Verbrechen der PASOK-Partei in Griechenland

9. Oktober 2013 / Aufrufe: 2.334

Börsenraub, Rüstungskäufe und 1 Mio. Mark des Generals Tsoukatos

1. Börse: Die brutalste Plünderung von 1,5 Mio. Kleininvestoren, auf Ermunterung von Ministern und Kostas Simitis persönlich.

2. Die Olympischen Spiele, die sich von einer nationalen Vision zu einem großen Skandal erwiesen. Die Verzögerungen der Projektvergaben durch die Minister der Regierung Simitis führten zu „blinden“ Direktaufträgen mit zusammenfassenden und intransparenten Verfahren und schließlich zu sehr hohen Belastungen.

3. TOR-M1 (russischen Luftabwehr-Systeme): Einer der Gründe, aus denen sich Akis Tsochatzopoulos auf der Anklagebank befindet. Bisher hat niemand aus der PASOK-Führung Rechenschaft abgelegt.

4. Die Leopard-Kampfpanzer, welche die Regierung Simitis siebenmal teurer als die Türkei einkaufte (2 Mrd. Drachmen).

5. Die problematischen deutschen U-Boote mit Kosten von 750 Mrd. Drachmen, einem um das Fünffache über den tatsächlichen Kosten liegenden Preis. Auch in diesem Fall ist (nur!) Akis Tsochatzopoulos angeklagt.

6. Die berühmte doppelte Buchführung der PASOK-Partei. Die Rüstungsausgaben erscheinen niemals bei den staatlichen Ausgaben, sondern werden nur auf Sonderkonten der Griechischen Bank verbucht.

7. Lieferungen an die Krankenhäuser: Fiktive Fakturierungen und überhöhte Rechnungsstellungen für Medikamente und medizinisches Material und Geräte von 300% bis 1.500%!

8. Skandal von 1 Mrd. € bei den griechischen Rüstungswerken: Um die ungeheuren Defizite der Firma „abzurunden“, aber hauptsächlich um sie unter den Teppich zu kehren, verbuchten die PASOK-Regierungen diese auf einem Sonderkonto für „nicht abgeschriebene Ausgaben für die Gründung der Gesellschaft“!

9. Um eine Verschuldung von 2,8 Mrd. zu verdecken, „heckte“ PASOK 2001 die grüne strukturierte Anleihe von 2001 mit 18 „Swaps“ aus. Der aus den fehlerhaften Handhabungen geschuldete Betrag erreichte 54 Mrd. Euro.

10. Vernichtung der Versicherungskassen. 2002 – 2003 gingen allein mittels der Börsen-Maklergesellschaft „Akropolis“ und Anleihen 5,5 Mio. Euro verloren. Insgesamt gingen allein von 1999 bis 2002 über 3,5 Mrd. Euro (1,3 Bio. Drachmen) verloren.

11. 2003 beschuldigte Michel Josserand, Präsident der französischen Rüstungsindustrie THALES, ein Mitglied der griechischen Regierung der Bestechung, um seine Firma mit der Aufrüstung von sechs Fregatten der Kriegsmarine zu beauftragen.

12. Ariadne-Skandal: Im Jahr 2000 nahm der griechische Fiskus einen Kredit von 650 Mio. € bei der Offshore-Gesellschaft ARIADNE S.A. mit Sitz in Luxemburg auf und bestellte eine Hypothek auf die Einnahmen aus der Staatslotterie bis 2013. Die Provisionen werden auf über 7,5 Mio. € veranschlagt.

13. Olympic Airways: Im Oktober 2003 wendete die Europäische Kommission sich gegen Griechenland und schickte es wegen der rechtswidrigen Finanzierungen der Olympics durch die Regierung Simitis vor den Europäischen Gerichtshof. Dies kostete die Steuerzahler täglich 1,5 Mio. Euro, also 550 Mio. Euro im Jahr!

