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Archiv für Dezember, 2013

Freiheitsstrafe für Ex-Verkehrsminister in Griechenland

31. Dezember 2013 / Aufrufe: 828 7 Kommentare

Der ehemalige Verkehrsminister Michalis Liapis wurde in Griechenland wegen des Führens eines Pkw mit gefälschten Kennzeichen zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt.

Die Schnellgericht-Einzelrichterkammer verurteilte den ehemaligen Minister Michalis Liapis, der am 17 Dezember 2013 einen abgemeldeten PKW mit gefälschten Kfz-Kennzeichen im öffentlichen Straßenverkehr gefahren hatte, zu einer zur Bewährung ausgesetzten und zu einem Tagessatz von 50 Euro umwandelbaren Haftstrafe von 4 Jahren.

Die Anklage lautete auf Urkundenfälschung und Abgabe einer unwahren rechtsverbindlichen Erklärung. Zusätzlich wurde gegen den Ex-Minister, der auch diesmal nicht persönlich zu der Verhandlung erschienen war, eine Geldstrafe von 3.000 Euro verhängt, weil das von ihm geführte Fahrzeug nicht haftplichtversichert war.
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Goldminen in Griechenland nehmen Privat-Armee unter Vertrag

31. Dezember 2013 / Aktualisiert: 02. September 2015 / Aufrufe: 3.572 Kommentare ausgeschaltet

Die Bewachung der Goldminen bei Skouries auf Chalkidiki in Griechenland übernehmen ab 2014 Söldner der berüchtigten Blackwater-Privatarmee.

Heftige Beunruhigung rufen die Meldungen des Sicherheitspersonals der „Hellas Gold“ (das Ende des Monats die Jobs verlieren wird) hervor, wonach die Bewachung der Anlagen der Goldminen auf Chalkidiki ab dem 01 Januar 2014 die auch als Privatarmee bekannte Gesellschaft „Blackwater“ übernehmen wird.

Auf diese Entwicklung wies das derzeitige Wachpersonal auch mit einem Transparent hin, das es bei der jüngsten Demonstration vor den Geschäftsräumen der Minengesellschaft in Stratoni / Chalkidiki aufgehängt hatte und auf dem es lautete „Raus mit den Mördern der Völker„.
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Jäger in Griechenland knallen sich gegenseitig ab

30. Dezember 2013 / Aufrufe: 809 4 Kommentare

In Griechenland ereignete sich wieder einmal ein tragischer Jagdunfall, bei dem ein Jäger von einem anderen Jäger erschossen wurde.

Bei Lamia wurde ein 30-jähriger Mann, der sich zur Jagd auf den Berg Iti begeben hatte, von einem anderen Jäger erschossen, der zusammen mit Freunden Wildschweinen auflauerte.

Der unglückliche Elektriker aus Piräus verbrachte die Feiertage in einem Landhaus bei dem Dorf Kompotades. Am vergangenen Samstag (28 Dezember 2013) trat er einen Aufstieg auf dem Berg Iti an um in das Gebiet zu gelangen, in dem er üblicherweise Vögel jagte. Dabei geriet er jedoch auf einen Pfad, an dem andere Jäger im Hinterhalt lagen, und wurde durch mehrere Schüssen niedergestreckt. Der 41-jährige Jäger, der auf ihn geschossen hatte, gab später bei der Polizei zu Protokoll, „ich hielt ihn für Wild und schoss auf ihn„.

(Quelle: in.gr)

Griechenland: Penthäuser zum Preis eines Kleinwagens

30. Dezember 2013 / Aktualisiert: 23. Januar 2016 / Aufrufe: 5.241 2 Kommentare

Wirtschaftskrise und Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland führen auch in Thessaloniki zur Gestaltung neuer Gegebenheiten auf dem lokalen Immobilienmarkt.

Penthäuser zum Preis … eines Kleinwagens. Eigentumswohnung mit 55 Quadratmetern für 8.000 Euro. Geschäftslokal mit 600 qm, in dem der Mieter dem Vermieter keine Miete (oder bestenfalls einen minimalen Betrag) zahlt und nur die Ausgaben für die Immobilie (Steuern, Umlagen, Wartung usw.) übernimmt oder einen Prozentsatz auf die Gewinne seines Unternehmens entrichtet.

All dies mag sich übertrieben anhören, stellt jedoch reale Fälle für den Immobilienmarkt in Thessaloniki dar, auf dem sich – auch wegen der wirtschaftlichen Krise – neue Gegebenheiten gestalten. Bisher mag es sich um Einzelfälle handeln, jedoch mit der Tendenz zu einer immer weiteren Verbreitung.
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Smog im Hirn des Finanzministers in Griechenland

29. Dezember 2013 / Aufrufe: 1.017 3 Kommentare

Obwohl in Griechenland die Städte im Qualm der Öfen und Kamine ersticken, weigert die Regierung sich beharrlich, die horrende Heizölbesteuerung zurückzunehmen.

Es hagelte weihnachtliche Sondernachrichten um uns mitzuteilen, dass die Regierung die Heizölsteuer nicht senken kann, weil sich im Fall einer Senkung ein Fenster für den Treibstoff-Schwarzhandel öffnen würde – und zusätzlich würden diejenigen profitieren, denen es möglich wäre, ihre Swimmingpools billig zu beheizen. Sogar auch das bekamen wir zu hören!
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Hohe Strafen für Steuervergehen in Griechenland ab 2014

29. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.343 4 Kommentare

Ab 2014 tritt in Griechenland ein neuer Bußgeldkatalog für Steuerverstöße in Kraft, der sogar schon für rein formale Verstöße hohe Geldstrafen vorsieht.

