VIOHALCO verlässt Griechenland

15. November 2013 / Aufrufe: 593

Die Aktionäre des größten Montankonzerns in Griechenland beschlossen die Verlegung des Firmensitzes von Athen nach Belgien.

Trotz der Bemühungen der griechischen Regierung, die Verlegung des Sitzes der VIOHALCO ins Ausland zu blockieren, genehmigten am 12 November 2013 die Aktionäre der Gesellschaft bei der letzten Versammlung auf griechischem Boden in einem zentralen Hotel in Athen mit fas absoluter Mehrheit (95%) die Verlegung des Firmensitzes nach Brüssel.

Die Abstimmung erfolgte an fünf Wahlurnen, die in den Räumlichkeiten aufgestellt worden waren, in dem die außerordentliche Generalversammlung durchgeführt wurde.

Regierung konnte Verlegung auch durch Gesetzänderung nicht verhindern

Zum ersten Mal in der Geschichte der Börse gab es eine absolute Beschlussfähigkeit der Aktionäre, welcher Umstand auf der Mobilisierung der Bankschemata beruht, da die bei der Versammlung anwesenden Aktionäre 95,26% des Gesamtkapitals vertraten.

Die Aktien der absorbierenden (belgischen Tochtergesellschaft) Viohalco wurden am vergangenen Montag bei der Euronext in Brüssel eingeführt und der Handel der in Rede stehenden Aktien soll in Brüssel am 22 November 2013 beginnen, während m 25 November 2013 die Annullierung der Aktien auf dem griechischen Markt erfolgen wird.

Es ist anzumerken, dass die griechische Regierung versucht hatte, die Verlegung der Gesellschaft zu verhindern, indem sie in letzter Minute mit einer zu dem Kapitalmarkt völlig irrelevanten Gesetzesvorlage das Gesetz über öffentliche Angebote änderte und fortan die Zustimmung von 95% der Aktionäre fordert, damit die Generalversammlung die Fusion der Gesellschaft mit einer anderen Gesellschaft genehmigt, auch wenn letztere an der Börse eingeführt ist und als Gegenleistung Aktien ausgibt.

Bis vor kurzem sah das einschlägige Gesetz die 95%ige Mehrheit nur vor, wenn die absorbierende Gesellschaft nicht an der Börse eingeführt war, während für die Übernahme durch eine börsennotierte eine 67%ige Mehrheit ausreichte.

(Quelle: To Pontiki)

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