14. Der Verkauf der Bergwerke von Kassandra an die Gesellschaft Hellenic Gold S.A. gegen den betrag von 11 Mio. €, während im Juni 2004 – also sechs Monate nach der Transaktion – eine internationale Consulting-Gesellschaft den Marktpreis der Bergwerke auf 408 Mio. veranschlagte.

15. Der Skandal um das illegale Glückspiel und die Automatenspiele, in den auch der Name des damaligen PASOK-Abgeordneten Alekos Chrysanthakopoulos verwickelt war.

16. Gegen einen Generaldirektor der PASOK-Partei und eine Börsen-Investmentgesellschaft wurde Anklage wegen vier Schwerverbrechen erhoben.

17. Ein von Kostas Simitis für das Gipfeltreffen in einem großen Hotel ausgerichteter Empfang für die europäischen Führer soll um 100 Mio. Drachmen gekostet haben.

18. Die sündigen „Geschäfte“ mit dem Kloster Toplou auf Kreta, bei dem 2.600 Hektar zu dem Zweck konfisziert wurden, in die Nutzung einer ausländischen Firma überzugehen.

19. Der spitzenmäßige Siemens-Skandal, über den abgesehen von den anderen Aspekten die Aussage des Theodoros Tsoukatos existiert, dass 1 Mio. Mark in die Kassen der PASOK-Partei transferiert wurden.

20. Im Januar 2004 reichten neun PASOK-Abgeordnete eine Novelle ein, die den Pachta-Skandal in Zusammenhang mit Porto Karras darstellte und einer Baugesellschaft die Möglichkeit gab, tausende touristische Unterkünfte auf Chalkidiki zu errichten.

Allem voran der IWF

Die Zuflucht zu dem IWF und die daraufhin folgenden Memoranden waren das größte der „modernen Schwerverbrechen“ der PASOK-Partei unter Giorgos Papandreou. Seit 2010 bis heute wurden aufgrund dieser Entscheidung die griechische Gesellschaft verarmt, tausende Selbstmorde verzeichnet, Haushalte und Unternehmen in die Pleite getrieben, der nationale Reichtum unter den Hammer gebracht und die nächsten Generationen verurteilt.

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  1. Catalina
    9. Oktober 2013, 01:40 | #1

    Dem vielleicht nicht so gut informierten deutschen Leser dieses Blogs sei gesagt, dass dieser „Hetzartikel“ aus einer Zeitung stammt, die vor 2 Jahren auf ihrer Titelseite ein Bild von Angela Merkel in Naziuniform abdruckte und mit dem Satz „Memorandum macht frei – Dachau“ garnierte …

    Der Ausgewogenheit halber dürfen nun natürlich die „Verbrechen der Nea Demokratia“ nicht fehlen. Ich hoffe, der „investigative“ Journalismus geht weiter. Als Einstieg wäre vielleicht der Skandal um das Kloster Vatopedi nicht schlecht. Der dem griechischen Staat dadurch entstandene Schaden wird schon allein mit 100 Millionen Euro beziffert und gehört mit zum größten Supergau der ND-Regierung von Kostas Karamanlis.

    • Team
      9. Oktober 2013, 02:37 | #2

      Ebenfalls sei den „vielleicht nicht so gut informierten deutschen Lesern“ gesagt …
      [Kommentar wurde vom Obermotz gelöscht]

  2. Zambo
    9. Oktober 2013, 07:59 | #3

    Catalina hat vollkommen recht. Natürlich hat die Pasok kräftig abkassiert, aber die Regierung Karamanlis war die schlimmste der jüngeren Zeitgeschichte. Korruption und vor allen Dingen die Einstellung von Parteigenossen und -freunden haben unter ihr ungeahnte Ausmaße erreicht. Plötzlich war auch die Bürokratie wieder da, die unter der vorigen Regierung doch gemindert wurde (z.B. KEP etc.)
    Ich lebe jetzt als Deutsche 25 Jahre in Griechenland und konnte alles mit etwas Abstand sehr gut beobachten.
    Ich finde es nicht gut vom Team, wenn doch recht richtige und objektive Beiträge gedeckelt werden, während komische Hetzkampagnen und wilde Verschwörungstheorien eine Plattform bekommen. Dies ist aber leider hier in Griechenland, gang und gäbe.