Ab dem 01 Januar 2014 wird das Finanzamt in Griechenland einen neuen harten „Bußgeldkatalog“ auf alle, bei denen Steuerdelikte wie Nichtausstellung von Quittungen, Nichtabgabe oder Abgabe inkorrekter Erklärungen, Nichtabführung einbehaltener Steuern, aber auch jene anwenden, die ihre Verpflichtungen an den Fiskus nicht rechtzeitig begleichen.

Die neuen Geldstrafen bekommen alle zu spüren, die von dem Steuer-Kontrollmechanismus dabei aufgespürt werden, keine Quittungen für kleine Geschäftsvorgänge bis zu 5.000 Euro auszustellen, da für jede nicht ausgestellte Quittung ein Bußgeld von 1.000 Euro verhängt wird. Ebenfalls wird gegen alle, die einbehaltene Steuern nicht fristgemäß abführen, eine Geldstrafe in selber Höhe der nicht abgeführten Steuer verhängt.
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Eisige Glückwünsche an Finanzminister Stournaras in Griechenland

28. Dezember 2013 / Aufrufe: 708 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland schließt eine Senkung der Heizölsteuer aus. Bis ein Wunder geschieht, werden wir also weiter frieren und uns im Smognebel den Kopf stoßen.

Am Weihnachtsmorgen, zur Stunde, als Du Dein Honiggebäck futtertest und Deinen geliebten Menschen fröhliche Weihnachten wünschtest, nahmen drei Männer aus der Regierung keine Rücksicht auf Frei- und Feiertage – sie hatten ein Meeting. An der Konferenz nahmen Finanzminister Giannis Stournaras, Umweltminister Giannis Maniatis und Gesundheitsminister Adonis Georgiadis teil. Und als die Begegnung endete, sprang die Entschlossenheit ihrer Beschlüsse die eisigen Wände des Hauses hinauf, in dem Du wohnst.

Unter den diskutierten Hauptthemen befand sich (auch) das Thema der Beheizung unserer Wohnungen, die in letzter Zeit mit ganzen Smog-Brocken einhergeht. „Wir erkennen das Problem an, aber die Therapie ist nicht die Senkung des Heizöl-Preises„, erklärte Herr Stournaras und merkte an: „Damit würden wir dem Treibstoffhandel ein Fenster öffnen und ausnahmslos allen den Heizkostenzuschuss gewähren, sogar auch – im Extremfall – für die Beheizung des Swimmingpools. Wir wollen (jedoch nur) die Ärmeren bezuschussen.
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Mineralölsteuer-Einnahmen in Griechenland auf Niveau von 2009

28. Dezember 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 866 2 Kommentare

Trotz enormer Erhöhungen der Mineralöl- und speziell der Heizölsteuer in Griechenland sind die einschlägigen Einnahmen auf das Niveau von 2009 gesunken.

Die Einnahmen aus der Besteuerung von Kraftstoffen bewegen sich in Griechenland trotz der Tatsache, dass die steuerliche Belastung in den letzten drei Jahren steil erhöht worden ist, auf dem Niveau des Jahres 2009.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass zwischenzeitlich die Mehrwertsteuer von 19% auf 23% sowie die Sonderverbrauchssteuer für Heizöl um sogar sage und schreibe 450%, sprich von 60 Euro pro Kiloliter auf 330 Euro pro Kiloliter erhöht worden ist.
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Täglich 15000 Kontopfändungen in Griechenland

28. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.959 1 Kommentar

Im Rahmen der radikalen Beitreibung sogar auch noch gar nicht fälliger Verbindlichkeiten an den Fiskus wurden in Griechenland 2013 über 100000 Pfändungen vorgenommen.

In der verzweifelten Bemühung des Finanzministeriums in Griechenland, nicht nur fällige, sondern vorsorglich sogar auch zukünftige Verbindlichkeiten an den Fiskus beizutreiben, haben die Pfändungen von Bankkonten, Löhnen, Mieten, Zahlungen an Lieferanten und selbst Tageseinnahmen die Form einer Lawine angenommen.

Von der „Imerisia“ enthüllte Daten zeigen, dass seit Anfang des Jahres 2013 mehr als 100.000 Steuerpflichtige die harte Seite des Finanzamts zu sehen bekamen, das seine effektivste Waffe zur Beitreibung fälliger Verbindlichkeiten einsetzte: nämlich die Pfändungen in Händen Dritter, und zwar ohne jegliche Vorwarnung. Von den 100.000 Pfändungen beziehen sich mehr als 35.000 auf Bankguthaben, die übrigen dagegen auf Pfändungen von Mieten, Löhnen, Tageseinnahmen in Unternehmen und Zahlungen an Lieferanten.
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Griechenland: von der Depression zur Explosion

27. Dezember 2013 / Aktualisiert: 27. Januar 2019 / Aufrufe: 7.782 6 Kommentare

Griechenland wird inzwischen weltweit den Staaten mit dem höchsten Risiko zugeordnet, denen eine gesellschaftliche Explosion droht.

Wo soll man beginnen und wo soll man aufhören, inmitten dieses Gewitters der tragischen Nachrichten, die unseren Alltag bombardieren und die Szenerie der absoluten Trübsal gestalten, in die wir von Tag zu Tag versinken?

„Neu-Obdachlose“, Suizide, Armut, Beschneidung sogar auch der Mindestrenten, Zwangsversteigerungen, in Flammen aufgehende Häuser … und wer (bis) 2014 durchhält.
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