Jeder Vierte in Griechenland verschwendet Lebensmittel

9. Dezember 2013 / Aufrufe: 713

Laut einer Erhebung der Public Issue für Rechnung des WWF Hellas werfen 4 von 10 Bürger in Griechenland Essen weg.

37% der Griechen verschwenden wenigstens 1 – 2 Mal im Monat Essen, wobei die Nahrungsmittel, die am häufigsten im Müll landen, übriggebliebene zubereitete Mahlzeiten sowie ebenfalls Obst und Gemüse sind, gefolgt von Milchprodukten, Brot, Teigwaren und Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder verdorben sind.

Diese Angaben gehen aus einer Meinungsumfrage zu dem Thema der Verschwendung von Lebensmitteln in Griechenland, die von der Demoskopie-Gesellschaft Public Issue für Rechnung des WWF Hellas durchgeführt wurde.

Haushalt werfen durchschnittlich jährlich 590 € in den Müll

In der Erhebung wird betont, dass die Bürger sich zwar in einem hohen Grad über die Praktiken informiert zeigen, die sie befolgen können um die Verschwendung einzuschränken, etliche das Problem jedoch trotzdem verewigen. Beispielsweise gehen 20% der Mitbürger immer noch Einkaufen, ohne sich vorher aufgeschrieben zu haben, was sie brauchen, während 17% übrig gebliebenes Essen nicht in den nächsten Tagen verbrauchen. Ein weiteres aus der Erhebung hervorgehendes sehr interessantes Fakt ist, dass nur 8% unserer Mitbürger Kompostierung betreiben.

Schließlich ist anzumerken, dass weltweit jährlich 1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel im Müll landen, während ein Europäer jedes Jahr 179 Kilo Nahrung verschwendet und praktisch pro Haushalt 590 Euro weggeworfen werden. Zur selben Zeit leiden 868 Millionen Menschen auf dem ganzen Planet unter Unterernährung … .

(Quelle: To Pontiki)

  1. Schnucki
    10. Dezember 2013, 00:16 | #1

    Na ja, vor 6 Jahren haben noch mind. 6 von 10 Essen in den Müll geschmissen. Ganz gehässige Menschen würden jetzt sagen: „Ja und, irgend etwas müssen doch die anderen 63 % im Müll zu essen finden. Wie war das mit dem kleinen Mädchen aus Patras, das in der Pause nach etwas Essbarem im Müll gewühlt hat. Wenn man sich nun vorstellt, wieviel Geld diese Untersuchung gekostet hat … Herr im Himmel

  2. Uschi Niemann
    12. Dezember 2013, 13:30 | #2

    Da stehen mittlerweile in fast jedem Supermarkt Körbe, in die man Lebensmittel für die Armen spenden kann. Das ist eine schöne Idee! Allerdings: Supermärkten wie z.B. LIDL ist es strengstens untersagt, die Lebensmittel, die nicht verkauft werden konnten (weil z.B. eine noch nicht mal geöffnete Lieferung von Obst oder Gemüse durch eine neue Lieferung ersetzt werden muss) direkt an Bedürftige weiterzugeben. NEIN, das MUSS erst in die Mülltonne geworfen werden und dann erst dürfen sich Bedürftige die Ware aus der Tonne fischen! DAS ist viel ungehöriger und moralisch höchst verwerflich, als Privatperonen, die übriggebliebene Lebensmittel entsorgen. Da platzt mir die Hutschnur!

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