  3. ToyX
    9. Oktober 2013, 10:23 | #4

    Oloi Kleftes einai, die schlimmsten aber, waren die grünen !

  4. GR-Block
    9. Oktober 2013, 13:14 | #5

    @Catalina
    Liebe Catalina, nehmen Sie bitte dass alles nicht so ernst. Wir sind keine Parlamentarier sondern Blogger. Wir dürfen uns auch eine überspitzte Wahrheit auf der Zunge zergehen lassen, ohne dass sie uns gleich abfällt. Dazu halte ich diesen Artikel sehr wohl für geeignet, und die von Ihnen erwähnte Titelseite für saTIERISCH gut. Wegen der Fehler der ND muss man nun wahrlich nicht in die Vergangenheit blicken. Sie ist innovativ genug um ständig neue zu produzieren. Warum sich allerdings das dream team genötigt sah hier zu reagieren, verstärkt in mir den Verdacht, dass unter ihnen der eine oder andere dünnhäutig geworden ist. Warum, ist noch zu klären. Jedenfalls würde ich mir nicht den Hut aufsetzen lassen, dass Blogger „Investigationen“ betreiben müssten. Nein, wir sind zum Hetzen da, über Journalisten und Politiker.
    Zur Sache: Herr Samaras muss die Propagandamaschine anwerfen, wenn er verhindern will, dass rechte Protestwähler aus lauter Verzweiflung links wählen. Dann opfert er lieber seinen Partner Venizelos um die Stimmenmehrheit von Saison-Wählern der ehemaligen XA zurückzuerhalten. Es muss ihm nur die Gratwanderung gelingen, dass das Wahlvolk sich über eine Regierungspartei auskotzen darf, ohne dass es die ND ist. Da der Alte rechtzeitig ausgestiegen war, bleibt nur noch der Dicke. Wir dürfen auf die Gegenreaktion gespannt sein. Und da hoffe ich, dass etwas professionelleres und unterhaltsameres kommt, als Ihr Kommentar.
    Trotzdem, ignorieren Sie, bitte, die Dünnhäutigen. Ihre Kommentare sind nicht „tumb“. Dieses „Prädikat“ hat sich eine andere Fraktion erkämpft. Wenn wir ihr das absprechen würden, dann würde sich ihr Gründer im Grab umdrehen und sein Enkel im Knast vor Wut schäumen. Oder war das etwa die Absicht des teams?

  5. KostasK
    9. Oktober 2013, 18:32 | #6

    Die Einleitung hört sich nach einem Verteidigungsversuch für die XA an, dass alle Parteien wie kriminelle Vereinigungen arbeiten. Die ND Liste wäre wohl etwas kürzer, aber genau so viel Beschiss. Das griechische Volk verhält sich, was die Wahlen angeht, aber genau so wie die Wähler in Deutschland oder anderswo. Es wird das kleinere Übel gewählt, oder das verschleierte Gegenteil des Herrschenden. Jagt die braunen und alle bekannten zum Teufel! Nur wenn die Einsicht besteht, dass es mit dem Vettern-Wirtschaft-Selbstbedienung-System nicht weitergehen kann, gibt es noch eine winzige Hoffnung. Neulich sagte jemand: Ich gehe nicht wählen, weil ich an den Verbrechen der Herrschenden nicht beteiligt sein will. Leider hat er aus einem gewissen Blickwinkel recht!

  6. Triffi
    10. Oktober 2013, 09:57 | #7

    Das nenne ich mal super Blogger Bitte weiter sooooo … Bravo! Und Bitte, mit allen anderen Parteien auch, da sie alle Dreck am Stecken haben“ damit die Griechen mal wach werden …

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