, ich kann die Politik nicht ändern, weil wir uns zu konkreten Zielen verpflichtet haben. Ich will nützlich sein und nicht angenehm.“ Dies äußerte am 08 Dezember 2013 der griechische Finanzminister Giannis Stournaras in einem Interview mit der Zeitung „Vima“. Was er – vielleicht, weil die Antworten inzwischen offensichtlich und selbstverständlich sind – nicht sagte, hat damit zu tun, welche die Ziele sind, zu denen er sich verpflichtet hat, und für wen er letztendlich nützlich sein möchte.

Der „reductio ad absurdum“ folgend ist jedoch leicht erkennbar, welche die schwere Aufgabe ist und gegenüber wem Giannis Stournaras und die Partner in der Regierung Samaras und Venizelos sie übernommen haben. Einfach gesagt, aus den nachfolgenden Zahlen ist offensichtlich, wem die in Rede stehenden Herren Rechenschaft ablegen und wer ihnen buchstäblich … (sagen wir es elegant) am Knie vorbeigeht.
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Historischer Höchststand der Arbeitslosigkeit in Griechenland

12. Dezember 2013 / Aufrufe: 583 Kommentare ausgeschaltet

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland erreichte im September 2013 mit 27,4 Prozent einen neuen historischen Höchststand.

Die saisonal bereinigte Arbeitslosenquote stieg in Griechenland im September 2013 auf einen neuen historischen Rekord und erreichte 27,4%, gegenüber 26% im September 2012 und 27,3% im August 2013.

Laut den Angaben der griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) erreichte September 2012 die Anzahl der Arbeitslosen 1.376.463 Personen und stieg damit um 77.161 Personen im Vergleich zu September 2012 (+ 5,9%) und um 14.023 Personen im Vergleich zu August 2013 (+ 1,0%).
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Wahrheiten und Lügen über die Privatisierungen in Griechenland

12. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.043 6 Kommentare

Das von Anfang an utopische Privatisierungs-Programm in Griechenland scheitert nicht zuletzt an der Gier der Gläubiger und sogenannten Partner des Landes.

Das Programm der Privatisierungen in Griechenland entwickelt sich zur „Titanic“. Alles begann an einem Mittag im Februar 2011, als der damalige Vertreter der Kommission in der Troika, Servaas Deroose, die „Bombe“ über Privatisierungen in Höhe von 50 Mrd. Euro bis 2015 warf. Den bei der Pressekonferenz im „Zappeio-Palast“ Anwesenden verschlug es die Sprache und sie fragten sich in einleuchtender Ratlosigkeit „wo bekommen wir dieses Geld her? Werden wir vielleicht die Akropolis verkaufen?

Die Zeit verstrich und letztendlich erwies sich die damalige – von der griechischen Regierung in höchsten Tönen gelobte – Bekanntmachung als nichts anderes als ein kommunikatives Feuerwerk, das unmöglich realisiert werden konnte.
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Griechenland schließt drei Banken

11. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.198 1 Kommentar

In Griechenland wurden auf Beschluss der Griechischen Bank drei Genossenschaftsbanken die Banklizenz entzogen und ihre Einlagen zur Alpha Bank transferiert.

Die Griechische Bank schritt zur Widerrufung der Lizenzen der Genossenschaftsbanken Westmakedoniens, Dodekanes und Euböas. Die insgesamt ungefähr 400 Mio. Euro betragenden Einlagen der Banken sind vollumfänglich abgesichert, da sie in ihrer Gesamtheit zur Alpha Bank transferiert werden.

Nach dem ergebnislosen Verstreichen aller drei Fristen, die den Banken unter dem Aspekt des Schutzes der Guthaben ihrer Kunden für ihre Rekapitalisierung gesetzt worden waren, schritt die Griechische Bank zu der Widerrufung der Lizenzen der drei in Rede stehenden Genossenschaftsbanken und dem Transfer der Summe aller Guthaben zur Alpha Bank, die im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Ausschreibungsverfahren ein Übernahmeangebot eingereicht hatte.
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Kommission blockiert Gasnetz-Privatisierung in Griechenland

11. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.389 1 Kommentar

Der Abschluss des Verkaufs der Gasnetz-Betriebsgesellschaft DESFA in Griechenland an die aserbaidschanische Socar scheint auf unbestimmte Zeit in der Luft zu hängen.

Laut zuverlässigen Quellen erhebt die Europäische Kommission neue Hindernisse im Abschluss des Verkaufs der DESFA (Hellenic Gas Transmission System Operator S.A.) an die aserbaidschanische Socar und verlangt als Voraussetzung die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens zwischen der EU und der Regierung Aserbeidschans (!).

Es handelt sich um eine Entwicklung, die sowohl auf griechischer als auch aserbaidschanischer Seite intensive Nachdenklichkeit verursacht, da sich damit abgesehen von allem anderen die Vollendung des Verkaufs der DESFA und die Einnahme der 400 Mio. Euro für das Privatisierungsprogramm auf unbekannte Zeit verschiebt.
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Griechenland: Bank warf 200000 Euro in den Müll!

