Arbeitsministerium dementiert Weihnachtsgeld-Verweigerungen

25. Dezember 2013 / Aktualisiert: 28. Juni 2019 / Aufrufe: 374

Das Arbeitsministerium in Griechenland dementiert Meldungen der Gewerkschaften über einen Anstieg der Fälle, in denen Unternehmen das Weihnachtsgeld verweigern.

Laut dem Korps der Arbeitsinspektoren (SEPE) des griechischen Arbeitsministeriums entsprechen die Berichte über eine Zunahme der Meldungen bezüglich der Nichtzahlung des Weihnachtsgelds an Arbeitnehmer (des privaten Sektors) nicht der Realität, während gleichzeitig angemerkt wird, dass dem SEPE der einzige staatliche Träger ist, der über zuverlässige und genau Daten verfügt.

Von Seite des Gewerkschaftsverbands GSEE wird dagegen von einem signifikanten Anstieg der Fälle gesprochen, in denen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das gesetzliche Weihnachtsgeld nicht regulär zahlen.

GSEE sieht Anstieg der Weihnachtsgeld-Verweigerungen um 25%

Bis zum heutigen 23 Dezember, sprich dem ersten Werktag nach Auslaufen der Frist für die Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung des Weihnachtsgelds, sind bei den zuständigen Dienststellen des SEPE – also dem einzigen und alleinigen staatlichen Träger, der über zuverlässige und genaue Daten verfügt und bei dem offiziell die Anzeigen der Arbeitnehmer erfolgen – 866 Meldungen wegen Nichtzahlung des Weihnachtsgelds erstattet worden, die sich auf 142 Unternehmen beziehen, und für 17 Arbeitgeber ist inzwischen das Schnellgericht-Verfahren aktiviert worden„, wird von Seite des SEPE angeführt. Im vergangenen Jahr hatte es insgesamt 7.294 Meldungen gegeben, die sich auf 1.450 Unternehmen bezogen.

Der Pressesekretär des gewerkschaftlichen Dachverbands GSEE, Dimitris Karageorgopoulos äußerte dagegen gegenüber der Radiostation VIMA 99,5, die Meldungen der Arbeitnehmer bezüglich der Nichtentrichtung des Weihnachtsgelds von Seite der Unternehmen, in denen sie beschäftigt sind, haben im Vergleich zu 2012 um 25% zugenommen.

Wie Dimitris Karageorgopoulos berichtete, obwohl die entsprechenden Meldungen (nur an die GSEE) im vergangenen Jahr sich auf 5.000 Arbeitnehmer bezogen, werden es in diesem Jahr über 6.250 sein. Wie er weiter erklärte, werde der GSEE jedoch erst am 01 Januar ein vollständiges Bild über die nicht ihrer Verpflichtung entsprochen habenden Arbeitgeber vorliegen, auch wenn die Zahlung des Weihnachtsgeld bis zum 21 Dezember zu erfolgen hat.

Er enthüllte sogar, dass Fälle, in denen die Arbeitgeber den Beschäftigten eine Bezahlung mit Geschenkgutscheinen vorschlugen, aber auch Fälle von Tankstellen und Schuh- und Textilunternehmen gemeldet worden sind, die von den Arbeitnehmern verlangten, sich mit Waren bezahlen zu lassen.

(Quelle: in.gr)

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