Gattenmörderin in Griechenland erhält Witwenrente!

24. November 2013 / Aufrufe: 2.700

Eine 2009 wegen der Ermordung ihres Ehemanns inhaftierte und eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßende Frau in Griechenland soll bis heute eine Witwenrente beziehen.

Wut und Überraschung rief bei den Verwandten eines brutal von seiner eigenen Ehefrau ermordeten Verstorbenen die Information hervor, dass die Täterin trotz der Tatsache, wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und inhaftiert worden zu sein, weiterhin die Rente ihres toten Ehemanns bezieht.

Der Bruder des Opfers reichte sogar bei der staatlichen Buchhaltungszentrale ein Schreiben ein, mit dem er zu erfahren verlangte, ob seine bezüglich des Mordes für schuldig befundene Schwägerin die Rente bezieht, erhielt jedoch auf seinen Antrag bisher keine Antwort.

Die Vorgeschichte

Das Opfer (ein öffentlich Bediensteter) wurde am 01 Januar 2009 von seiner Ehefrau ermordet, die wegen vorsätzlichen – und zwar in ruhigem Gemütszustand verübten – Mordes verurteilt wurde. Das Gericht verurteilte die Frau zu einer lebenslänglichen Haftstrafe, ohne ihr weder in erster noch in zweiter Instanz irgendwelche mildernden Umstände zuzuerkennen.

Neulich brachte ich in Erfahrung, dass die Mörderin meines Bruders paradoxerweise die Rente wegen des Ablebens meines Bruders bezieht„, führt der Bruder des Opfers in seinem Schreiben an die staatliche Buchhaltungszentrale an und verlangt, Angaben darüber zu erhalten, ob die Rente des Verstorbenen an die Frau gezahlt wird und seit wann und auf Basis welcher Unterlagen sie ihr bewilligt wurde. Ebenfalls beantragt er sogar, dass – sofern die Frau die Rente bezieht – das Verfahren zur Einstellung der Zahlungen voranschreitet und die geleisteten Zahlungen zurückgefordert werden. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass der Verstorbene eine Pension in Höhe von 1.220 Euro bezog. Bis heute hat der Antragsteller keine Antworten erhalten.

Wie sich aus dem Gerichtsverfahren ergab, erstickte die Beklagte 2009 ihren Mann mit einem Kissen und war unmittelbar nach ihrer Verhaftung in Untersuchungshaft genommen worden.

(Quelle: thrakitoday.com)

  1. olissi
    24. November 2013, 14:10 | #1

    Die Politiker die Griechenland auf dem Gewissen haben,und all die anderen Verbrecher bekommen doch auch Rente?

  2. Charly
    24. November 2013, 15:01 | #2

    Wenn man den Griechenland-Blog (wie ich) regelmäßig bezüglich Sozialwesen / Steuerwesen verfolgt, fragt man sich, wieso es immer noch Menschen gibt, die Angela Merkel, der Troika oder Brüssel im weitesten Sinne, die Schuld an der derzeitigen Situation in Griechenland gibt.
    Da gibt es seit 20 Jahren Politiker, die nichts auf die Reihe bekommen, da wird einer Gattenmörderin Witwenrente weiter bezahlt, da erfolgt Steuerhinterziehung mit Quittungs-Tricks, es verschwindet mal einfach so die „Langarde-Liste“, um dann später ohne gewisse Namen wieder aufzutauchen. Soll ich weitermachen? Hier könnte ich noch 2 Seiten schreiben. Ich weiß von was ich schreibe, denn ich lebe 4-6 Monate im Jahr auf einer griechischen Insel. Also hört auf, die Schuld immer nur bei anderen, insbesondere bei den Deutschen zu suchen. Ich finde auch nicht gut, was man jetzt mit der „einfachen griechischen Bevölkerung“ macht, aber sich des öfteren mal an die eigene Nase zu fassen und persönlich zu hinterfragen wäre mal angebracht.

  3. Moppel
    26. November 2013, 00:15 | #3

    Neee, klar, ein Ausländer, der 4 – 6 Monate im Jahr auf einer griechischen Insel lebt (wovon eigentlich?) und obendrein per Geburt zusammen mit einer formalen Staatsangehörigkeit auch den rassenspezifischen absoluten Durchblick vererbt bekam, hat natürlich jedes Recht, anderen (dank Focus & Co speziell Griechen) wann und wo auch immer die Leviten zu lesen … 😆

    Im Vorliegenden geht es allerdings gar nicht darum, „die Schuld immer nur bei anderen, insbesondere bei den Deutschen zu suchen„, sondern um ein Thema juristischer Natur – sprich die Frage, inwieweit und unter welchen Umständen ein gesetzlicher Renten- / Pensionsanspruch verfällt bzw. aberkannt werden darf.

    BTW: Der „Ehrensold“ des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff wurde 2013 von 199.000 Euro auf 217.000 Euro erhöht!

  4. Happy-go-lucky
    26. November 2013, 11:28 | #4

    Es geht in dem Text nicht, wie Moppel meint, um eine juristische Frage, sondern ganz offensichtlich darum, dass die Bürokratie in GR wieder einmal nicht fähig ist, die Rechtslage durchzusetzen. Zitat: „das Verfahren zur Einstellung der Zahlungen voranschreitet und die geleisteten Zahlungen zurückgefordert werden. (…) Bis heute hat der Antragsteller keine Antworten erhalten.“
    Die Formulierung „rassenspezifisch absoluter Durchblick“ in Richtung Charly entlarvt die Intelligenz Moppels. Charly verweist auf einschlägige Erfahrungen in GR – nicht mehr, nicht weniger. Seine kritischen Anmerkungen zur Steuer-Eintreibungspraxis und -Trickserei sind zweifellos berechtigt.

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