Griechenland nimmt Beamten wegen Auslandsüberweisungen ins Visier

7. Dezember 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.179

Auf Anweisung des Ministers für Verwaltungsreform werden in Griechenland alle Beamten überprüft, die ab 2009 insgesamt mehr als 100000 Euro ins Ausland transferierten.

Der griechische Minister für Verwaltungsreform, Kyriakos Mitsotakis, ordnete mit einer Anweisung an den Sondersekretär der Abteilung der Prüfer – Kontrolleure der Öffentlichen Verwaltung (SEEDD), Paraskevas Nomikos, die Überprüfung der Vermögensverhältnisse aller öffentlichen Bediensteten an, die ab 2009 und nachfolgend Auslandsüberweisungen in Höhe von insgesamt über 100.000 Euro getätigt haben.

Der Minister verlangte in diesem Rahmen die vorrangige Überprüfung jener Bediensteten, die bereits strafrechtlich oder disziplinarisch wegen eventueller rechtswidriger Handlungen und Verhaltensweisen kontrolliert werden oder bei denen es Indizien für den Erwerb von Mitteln gibt, die nicht durch rechtmäßige und offensichtliche Einkommen gerechtfertigt sind.

Indizien für ungerechtfertigte Bereicherungen

Bei der Überprüfung der „Vermögensdeklarationen“ öffentlicher Bediensteter durch das Dezernat für interne Angelegenheiten des Finanzministeriums wurden dutzende Fälle augenscheinlich ungerechtfertigter Bereicherungen bei Finanzbeamten ausfindig gemacht. Die aus den Untersuchungen hervorgegangenen Daten erregen und hinterlassen Verdachtsmomente bezüglich rechtswidriger Transaktionen, da bei Finanzbeamten luxuriöse Fahrzeuge, nicht deklarierte Immobilien hohen Wertes und Überweisungen festgestellt wurden, die auf keinen Fall durch ihre Einkommen gedeckt sind.

Die Zeiten, in denen jeder tun und lassen konnte was er wollte, ohne irgend jemandem Rechenschaft abzulegen, sind unwiederbringlich vorbei„, erklärte Minister Kyriakos Mitsotakis und betonte: „Es stellt eine Verpflichtung des Staates gegenüber der Gesamtheit der Gesellschaft dar, die in vielen Fällen am Nötigsten spart um zu der Bewältigung der Krise beizutragen, tiefschürfend die öffentlichen Bediensteten zu kontrollieren, die sich dafür entschieden, hohe Geldbeträge zu ausländischen Kreditinstituten zu transferieren. Die Überprüfung wird erweisen, ob die transferierten Beträge durch ihre allgemeinen Vermögensverhältnisse gerechtfertigt sind.

(Quelle: in.gr)

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