10. Dezember 2013 / Aufrufe: 1.113 3 Kommentare

Bei Renovierungsarbeiten in einer Bankfiliale in Nafplio  in Griechenland wurden 200.000 Euro in den Müll geworfen.

Im Zentrum der griechischen Stadt Nafplio spielte sich ein unerhörtes Ereignis ab. Alles begann, als die Leitung einer Bankfiliale beschloss, die Geschäftsräume zu renovieren.

Nachdem die mit den Arbeiten beauftragten Handwerker in der vergangenen Woche früh morgens ihre Arbeit aufgenommen hatten, warfen sie auf Anweisung der Verantwortlichen unter anderem auch einen Pappkarton in den Bauschutt, von dem sie glaubten, er würde irgendwelchen Plunder enthalten. Das Unglaublichste an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass danach der Müll „gefleddert“, der „Schatz“ aber nicht gefunden wurde!
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Die hypothetische Neue Drachme in Griechenland

10. Dezember 2013 / Aktualisiert: 12. Mai 2016 / Aufrufe: 7.572 7 Kommentare

Griechenland muss einen Plan für eine eventuell Rückkehr zur nationalen Währung parat haben, weil deren unkontrollierte Einführung mehr als katastrophal wäre.

Für einen Staat gibt es nichts Schlimmeres als den Zusammenbruch des Marktwertes seiner Währung, während im Fall Griechenlands die Rückkehr zur nationalen Währung unwiderruflich mit dem Bankrott verbunden ist – also mit dem Zahlungsstopp oder der Streichung eines großen Teils seiner Verschuldung … .

Da es durchaus denkbar ist, dass Griechenland mehr oder weniger „überraschend“ zu einem „freiwilligen“ Ausscheiden aus der Währungsunion geführt werden könnte, muss es auf jeden Fall einen Plan bereit haben, da die unkontrollierte Rückkehr zu einer nationalen Währung mehr als katastrophal wäre.
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Jeder Vierte in Griechenland verschwendet Lebensmittel

9. Dezember 2013 / Aufrufe: 711 2 Kommentare

Laut einer Erhebung der Public Issue für Rechnung des WWF Hellas werfen 4 von 10 Bürger in Griechenland Essen weg.

37% der Griechen verschwenden wenigstens 1 – 2 Mal im Monat Essen, wobei die Nahrungsmittel, die am häufigsten im Müll landen, übriggebliebene zubereitete Mahlzeiten sowie ebenfalls Obst und Gemüse sind, gefolgt von Milchprodukten, Brot, Teigwaren und Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder verdorben sind.

Diese Angaben gehen aus einer Meinungsumfrage zu dem Thema der Verschwendung von Lebensmitteln in Griechenland, die von der Demoskopie-Gesellschaft Public Issue für Rechnung des WWF Hellas durchgeführt wurde.
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Deckt der Finanzminister in Griechenland eidbrüchige Beamten?

9. Dezember 2013 / Aktualisiert: 26. August 2015 / Aufrufe: 648 Kommentare ausgeschaltet

Der gewerkschaftliche Verband der Bediensteten der Finanzbehörden in Griechenland beschuldigt den Finanzminister, eidbrüchige Beamten zu decken.

Ein neuer Krieg zwischen Finanzministerium und Finanzbeamten brach anlässlich der selektiven Informationen aus, welche die Führung des Finanzstabs in Zusammenhang mit Angaben über Kontrollen, bei denen eidbrüchige Finanzbeamte ausfindig gemacht wurden, einem Teil der Presse zukommen ließ.

Bei den an das Licht der Öffentlichkeit gelangten Informationen war von luxuriösen Wohnungen, Fahrzeugen und Auslandsüberweisungen die Rede, welche die Dienststelle für interne Angelegenheiten des Finanzministeriums ausfindig machte und nicht durch die „Vermögensdeklarationen“ der Finanzbeamten gerechtfertigt waren.
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Diebstahl-Opfer in Griechenland verzichten auf Beuterückgabe

8. Dezember 2013 / Aufrufe: 1.232 Kommentare ausgeschaltet

Opfer von Diebstählen und Raubüberfällen in Griechenland verzichten auf gefundenes Diebesgut, um nicht in die Mühlen der Bürokratie und Justiz zu geraten.

Bürger verneinen, Diebstählen und Raubüberfällen zum Opfer gefallen zu sein, um nicht in die Mühlen der Bürokratie zu geraten. Sie lehnen es ab, ihnen entwendete und wieder aufgefundene Geldbeträge und Schmuckstücke in Empfang zu nehmen, weil sie die damit einhergehenden „Formalitäten“ und die juristischen Strapazen vermeiden wollen.

Dies ist das Bild einer bizarren Situation, der sich in letzter Zeit Offiziere der griechischen Polizei (ELAS) – hauptsächlich auf Polizeirevieren in Attika und peripheren polizeilichen Dienststellen – gegenüber sehen, die sich mit Verhaftungen griechischer und ausländischer Einbrecher und Räuber befassen.
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